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Stadtrat

01.03.2011

Wochenmarkt bleibt am Marienplatz

Auch wenn sich einige Stadtratsmitglieder für eine Rückverlegung in die Jungbräustraße ausgesprochen haben, bleibt der Friedberger Wochenmarkt doch auf dem Marienplatz.
Bild: Foto: A. Schmidt

Keine Mehrheit für Scharold-Antrag zur Zurückverlegung in die Jungbräustraße

Friedberg Es waren doch erstaunlich viele im Friedberger Stadtrat, die in Sachen Wochenmarkt-Standort die Zeit zurückzudrehen wollten. Etwa ein Dutzend Hände – vor allem, aber nicht nur aus der CSU-Fraktion – erhoben sich für eine Verlegung in die Jungbräustraße. Eine gar nicht so deutliche Mehrheit von 17 Ratsmitglieder lehnte aber den Antrag von Richard Scharold (CSU) ab. Damit bleibt der freitägliche Wochenmarkt auf dem Marienplatz. Dorthin war er 2002 aus der Jungbräustraße verlegt worden.

Seinen Antrag begründete Richard Scharold vor allem mit der Parkplatzsituation. Diese werde sich eher verschärfen, sagte der CSU-Stadtrat voraus. Der Freitag, an dem der Wochenmarkt stattfindet, sei ein stark frequentierter Tag. In der Jungbräustraße gingen weniger Stellplätze verloren als am Marienplatz. Zudem sei der derzeitige Standort im Winter schwieriger schnee- und eisfrei zu halten. Dass das Thema wieder auf die Tagesordnung des Stadtrats gehievt wurde, war eine Überraschung. Ein paar Bürger hätten ihn wegen der Rückverlegung angesprochen, erklärte Scharold seine Initiative.

Darüber war Bürgermeister Peter Bergmair gar nicht glücklich. Er bat „eindringlich“ darum, dem Antrag nicht zuzustimmen. „Der Wochenmarkt gehört auf den Marienplatz“, sagte Bergmair. Den Stadträtinnen der Grünen waren keine Änderungswünsche in Sachen Wochenmarkt-Standort bekannt. Sie erinnerten daran, dass die Verlegung auf den Marienplatz auf Anregungen aus dem Offenen Planungskonzept zurückgeht. Es sei wichtig, den Marienplatz einmal in der Woche zu etwas anderem zu nutzen als als Auto-Abstellplatz.

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Das Drumherum ist wichtig

Es gehe auch um das Markt-Flair, betonte Franz Reißner (SPD). Ihm ist das ganze Drumherum wichtig, wie die Brautpaare, die Eisdiele und das Gasthaus mit Freiluftbewirtung. Reißner stellte die Frage in den Raum, wie kann man den Wochenmarkt am bisherigen Standort besser machen. Er schlug Aktionstage vor beispielsweise zu Themen wie Spargel, Kartoffeln, Erdbeeren und Kürbis. Eventuell könnte sich Reißner auch wöchentlich zwei Markttage vorstellen. Als möglicher zusätzlicher Markttag war der Samstag im Gespräch. Dafür müsste man aber nach Auskunft des Friedberger Bürgerbüroleiters Hans-Jürgen Trinkl vermutlich teilweise auf andere Fieranten zurückgreifen als am Freitag. Viele von der Stammbesetzung verkaufen am Samstag woanders.

Als Ansprechpartner der Fieranten geht Trinkl auch davon aus, dass der Großteil der Wochenmarkt-Beschicker nicht in die Jungbräustraße zurückgewollt hätte. Dies wäre schwierig umzusetzen gewesen. Die Marktkaufleute haben sich auf die großzügigeren Platzverhältnisse auf dem Marienplatz eingestellt. So verfügen sie mittlerweile teilweise über größere Verkaufswagen und -stände. Es wäre schwierig geworden, sie zwischen den Bäumen und Kandelabern in der Jungbräustraße unterzubringen, sagt Hans-Jürgen Trinkl.

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