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Marianne Sägebrecht in Mering

24.03.2009

Wie das Leben so spielt

Auch am Montag: große Resonanz auf das vielfältige Programm des Kunst- und Kulturfrühlings. Marianne Sägebrecht las, erzählte und ließ kochen - eine Gemüsesuppe für das Publikum, in der Pause schmackhaft serviert von Acky und seinen Mitstreitern. Wer Marianne Sägebrecht ist, braucht kaum erwähnt werden: zum Beispiel die Frau Holle in der Neuverfilmung des Märchens. Von Manuela Rieger

Mering Auch am Montag: große Resonanz auf das vielfältige Programm des Kunst- und Kulturfrühlings. Marianne Sägebrecht las, erzählte und ließ kochen - eine Gemüsesuppe für das Publikum, in der Pause schmackhaft serviert von Acky und seinen Mitstreitern. Wer Marianne Sägebrecht ist, braucht kaum erwähnt werden: zum Beispiel die Frau Holle in der Neuverfilmung des Märchens.

Oder der Zuhörer sieht sie wieder in der Wüste von Nevada stehen. Wie bestellt und nicht abgeholt, für diese skurrile Rolle in "Out of Rosenheim" erhielt sie später ein Filmband in Gold.

Mehr als 20 Jahre ist das her, doch letztendlich wirkt sie unverändert; mit dem Unterschied, "dass Hollywood schon lange nicht mehr anruft." Was Marianne Sägebrecht mit der lakonischen Bemerkung begründet, alles habe seine Zeit. Zu hören war Marianne Sägebrecht mit "LiteraTour von Säge bis Brecht" im Papst-Johannes-Haus, begleitet von Sängerin Sandrina Sedona und Charlie Leimer am Klavier.

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Sie ist sprachgewaltig, vor allem wenn sie in ihrem unverwechselbaren Englisch mit Münchner Akzent deklamiert. Sie kann Dreharbeiten, ihr Häuschen, Überlebenssuppen und esoterisch angehauchte Erkenntnisse über das Leben mühelos in einem Satz unterbringen. Das ist großartig, hat jedoch den Nachteil, dass der Hörer anschließend Schwierigkeiten hat, die Dinge auseinanderzuhalten und richtig zuzuordnen.

Vor einiger Zeit hat sie sich am Starnberger See niedergelassen. Mit Enten, Ziegen, Katzen und einem Pferd, das sein Gnadenbrot erhält. Die Sägebrecht schwärmt vom "Matriarchatshaus", einer WG am Englischen Garten, in der sie mit der Mutter, der Schwester und der Tochter gelebt hat. Schnell ist sie dann bei den Männern im Allgemeinen (der Vater starb sehr früh), die sich noch "mit 70 unsterblich machen müssen". Deshalb tun ihr Männer auch eigentlich leid. Interessant waren die Gesangseinlagen der künstlerischen Begleitung an ihrer Seite und von der Schauspielerin als Seelenverwandte bezeichnet: Sandrina Sedona, begleitet von dem Pianisten Charlie Leimer. Als Lokalmatadorin hatte sie das wohlwollende Publikum schnell auf ihrer Seite.

Spätestens bei ihren italienischen Balladen fiel auf, wie professionell Sedona mit ihrer gewaltigen Stimme die Zuhörer begeistert. Für den Applaus bedankte sie sich zum Schluss mit dem Song "You are so beautiful".

Die Umstände des Erfolgs

Die Veranstaltung war übrigens fast ausverkauft, das Interesse an biografischen Aufzeichnungen scheint seitens des durchwegs älteren Publikums ungebrochen. Gespräche mit den Zuhörerinnen und Zuhörern offenbarten allerdings: Interesse findet Befriedigung weniger in den Ausführungen zum privaten Lebensweg - sondern eher in Berichten über Kollegen, Dreharbeiten und Umstände des Erfolgs.

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