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Zugunglück Aichach

08.05.2018

Zugunglück Aichach: Es war menschliches Versagen

Zugunglück in Aichach
Bild: Matthias Balk

Das Polizeipräsidium hat eine neue Mitteilung über das Zugunglück in Aichach herausgegeben. Offenbar war der Fahrdienstleiter schuld an dem Unfall, bei dem zwei Menschen starben.

Am Montag gegen 21.15 Uhr war ein Personenzug auf der Strecke von Augsburg in Richtung Ingolstadt unterwegs. Wenige hundert Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof Aichach kollidierte der Zug der Bayerischen Regiobahn frontal mit der Lok eines stehenden Güterzugs. Der Lokführer des Personenzugs und eine Passagierin wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlagen. Außerdem wurden - nach bisherigem Erkenntnisstand - eine Person schwer, zwei Personen mittelschwer, sowie elf Personen leicht verletzt. Dabei handelte es sich ebenfalls um Fahrgäste der Regiobahn. Der Lokführer des Güterzugs war äußerlich zunächst unverletzt.

 Zahlreiche Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei sorgten für eine schnellstmögliche Versorgung der Verletzten, die in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. Angehörige und Betroffene wurden zeitnah im Umfeld des Bahnhofs betreut. Die Kripo Augsburg hat noch in der Nacht die Ermittlungen an der Unfallstelle aufgenommen.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Aussage zur Ursache getätigt werden. Auch ist noch nicht abzusehen, wie lange die veranlasste Sperrung der Bahnstrecke in diesem Bereich aufrechterhalten werden muss. Die Schadenshöhe kann ebenfalls noch nicht beziffert werden.“ Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen ist.

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Der 24-jährigen Fahrdienstleiter wurde wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung des 37-jährigen Lokführers sowie der 73-jährigen Passagierin vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüft aktuell, ob ein Haftbefehl beim Amtsgericht Augsburg - Ermittlungsrichter - beantragt wird. Der zuständige Abteilungsleiter der Staatsanwaltschaft 2 / 2 Augsburg hat sich hierzu vor Ort begeben, um einen persönlichen Eindruck von den Ereignissen zu gewinnen. Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Augsburg zum Unfallhergang dauern an. So wird im Laufe des Vormittags ein Gutachter die Unfallfallstelle in Augenschein nehmen.

 Unmittelbar nach der Kollision entfernten sich etwa 15 Passagiere der Regiobahn, noch bevor Einsatzkräfte deren Personalien erheben konnten. Die Kriminalpolizei bittet diese Fahrgäste nun dringend darum, sich unter Tel. 0821/323-3810 (24 Stunden erreichbar) zu melden. Markus Trieb Polizeikommissar

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