Kultur

29.05.2015

Wieder daheim

Noch halten die Museumsfreunde die besondere Kaffeekanne in Händen. Unser Bild zeigt (von links): Bürgermeister Roland Eichmann, die Vorsitzende der Museumsfreunde Jutta Nikolowski, Arnulf Ahrens und Museumsleiterin Alice Arnold-Becker.

Eine seltene Friedberger Fayence kehrt zurück ins Wittelsbacher Schloss

Friedberg Entstanden ist sie im 18. Jahrhundert zur Zeit der kurfürstlichen Fayencemanufaktur in Friedberg. Dank der „Freunde des Museums im Schloss Friedberg“ findet die 250 Jahre alte Kaffeekanne nun ihren Weg zurück ins Wittelsbacher Schloss.

Die Vorsitzende des Fördervereins,  Jutta Nikolowski, freut sich, als sie die Kaffeekanne offiziell an Museumsleiterin   Alice Arnold-Becker überreichen kann. Es ist das sechzehnte Geschenk, das der Verein seit seiner Gründung 1993 für das Museum erwerben konnte. Ersteigert wurde die Kaffeekanne bei einem Münchner Antiquitätenhändler. „Ich finde die Kanne wunderschön. Vom Material her und von den Blumenmotiven“, sagt Jutta Nikolowski. Ein indianischer Blumensumpf in Muffelfarben ziert das weiß glasierte Tongeschirr: Blumen, Blätter, Schilf und Schmetterlinge in den Farbtönen blau, braun und violett.

„Die Kanne ist deshalb so besonders, weil es sie in dieser Form nicht so oft gibt“, sagt die Friedberger Museumsleiterin Alice Arnold-Becker. „Für uns in Friedberg hat sie natürlich ideelle Werte.“ Außerdem sei sie eine perfekte Ergänzung, denn eine Kaffeetasse mit Untersetzer habe man schon in der Sammlung. Auch bei der Stadt teilt man die Freude über das Geschenk. „Schön, dass wir ein weiteres Stück der Friedberger Fayencen an ihren Ursprungsort zurückbringen können“, sagt Bürgermeister Roland Eichmann.

Kaffee wird aus der Kaffeekanne wohl in Zukunft nicht mehr ausgeschenkt. Sie wird hinter einer Glasvitrine bei den anderen Fayencen im ersten Stock des Schlosses ihren Platz finden. Dort im lichtdurchfluteten Südflügel haben im 18. Jahrhundert auch die Maler und Dreher der Manufaktur ihre Arbeiten verrichtet. Bis auch die Öffentlichkeit einen Blick auf die Kaffeekanne werfen kann, dauert es noch. Vorübergehend ist sie im neuen Museumsdepot untergebracht, in dem auch die anderen Ausstellungsstücke während der Sanierung des Schlosses aufbewahrt werden. Zur Neueröffnung in drei Jahren können dann auch Besucher die Friedberger Fayencen bewundern.

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