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Wohnraum wird zum Kraftakt im Kreis Aichach-Friedberg

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Kommentar Von Ute Krogull
03.09.2019

Grundstückspreise und Baukosten im Landkreis Aichach-Friedberg explodieren. Was tun?

Schaut man auf der Karte des Instituts der deutschen Wirtschaft nach, traut man seinen Augen nicht. Demzufolge herrscht im Wittelsbacher Land geradezu ein Überangebot an Wohnungen. Der Bedarf sei zu 116 Prozent gedeckt, da in zwei Jahren 653 Wohnungen gebaut worden seien, während der Bedarf bei 562 Wohnungen liege. Die Realität vieler Menschen im Landkreis sieht leider anders aus als die Statistik. Vor allem Familien mit mehreren Kindern profitieren von den oben genannten Zahlen nicht.

Der enorme Druck, der praktisch aus allen Richtungen durch Zugzügler aus den Räumen München, Augsburg und Ingolstadt entsteht, ist da wohl nicht berücksichtigt. Ebenso wenig, dass mancher zwar das Objekt seiner (Wohn-)Träume findet, dieses aber nicht zu seinem Geldbeutel passt. Es ist ein Kraftakt aller nötig, Wohnraum in der Region bezahlbar zu machen.

In der Verantwortung stehen Kommunen mit geförderten Projekten, Planer mit Ideen für Verdichtung, die Nachbarn und Bewohner akzeptieren, Eigentümer, die sich überlegen sollten, welchen Preis sie selber zahlen würden, und auch Mieter bzw. Käufer. Denn die seit Jahrzehnten wachsenden Wohnflächen pro Kopf passen mit explodierenden Grundstücks- und Baupreisen nicht mehr zusammen.

Lesen Sie auch: Die Grundstückspreise schnellen in die Höhe

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