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Aichach-Friedberg

15.01.2019

Wird die Gelbe Tonne zu selten geleert?

Seit Anfang des Jahres leert die Fimra Kühl die Gelben Tonnen im Wittelsbacher Land. Den Anfang machten die Gemeinden Affing und Todtenweis im Landkreis-Norden.
Foto: Sebastian Richly

Nach der Einführung des Holsystems diskutieren unsere Leser online. Viele äußern einen ganz bestimmten  Änderungswunsch.

Für die neuen Gelben Tonnen sind die Zeiten Wartens endgültig vorbei: Seit Beginn des Jahres werden die neuen Behälter geleert – im Abstand von vier Wochen. In den sozialen Medien diskutierten unsere Leser, ob das ausreicht.

Die Mehrheit der Nutzer fordert auf Facebook, die Gelbe Tonne alle zwei Wochen zu leeren. Eine Leserin schreibt zum Beispiel: „Unsere ist jetzt schon voll und wir müssen noch eine Woche warten bis zur Leerung.“ In zwei weiteren Kommentaren liefern die Verfasser auch eine Begründung für die überfüllten Behälter: Tierfutterdosen nehmen in den Tonnen erheblichen Platz weg. Thoralf Dobs aus Dasing-Heimat rechnet vor: „Unser mittelgroßer Hund bekommt zwei Dosen am Tag, macht allein schon 56 Dose im Leerungszyklus.“ Eine weitere Leserin ergänzt: „Wir sind vier Personen und zwei Katzen (Dosenfutter). Da fällt schon was an.“

Daniela Hermle-Pertolli aus Mering findet auch, dass der Behälter alle zwei Wochen geleert werden sollte. In ihrem Haushalt hat die Einführung des Holsystems für den Verpackungsmüll noch weitere Auswirkungen: Bei Hermle-Pertolli bleibt nun die Restmülltonne leer. Sie schreibt: „Man könnte locker die 60-Liter-Restmülltonne um die Hälfte verkleinern.“ Constanze Jaumann aus Friedberg sieht das ähnlich. Sie schlägt vor, den Restmüll in Zukunft nur noch alle vier Wochen abzuholen. Dem widerspricht aber Sandra Reichert aus Mering. Sie habe auch nur eine kleine Restmülltonne und ein „Windelkind“. Gerade im Sommer seien da vier Wochen zwischen den Leerungen zu lang. In Sachen Gelbe Tonne ist sie zuversichtlich: „Ich finde es klasse, die zu haben. Und ich denke, wir kommen gut hin“, so Reichert.

Eine zusätzliche Gelbe Tonne bei der Firma Kühl beantragen

Eine weitere Nutzerin bringt noch einen anderen Aspekt ein. Sie schreibt: „Wie wäre es weniger Plastik zu kaufen? Beim Einkaufen auf die Verpackung achten? Das geht und die gelbe Tonne genügt ganz locker.“

Übrigens: Wem die Gelbe Tonne dauerhaft nicht ausreicht, der kann einen weiteren Behälter beantragen. Alternativ können Anwohner auch handelsübliche transparente Plastiksäcke mit bis zu 90 Litern Fassungsvermögen befüllen und neben die Gelbe Tonne stellen. Die Müllwerker nehmen diese bei der Leerung mit. Die Firma Kühl ist die Betreiberin des Holsystems. Wichtig ist dem Unternehmen zufolge, dass der Sack tatsächlich durchsichtig ist. Bei Fragen und Änderungswünschen können sich Anwohner direkt an Kühl wenden:

  • Telefon unter 0800/4020040 (gebührenfrei)
  • Fax unter 0821/749042437
  • E-Mail an aic.gelbetonne@kuehl-gruppe.de.

Lesen Sie hier alles, was Sie rund um die neue Gelbe Tonne wissen müssen: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Gelben Tonne

Einen Kommentar zum Thema finden Sie hier: Müll in Aichach-Friedberg: 240 Liter reichen für die Gelbe Tonne


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Die Diskussion ist geschlossen.

18.01.2019

Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Menschen die Problematik des Plastikmülls ignorieren. Gerade aktuell berichten viele Medien von der zunehmenden Belastung durch den Verpackungsmüll und die dramatischen Folgen. Trotzdem beschweren sich Menschen darüber dass die gelbe Tonne, die genau diesen Müll aufnimmt, zu selten geleert würde. Ich hoffe, dass die Politiker vernünftig genug sind, unsere Steuergelder nicht in eine häufigere Leerung, sondern in Aufklärung zu stecken. Jeder einzelne kann einen Beitrag leisten. Wer das Problem ignoriert und weitermacht wie bisher, sollte sich mal Gedanken darüber machen, was eine Demokratie ausmacht, nämlich mündige Bürger, die auch für die nächste Generation Verantwortung tragen.

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19.01.2019

Ergänzung: Natürlich wird die gelbe Tonne nicht mit Steuergeldern finanziert, jedoch werden dennoch für die politische Diskussion, Verwaltung und Organisation öffentliche Gelder verwendet und - meines Wissens - nicht abgerechnet. Dennoch ist es treffender, von Ressourcenverschwendung zu sprechen, die Steuergelder sind dabei eher nebensächlich; was wiederum nichts daran ändert, dass genau diese für Aufklärung und Unterstützung der Bürger bei VERMEIDUNG von Verpackungsmüll eingesetzt werden sollten.

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