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Mering

19.05.2020

Wie die neue Notbetreuung im Meringer Jugendtreff aussieht

Vielen Kindern fällt daheim sprichwörtlich die Decke auf den Kopf. Der Jugendtreff Mering (hier ein Archivfoto) will nun eine Notbetreuung anbieten.
Bild: Heike John (Archiv)

Plus Schon jetzt gibt es im Jugendtreff Mering Gespräche, Nachhilfe und Bewerbungstraining für einzelne Besucher. Bald soll es eine Notbetreuung geben.

Nathalie Gronau sitzt in ihrem Büro und plant die Einzelheiten für die Notbetreuung von Grundschülern, die in der letzten Maiwoche im Jugendtreff Mering starten wird. Da immer mehr Eltern an ihren Arbeitsplatz zurückkehren müssen, aber ihre Kinder weiterhin Homeschooling haben, sei eine dringende Lösung nötig. Gemeinsam mit Bürgermeister Florian Mayer verständigte sich Nathalie Gronau daher auf das Angebot. Wie das genau aussieht - hier ein Überblick.

Die Meringer Jugendtreffleiterin Nathalie Gronau bietet derzeit Gespräche und Bewerbungstraining für einzelne Jugendliche an. Ab 25. Mai startet die Notbetreuung für Grundschüler.
Bild: Heike Scherer

„Viele Kinder rufen mich an, weil ihnen momentan zu Hause die Decke auf den Kopf fällt“, erzählt die 28-jährige Leiterin. Am Vormittag vergibt sie Termine für Jugendliche, die mit ihr ein Gespräch führen wollen, Hilfe bei einem Bewerbungsschreiben benötigen oder sich für den Nachhilfeunterricht anmelden möchten. Derzeit ist der Jugendtreff nur für diese Fälle geöffnet, der offene Betrieb darf derzeit nicht stattfinden. Gronau berichtet, dass das Homeschooling nicht immer so gut klappe, wie es sollte. Ein Beispiel: Ein Schüler, der bald seine Abschlussprüfung schreiben wird, sollte eine prüfungsrelevante Aufgabe in Mathematik selbst erarbeiten, die sein Lehrer vor der Schulschließung nicht mehr mit der Klasse durchnahm. Er war damit überfordert. In diesem Fall konnte Fabian Wölfle ihm wertvolle Hilfe leisten. Die neue Notbetreuung wird im Jugendtreff von 8 bis 13.30 Uhr stattfinden und am Montag, 25. Mai, beginnen. Am Vormittag wird von 8 bis 10.30 Uhr in drei Räumen gelernt.

Kooperation mit den beiden Meringer Grundschulen

Nathalie Gronau, ihre Kolleginnen Vanessa Lhalhe und Rosa Kraus, deren Arbeitszeit auf 20 Wochenstunden erhöht wird, bearbeiten gemeinsam mit den Kindern die Aufgaben, die in den Fächern Mathematik, Deutsch und Heimat- und Sachkunde im Wochenplan stehen. Vanessa Lhalhe hat Lehramt für Deutsch, Mathematik und Sport studiert und Rosa Kraus befindet sich noch im Lehramtsstudium für Deutsch als Fremdsprache und Geschichte.

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Bild: Markus Freudling

Die Kinder sollen selbstständig die Räume wechseln, wenn sie mit einem Fach fertig sind. In Kooperation mit den beiden Grundschulen werden Arbeitsblätter erstellt. Nach einer Brotzeitpause von 10.30 bis 11 Uhr – das Essen ist von den Kindern selbst mitzubringen – findet eine sportliche und kreative Betätigung statt. Es sind Workshops geplant, zum Beispiel das Basteln von Schmuck oder Traumfängern. Außerdem denkt Gronau daran, auch im Badangergelände oder im Erdgeschoss Bewegungsspiele anzubieten.

Die Gesellschaftsspiele und Outdoor-Spiele wird ihr der Kreisjugendtreff ausleihen. Um 13.30 Uhr endet die Notbetreuung, ab 14 Uhr ist das Jugendzentrum nur für die einzeln vergebenen Termine geöffnet. Bürgermeister Mayer freut sich, dass Gronau mit ihrem Team die Initiative ergriffen hat, den Familien in der schwierigen Zeit Hilfe anzubieten. „Da immer mehr Eltern wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, die Schulen aber immer noch nicht geöffnet sind, freue ich mich über dieses kostengünstige Angebot, das für die Gemeinde keinen erheblichen finanziellen Aufwand darstellt. Ich hoffe auf eine rege Annahme durch die Eltern und bedanke mich für die Flexibilität der Mitarbeiter des Jugendtreffs.“

Jugendtreff Mering: So funktioniert die Anmeldung zur Notbetreuung

Die Kinder, die an der Notbetreuung teilnehmen sollen, müssen von ihren Eltern mit einem Formular angemeldet werden. Es ist auf der Homepage der Gemeinde zu finden. Es können auch nur einzelne Tage gebucht werden. Die nötigen Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Beide Elternteile müssen außer Haus arbeiten und die Kinder wären ohne Betreuung, Alleinerziehende. Die Teilnahme an der Notbetreuung ist kostenpflichtig: Pro Tag beträgt sie sieben Euro, für den gesamten Monat 140 Euro..

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