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Musikverein

19.03.2018

Wettsägen und Fastenpredigt beim Starkbierfest

Schnell mussten die Teilnehmer beim Wettsägen sein. Es war einer von mehreren lustigen Wettbewerben beim Starkbierfest des Musikvereins Althegnenberg.
Bild: Alfred Kinader

Geschick am Baumstamm beweist Althegnenbergs Bürgermeister Paul Dosch. Bei Bruder Barnabas kriegt er sein Fett ab.

Mehr als 100 Besucher hatte das diesjährige Starkbierfest des Musikvereins Althegnenberg. Neben der Blasmusik des Musikvereins wurde den Gästen als Wettbewerbe ein Wettsägen und ein Maßkrugstemmen geboten und Bruder Barnabas hielt wieder eine begeisternde Fastenpredigt, bei der so mancher aus der Gemeinde sein Fett ab bekam.

Beim Wettsägen traten je zwei Männer oder Frauen an einem Baustamm gegeneinander an und es galt, unter lautstarker Unterstützung durch das Publikum möglichst schnell eine Scheibe vom Baum abzusägen.

Bei den Männern war das Bürgermeister Paul Dosch, gefolgt von Markus Helfer und Leonhard Helfer. Bei den Frauen war Maria Leitmeier die Schnellste an der Säge, Christine Helfer belegte Platz zwei und Barbara Schamberger-Oswald war die Drittschnellste.

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Beim Maßkrugstemmen gingen Männer an den Start und der Sieger war derjenige, der den Krug mit ausgestrecktem Arm am längsten halten konnte. Als Letzter blieb Peter Helfer mit seiner Maß am Tisch stehen und gewann diesen Wettbewerb. Zweiter wurde Andreas Gilger und dritter Florian Kistler.

Zwischen den Wettspielen trat Helmut Zellner alias Bruder Barnabas die Kanzel und hielt eine Predigt, bei der von der kleinen Politik in der Gemeinde bis zur großen Politik in Berlin eine Vielzahl von Themen abgehandelt wurde. Zur Einstimmung auf die Predigt zeigte Bruder Barnabas, dass auch ein bairischer Mönch auf der Höhe der Zeit ist und er führte mit den Anwesenden die Yoga-Übung „Utkatasana“ („Der Stuhl“) durch. Bei der Übung begibt man sich im Stehen in eine sitzende Haltung, und angepasst an die Starkbierzeit mussten die Musiker in dieser Haltung „Ein Prosit“ anstimmen.

So vorbereitet ging Bruder Barnabas auf eine Vielzahl von Themen ein, die seitens des Publikums mit vielen Lachern und immer wieder mit Zwischenapplaus bedacht wurden. Eine humorvolle Erörterung fanden der Ausbau des Internets, der Straßenzustand in Hörbach und die viel diskutierte „Strabs“ (Straßenausbaubeitragssatzung; Barnabas: „Die Hörbacher werden eine Wallfahrt zur Bergkapelle veranstalten und eine Votivtafel mit der Inschrift „Aiwanger hat geholfen“ stiften“), die Ausweisung eines Gewerbegebiets (seit Jahrzehnten im Gemeinderat behandelt), das Wachstum der Gemeinde über die 2000er-Marke hinaus verbunden mit einer Abspaltung von der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, der Stundentakt der Bahn, das gemeinsame/nicht gemeinsame Feuerwehrhaus der Ortsteile, die Immobilienpreise, der Brandstifter, die Kaltwasser-Grill-Challange, die Groko und einige Themen mehr.

Dass auch das zweite Starkbierfest des Musikvereins guten Anklang fand, zeigte sich nicht zuletzt darin, dass die Musiker gegen Dreivierteleins das letzte Prosit anstimmten und die letzten Gäste bis zum Abbau der Tische sitzen blieben und das Bier noch genossen.

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