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Mering

03.12.2020

Wie das Meringer Rote Kreuz Ludwig Herböck das Leben rettete

Ohne das Meringer Rote Kreuz würde Ludwig Herböck vermutlich nicht mehr leben.
Bild: Herböck (Archiv)

Plus Nach einem Aortenriss kamen die Meringer Retter gerade noch rechtzeitig. Der 78-Jährige erinnert sich voller Schaudern und Dankbarkeit an diesen Tag.

Ludwig Herböck aus Baden-Baden seufzt am Telefon, wenn er an das Jahr 2005 zurückdenkt. Damals wohnte der Organisationberater in Mering. „Das Rote Kreuz hat mir mein Leben gerettet“, sagt der 78-Jährige voller Inbrunst. Die Geschichte wird er nie vergessen und dem Meringer Roten Kreuz auf ewig dankbar sein.

Er denkt zurück an den Samstag, 26. November, vor 15 Jahren, als er gerade beim Frühstück saß: „Plötzlich spürte ich im oberen Rückenbereich einen heftigen Schmerz. Es hat sich wie ein Muskelkrampf angefühlt.“ Daraufhin ging Ludwig Herböck eine Treppe höher zu seiner Frau Grete.

Ein Jahr nach seiner Rettung: Ludwig Herböck und seine Frau Grete freuen sich auf Gut Aiderbichl über die geschenkte Lebenszeit.
Bild: Herböck (Archiv)

„Diese war gerade im Bad und ich bat sie um eine Massage, damit der Schmerz nachlässt“, blickt der geborene Münchner zurück. „Sie machte die Badetüre auf, schaute mich nur kurz an, lief sofort zum Telefon und rief den ärztlichen Notdienst“, erzählt der Meringer. Seine Frau war zu diesem Zeitpunkt im Friedberger Krankenhaus in der Station für Innere Medizin angestellt und konnte so die Situation schnell einschätzen.

Nach wenigen Minuten kamen der Rettungswagen und der Notarzt zu Ludwig Herböck nach Mering

Nach nur wenigen Minuten sei ein Wagen des Roten Kreuzes mit Blaulicht gekommen, so Herböck weiter. Doch in der Zwischenzeit waren seine Schmerzen bis zur Besinnungslosigkeit angewachsen. Der 78-Jährige schaudert heute noch bei der Vorstellung. „Das Team fragte meine Frau nach den vermeintlichen Ursachen und machte sich sofort an meine Behandlung. Ich bekam zunächst etliche Spritzen und später war der Notarzt da“, erinnert sich Herböck.

„Im Wachzustand hörte ich mich vor Schmerzen schreien“, schildert er seine Lage. Und weiter: „Dann wurde ich in den Krankenwagen verfrachtet und die Fahrt ging zum Großklinikum Augsburg, über die Staustufe 23 und B17.“

Die Ärzte, die trotz des Wochenendes anwesend waren, kamen schnell zu einer Diagnose: Riss der Aorta. Dank des medizinischen Fortschritts war es möglich, das Gefäß zu reparieren und mit einem sogenannten Stent abzudichten. „Bei mir war die Aorta am Ausgang vom Herzen etwa 40 Millimeter dick und im unteren Rückenbereich immer noch 37 Millimeter“, erzählt Herböck. Während einer Sofortoperation wurde seine Aorta mit zwei Stents abgedichtet.

Ohne das Meringer Rote Kreuz hätte Ludwig Herböck nicht überlebt

„Es war sicher eine Kette von Ereignissen, die mir das Leben gerettet hat, aber im Bereich der Ausgangssituation hätte ich ohne die fachmännische Soforthilfe durch das Rote Kreuz und den Notarzt keine Chance zum Überleben gehabt. Ich erfuhr später, dass drei von vier Patienten an diesem Gefäßproblem sterben“, sagt Ludwig Herböck.

Heute, 15 Jahre später, geht es ihm gesundheitlich verhältnismäßig gut. Aus diesem Grunde haben sich Ludwig Herböck und seine Frau Grete zu einer Spende an das Rote Kreuz Mering entschlossen: „Wir wollen die Leistungen des Roten Kreuzes honorieren“. Es gibt einfach Erlebnisse, die niemals verjähren.

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