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Wo bleiben unsere Abgeordneten?

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Kommentar Von Thomas Goßner
06.06.2019

Die Berliner Gesundheitspolitik gefährdet den Bestand der Kreiskrankenhäuser von Aichach-Friedberg.

Deutschland hat im internationalen Vergleich zu viele Krankenhäuser. Das stellte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dieser Tage in einem Interview mit unserer Zeitung fest. Gerade für kleinere Kliniken rechnet er mit dem Aus und verbindet seine Prognose mit der Aussage, dass dies ein Vorteil für die Patienten sein werde. Man reibt sich die Augen und fragt sich, in welcher Blase manche Politiker leben.

Anders als von den Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis war in der ganzen Diskussion um den Fortbestand der Geburtshilfe im Wittelsbacher Land von den hiesigen Bundestagsabgeordneten wenig zu hören. Gewiss – sie sind Verkehrspolitiker wie Ulrich Lange oder kümmern sich um die Verbreitung künstlicher Intelligenz wie Hansjörg Durz. Das entbindet sie aber nicht von der Pflicht, sich auch um andere Problemfelder in ihren Stimmkreisen zu kümmern.

Die eher akademische Analyse von Universitätsprofessor Lauterbach verkennt zudem Ursache und Wirkung: Die Gesundheitspolitik sorgt regelmäßig – siehe Geburtshilfe – für eine chronische Unterfinanzierung der Krankenhäuser. Ihnen dann auch noch Qualitätsdefizite vorzuwerfen, ist eine Ohrfeige für das Personal und die Politik vor Ort.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht Klinken an der Paar droht der finanzielle Kollaps

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07.06.2019

Weiß dieser "Experte" tatsächlich von was er spricht?

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