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Gaudi und Spannung in Hörmannsberg

23.06.2015

Wo die Schwerkraft für hohes Tempo sorgt

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4 Bilder
Pokerface aufgesetzt und losgeht’s: In Hörmannsberg hat das Bobbycar-Rennen jedes Jahr mehr Zulauf.
Bild: Anton Schlickenrieder

Beim Bobbycar-Rennen im Rieder Ortsteil steigt Jahr für Jahr die Teilnehmerzahl. Lokalmatador Andreas Leberle setzt sich erneut durch. 

Bobbycar und Rennstall: Zwei Begriffe, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Außer im kleinen Dorf Hörmannsberg, wo sie inzwischen zum geläufigen Vokabular gehören. Zum dritten Mal fand dort das Bobbycar-Rennen der Feuerwehr statt. Und selbst die jüngsten Piloten brettern dort so abgebrüht die Piste runter, als würden sie den ganzen lieben langen Tag nichts anderes tun. Konkurrenten wird gerne mal der Fahrweg verstellt, wenn sie von hinten doch noch zum Überholmanöver ansetzen. Die Gummibereifung, die eine sichere Straßenlage und eine leise Fahrt verspricht, wird abgezogen, wenn die Gegner stärker werden. Dann wird auf möglichst hartem Plastik – und nebenbei wesentlich lauter – abwärts gebrettert.

Basis ist der Fahrradweg an der Ortsausfahrt Hörmannsberg Richtung Mering, der sich in eine rasante Rennstrecke verwandelt. Besonders die Kinder sind jedes Jahr stärker begeistert dabei, um in der Rennklasse „Klassik unter 16 Jahre“ auf den kleinen fahrbaren Untersätzen gegeneinander anzutreten. Fast kommen die Organisatoren ins Schnaufen, so groß ist die Teilnehmerzahl heuer. Aber der Wettkampfmodus, dass nur der Sieger ins nächste Rennen darf, reduziert das Feld rasend schnell.

Siegerin in der Klassiker-Klasse war heuer Verena Dosch, gefolgt von Elisabeth Steinhart und Justin Sedlmeyr. Noch rasanter war die Klasse „Modifiziert bis 16 Jahre“. Jegliche Veränderung des Originalfahrzeugs mit Ausnahme der Verlängerung der Lenkstange fällt darunter, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Hörmannsberger Feuerwehr, Hubert Steinhart, der Erfinder des Hörmannsberger Bobbycar-Rennens.

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In diesem rasantesten aller Felder konnte sich Lokalmatador Andreas Leberle zum dritten Mal durchsetzen. „Nachdem das Training beim Rennstall Leberle nicht gut gelaufen sei, hat dieser kurzfristig noch schmalere Reifen montiert“, erzählt Hubert Dosch, der für seinen Sohn Kilian ein Bobbycar mit kugelgelagerten Longboard Reifen und einem Rammschutz ausgestattet hatte. Die breiteren Skater-Rollen waren da am Ende unterlegen.

Die Rennen „Klassik ab 16 Jahre“ gewann Sascha Beyer, „Modifiziert ab 16 Jahre“ Lorenz Menhart. Abschließend gab es noch ein Tonnenrennen. Dabei handelt es sich um Mülltonnen, welche mit Rädern und einem Autolenkrad ausgestattet sind. Gewonnen wurde dieses von Elias Köhler vor Marcel Kregler und Helena Steinhart. „Zweieinhalb Stunden haben wir für die insgesamt 67 Starter benötigt“, freut sich Rennleiter Carsten Weber, der zusammen mit dem Moderator Thomas Dosch die verschiedenen Rennen in den zwei Altersklassen betreute. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hörmannsberg, Werner Sanktjohanser, der die Veranstaltung von seinem Vorgänger Steinhart übernommen hat, durfte, obwohl es immer mal wieder zu regnen drohte, circa 250 Teilnehmer und Besucher am Feuerwehrhaus begrüßen. Der Spaß stehe hier im Vordergrund, erklärt Sanktjohanser: „Wichtig ist, dass nichts passiert. Mal fahren zwei zusammen oder jemand fährt in die zum Schutz aufgestellten Heuballen, danach geht’s aber weiter.“ Dennoch sei Schutzkleidung, insbesondere ein Helm, Pflicht.

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