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Kirche

13.06.2017

Wiedersehen mit Pfarrerin Dreher

Pfarrerin Alexandra Dreher ist umringt von Konfis in ihrem Element.
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Pfarrerin Alexandra Dreher ist umringt von Konfis in ihrem Element.

Die beliebte Geistliche arbeitet jetzt in Nürnberg. Weil ihre Friedberger Konfirmanden sie vermissen, gab es einen ungewöhnlichen Plan

Alexandra Dreher, bis Sommer 2016 Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Friedberg-Stätzling, hatte sich alles so schön ausgedacht: Im Lutherjahr 2017 würde sie anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums mit ihren Konfirmanden der Jahrgänge 2017 und 2018 zum KonfiCamp nach Wittenberg fahren.

Doch dann kam die Nachricht der Landeskirche, dass Dreher im Herbst 2017 eine Stelle in der Melanchthonkirche in Nürnberg antreten könne. Die Pläne wurden verworfen, die Plätze storniert, die Pfarrerin verabschiedet.

Jahrelanges Engagement für die Jugend

Die Mutter zweier Friedberger Konfis wollte jedoch nicht hinnehmen, dass das KonfiCamp in Wittenberg für die Friedberger nicht stattfinden würde und erklärte sich bereit, die Organisation zu übernehmen. Glücklicherweise ist es um die Jugendarbeit in der Friedberger Kirchengemeinde dank Drehers jahrelangen Engagements gut bestellt. So fanden sich viele camperfahrene Jugendleiter, die bereit waren, mit nach Wittenberg zu fahren. Neue Pläne wurden geschmiedet, die Plätze erneut reserviert, die Pfarrerin – jetzt in Nürnberg – wieder ins Boot geholt.

25 Konfirmierte und Konfirmanden aus Friedberg mit neun Jugendleitern und der organisationsfreudigen Mutter als Leiterin stießen nun im Zug nach Wittenberg auf 15 Nürnberger Konfirmierte mit ihren Leitern Pfarrerin Alexandra Dreher und Pfarrer Matthias Dreher samt Jugendleiter-Tochter. Die 53 „Fried-Nürnberger“, wie sich die Gruppe unter Drehers Leitung fortan nannte, sollten am ersten von elf fünftägigen KonfiCamps in Wittenberg teilnehmen. Jeweils mittwochs bis sonntags werden hier bis September elf deutsche KonfiCamps, gefolgt von drei internationalen Camps in Wittenberg stattfinden. Wöchentlich werden bis zu 1500 Teilnehmer leben.

Workshops, Disco, Galabend: Das Konfi-Camp sorgt für Abwechslung

Das ursprüngliche Konzept des KonfiCamps wurde in Augsburg entwickelt. Nach vierjähriger Vorbereitung steht in Wittenberg eine Zeltstadt. Sie besteht aus 16 Zeltdörfern mit diversen Wohn- und Gemeinschaftszelten. Auch inhaltlich ist das Camp vorbereitet: An den drei Vormittagen werden die Themen Identität, Vertrauen sowie Handeln bearbeitet. Am Nachmittag stehen Workshops sowie freie Angebote zur Wahl. Die Jugendlichen aus allen Gemeinden treffen hier aufeinander.

An einem der drei Camptage besucht jede Gruppe Wittenberg. Abends gibt es wieder Programm für alle: KonfiCamp-Party, Galaabend und Disco im Großzelt, die Luther-Verschwörung auf dem Camp-Gelände.

Als Tagesabschluss werden die Nachtkirche und eine gemeinsame Abendandacht angeboten. Die Fried-Nürnberger ließen die Abende jedoch lieber mit Liedern und einer Andacht in der eigenen Gruppe ausklingen, wobei Pfarrerin Alexandra Dreher oder Pfarrer Matthias Dreher die Gelegenheit nutzten, den Bezug des Tagesthemas zu Luther herzustellen.

Die Fried-Nürnberg-Kooperation war ein Erfolg. Den Konfis wurde in den Tagen die Rechtfertigungslehre Luthers altersgerecht und lebensnah nähergebracht. Sie wuchsen als Gruppe zusammen, hatten viel Spaß miteinander und tauschen sich auch nach dem Camp noch in ihrer WhatsApp-Gruppe aus. So kam es doch noch so schön, wie Pfarrerin Dreher es sich ausgedacht hatte. Und für weitere Fried-Nürnberger Kooperationen werden schon Pläne geschmiedet, so die Pfarrerin.

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