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Ortsentwicklung in Mering

29.06.2018

Wie geht es weiter mit dem Gewerbepark-West?

Als Brache präsntiert sich momenatn das künfitge Gewerbegebiet West in Mering.
Bild: Bernhard Weizenegger

Mering macht sich auf die Suche nach einem Projektentwickler. Bürgermeister Kandler wehrt sich gegen die Kritik, er habe Ausgleichsflächen zu teuer eingetauscht.

Der Gewerbepark Mering-West kommt nur langsam voran. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler erklärt, woran das liegt. „Der Gemeinderat will einen Projektentwickler engagieren, der zusammen mit dem Vergabeausschuss die Vergabekriterien festlegen und anschließend das Gebiet vermarkten soll.“

Doch wie genau dessen Arbeit aussehen soll und wer das sein könnte, ist ihm nicht klar. Nur so viel, dass dieser eine „höhere Stufe eines Maklers“ sei. Außerdem fragt sich Kandler: „Warum brauchen wir für ein Gebiet, wo es einige Interessenten gibt, einen solchen Makler?“ Darüber hinaus sieht sich Kandler mit Vorwürfen konfrontiert, er habe eine Ausgleichsfläche zu teuer von einem Meringer Landwirt eingehandelt.

Teurer Ankauf der Ausgleichsflächen steht in der Kritik

Wie berichtet, sind insgesamt mindestens vier Hektar an Ausgleichsflächen für den Gewerbepark nötig. Davon müssen mindestens drei Hektar auch den artenschutzrechtlichen Ausgleich gewährleisten. Anders als die allgemeinen Ausgleichsflächen müssen diese in unmittelbarer Nähe zu den wegfallenden Gebieten in einem von der unteren Naturschutzbehörde fest gelegten Bereich liegen.

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Diese wünscht sich die Ausgleichsflächen für den Kiebitz im Anschluss an die bereits von der DB Netz AG geschaffenen Magerrasenflächen. An anderer, nicht so gut geeigneter Stelle müsste die Marktgemeinde sogar noch deutlich größere Areale anbieten.

Doch der betreffende Acker gehört einem aktiven Landwirt, der nur bereit ist, gegen gleichwertige Grundstücke zu tauschen. Wie Kandler erklärt, gibt es solche Flächen, die nicht mehr aktiven Landwirten gehören. Diese sind verkaufsbereit, argumentieren aber, dass ohne ihr Land der Gewerbepark nicht möglich wäre, und verlangen den entsprechenden Preis.

„Wenn wir diese Fläche, die direkt an das Gewerbegebiet anschließt, nicht erworben hätten, dann hätten wir ein neues Konzept für den Arten- und Naturschutz vorlegen müssen“, so Kandler. Das hätte alles wieder auf Null gesetzt. „Und unser Gewerbegebiet im Wert von über 4,5 Millionen Euro wäre auf einige Jahre auf der Strecke geblieben“, sagt er.

Zudem hätten weit mehr Flächen angekauft werden müssen. „Jeweils Land für den Naturschutz und weiteres für den Artenschutz“, so Kandler weiter. Es sei für die Kommune kein „Draufzahlgeschäft“, dass man sich für die Fläche des Landwirts entschieden habe.

Kandler selbst beruft sich auf die Nichtöffentlichkeit bei Grundstückverhandlungen und will sich deshalb zu den genauen Preiskonditionen nicht konkret äußern. Speziell auf das Verhältnis, in dem Flächen mit dem Landwirt getauscht wurden, will er nicht näher eingehen. Einige dieser Tauschflächen habe man für 30 Euro pro Quadratmeter neu kaufen müssen, anderes Land sei bereits vor Jahren für etwa fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter erworben worden.

„Es ist aber durchaus auch in anderen Kommunen üblich, dass nicht eins zu eins Ackerflächen getauscht werden“, gibt Kandler zu Bedenken. Auch sei dies früher schon so bei der Marktgemeinde gehandhabt worden.

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