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Soziales

09.11.2019

Wo Familien Hilfe erhalten

Das Kreisjugendamt baut einen Stützpunkt für Eltern und Kinder in Friedberg auf

Wer Rat und Hilfe in Erziehungsfragen sucht, muss meist Hemmschwellen überwinden und weite Wege zurücklegen. Das Kreisjugendamt Aichach-Friedberg hat darum ein neues Konzept entwickelt, mit dem die Unterstützung näher zu den Menschen kommt: Voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 nimmt darum ein Familienstützpunkt in Friedberg seine Arbeit auf. Auch Eltern aus Dasing, Adelzhausen und Eurasburg finden hier wohnortnahe Begleitung.

Ziele und Vorgehensweise stellte Bernd Rickmann, der Leiter des Kreisjugendamtes, im Friedberger Sozialausschuss vor. Die Familienstützpunkte sollen Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken und frühzeitig die Entwicklung und ein gesundes Aufwachsen der Kinder ermöglichen. In den Stützpunkten können Eltern unterschiedliche Beratungsangebote in Anspruch nehmen und sich untereinander vernetzen.

Zu Beginn des vom Freistaat geförderten Projekts waren im gesamten Wittelsbacher Land Eltern nach ihren Bedürfnissen befragt worden. Wichtige Themen waren dabei Pubertät und Mediennutzung. Aber die Mütter und Väter haben auch Interesse an Ernährung und Gesundheit oder der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie wünschen sich Veranstaltungen in Einrichtungen, die bekannt und gut zu erreichen sind.

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Insgesamt sollen vier Stützpunkte im Kreis eröffnet werden – in Kissing gibt es bereits einen unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses Casa Cambio, als Nächstes folgen Anlaufstellen in Pöttmes, Aichach und Friedberg. Hier wurde das neue Begegnungszentrum der Pfarrei St. Jakob, das Divano, als Standort gewählt. Träger des Stützpunktes ist der Kinderheimverein, der hauptamtliches pädagogisches Personal zur Verfügung stellt.

Die Familien sollen nicht das Gefühl haben, dass sie sich an eine Behörde wenden. Bei einer Tasse Kaffee können Eltern ungezwungen mit Fachleuten – beispielsweise der Schwangerschaftsberatung – in Kontakt kommen. Alteingesessene Einwohner können Neubürgern Tipps geben, was Vereine am Ort anbieten oder welche Anlaufstellen es gibt.

Aber nicht nur die Familien selbst stehen im Fokus des Angebots, sondern auch das pädagogische Personal. Unter dem Dach des Familienstützpunktes sollen die verschiedenen Einrichtungen in Beziehung zueinander treten. Ein wichtiger Bestandteil sind auch Fortbildungsangebote für die Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten.

Das Konzept stieß im Sozialausschuss des Stadtrats auf einhellige Zustimmung. „Ich kann die Unterstützung der Stadt zusichern“, sagte 2. Bürgermeister Richard Scharold, der die Sitzung leitete. (gth)

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