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Kissing

14.07.2020

Wie die neue Kita in Kissing aussehen soll

Kissing will mit einer neuen Kita die dringend benötigten Plätze bereitstellen.
Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Plus Der Planer stellt im Bauausschuss einen Grundriss der geplanten Kindertagesstätte in Kissing vor. Wann sie voraussichtlich eröffnet wird.

Ein Grundstück für die neue Kindertagesstätte hat die Gemeinde bereits gefunden. Doch bisher stand noch nicht fest, wie das Gebäude in Kissing aussehen soll. Nun ist im Bauausschuss die Planung vorgestellt worden.

Grundsätzlich stellt die Gemeinde derzeit 610 Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung. Diese werden aber nicht ausreichen. Zum derzeitigen Stand fehlen ab September insgesamt 91 Plätze, also 32 in der Krippe, 36 in der Regelkinderbetreuung und 23 im Hort. Wie berichtet, hat der Gemeinderat daher beschlossen, auf dem Grundstück südlich des Parkplatzes der Paartalhalle, angrenzend an die Bahnhofstraße, eine neue Kindertagesstätte zu bauen.

Da das Vorhaben schnell umgesetzt werden muss, hatte der Ingenieur Sevket Dalyanoglu aus Augsburg mit seinem Team in kurzer Zeit einen Entwurf entwickelt, der mithilfe von Modulen umgesetzt werden soll.

Neue Kita in Kissing: Das Grundstück ist relativ schmal

Wie Dalyanoglu in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses ausführte, muss die neue Kindertagesstätte auf einem relativ schmalen Grundstück untergebracht werden. Das habe der Planer mit seinem Team beachten müssen.

Im Westen soll in dem Gebäude, das nur eine Etage hat, die Krippe mit vier Gruppen untergebracht werden. Im Osten wird der Kindergarten mit drei Gruppen eingerichtet. Das Ganze wird mit einem Mitteltrakt verbunden, in dem Allgemeinräume für die Technik und das Personal, aber auch die Turnhalle und der Speisesaal angeordnet sind.

Zur Straße hin soll ein Parkplatz eingerichtet werden, der aber auf dem Grundstück liegt. Ein Weg führt dann zum Eingang an der Westseite. „Dann können die Eltern, die Kinder zur Tür bringen und wir haben den Bringverkehr auf dem Grundstück“, sagte Dalyanoglu.

Das Gebäude soll mit einem Flachdach und teilweise mit einem flachgeneigten Satteldach versehen werden. Wie Dalyanoglu erklärte, haben die Module eine feste Länge und Breite. So ließen sich die Räume je nach Bedarf anordnen. Für die knapp 70 Quadratmeter große Turnhalle würden beispielsweise vier Module gebraucht. Der Speisesaal neben dem Eingang soll mit einer transparenten Wand versehen werden, damit der Eingangsbereich heller wirkt.

Auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße südlich des Parktplatzes der Paartalhalle soll der neue Kindergarten in Kissing gebaut werden.
Bild: Philipp Schröders

Kita in Kissing soll einen Rodelberg bekommen

Früher sei es üblich gewesen, große WC-Räume anzulegen. „Wegen der Pandemie bekommt nun jede Gruppe ein eigenes WC“, sagte Dalyanoglu. Das habe das Landratsamt so vorgeschlagen. Die sanitären Räume sind aber sowohl im Kindergarten als auch in der Krippe nebeneinander angeordnet. Die Gruppenräume sind mit Ausgängen ins Freie ausgestattet, die auf Terrassen führen. Im Krippenbereich gibt es zusätzlich noch einen Kinderwagen- und einen Warteraum für die Eltern.

Im Osten sollen auf einer Wiese Spielgeräte aufgestellt werden. Zudem plant Dalyanoglu den Aushub, der bei den Arbeiten anfällt, dort als Rodelberg aufhäufen zu lassen. Das Gebäude bekomme zwar keine Keller, aber der Boden müsse verdichtet werden.

Ronald Kraus von der SPD sagte: „Das hört sich alles gut an.“ Aber der Gemeinderat wollte wissen, warum der Technikraum zentral beim Eingang angeordnet worden ist. Dalyanoglu erklärte, dass von hier aus das gesamte Gebäude versorgt werde – beispielsweise durch die Heizungs- und die Lüftungsanlage. Zudem fragte Kraus nach dem Zeitplan. Dalyanoglu erklärte ausführlich, wie lange die Arbeitsschritte dauerten und welche Freigaben von den übergeordneten Behörden benötigt würden. Letztlich kam er zu dem Schluss, dass die neue Kita voraussichtlich erst Ostern nächsten Jahres in Betrieb genommen werden kann.

Bürgermeister Reinhard Gürtner sagte: „Wir haben bereits bei der Trägerkonferenz darüber gesprochen, Übergangslösungen zu erörtern.“ Katharina Eigenmann von den Grünen sagte: „Der Grundriss ist in sich sehr stimmig.“ Sie plädierte aber dafür, den Technikraum und den Raum des Kita-Leiters zu vertauschen, damit Letzterer näher am Eingang ist. Dalyanoglu erklärte, dass das nicht möglich sei. Der Leiterraum habe dann kein Fenster nach draußen, was vom Arbeitsschutz her vorgeschrieben sei.

Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU plädierte dafür, das Vorhaben schnell auf den Weg zu bringen, da der Zeitplan sehr straff sei. Gürtner lobte die schnelle Ausarbeitung des Entwurfs durch das Büro von Dalyanoglu. Der Bauausschuss entschied einstimmig, das vorliegende Konzept zu verwirklichen.

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