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Eisstockschießen

10.10.2017

Zwei Kissinger lassen aufhorchen

Da kommt Freude auf: Der EC Gerabach holte beim Spöckner-Cup in Regen den dritten Platz – auch dank der tollen Leistung der beiden Kissinger Florian und Volker Eglauer. Unser Bild zeigt von links Günther Mayer, Karl-Heinz Schießl, Florian und Volker Eglauer.
Bild: Eglauer

Florian und Volker Eglauer feiern in Niederbayern mit dem EC Gerabach einen bemerkenswerten Erfolg gegen den amtierenden Champions-League-Sieger.

Regen, das Mekka des Eisstocksportes in Deutschland, war zum sechsten Mal Ausrichter des Spöckner-Cups – eines sehr stark besetzten Turniers. Neben vielen Teams aus der deutschen Bundesliga und der österreichischen Staatsliga ging auch der frisch gebackene Champions-League-Sieger „Jimmy Wien“ an den Start. Diese Mannschaft hatte den Titel erst vor gut einer Woche gewinnen können. Die beiden Kissinger Eisstockschützen Florian und Volker Eglauer starteten im Team des EC Gerabach.

Gleich im zweiten Gruppenspiel kam es zum mit Spannung erwarteten Duell der Kissinger mit dem europäischen Spitzenteam aus Wien. Florian und Volker Eglauer gingen zusammen mit ihren Teamkollegen Günther Mayer und Karl-Heinz Schießl – der mit den Eglauers auch schon einmal in Augsburg zusammenspielte – sehr konzentriert, treffsicher und aufmerksam in diese Begegnung. Der Bundesligist ließ nichts anbrennen, hatte den Champions-League-Sieger aus Wien voll im Griff und siegte vor gut 250 Zuschauern mit 16:12.

Die Eisstockschützen aus Kissing lieferten den ganzen Tag über eine Top-Leistung ab und wurden so bald zu den Favoriten auf den Gruppensieg erklärt. Nach sieben anstrengenden Stunden hatten sich Florian und Volker Eglauer und ihre Mitstreiter erfolgreich durch dasd Gruppenfeld „gepflügt“ und lagen mit 24:4 Punkten gleichauf mit den Wienern an der Spitze. Der Champions-League-Sieger aus Österreich wies aber die bessere Stocknote auf und so beendete der EC Gerabach mit den beiden Kissingern im Team die Gruppenphase auf dem zweiten Platz.

Somit durften die Kissinger gegen den anderen Gruppenzweiten, Rinchnach, um den dritten Turnierplatz spielen. In einer überaus spannenden Partie stand es nach sechs Kehren 9:9-Unentschieden – bis dahin hatte sich kein Team einen Fehlversuch geleistet. Erst in der Verlängerung patzten die Rinchnacher dann einmal, Gerabach siegte mit 15:9 und durfte als Dritter aufs Siegerpodest. Von 32 möglichen Treffern hatte da Team um die beiden Eglauer 31 erzielt – eine bemerkenswerte Leistung.

Florian Eglauer hatte die Position als Moar inne, sein Vater Volker die des Angreifers. „Das gesamte Team spielte einfach wie aus einem Guss“, freute sich der 20 Jahre alte Florian Eglauer. „Es ist für mich eine ganz besondere Erfahrung so kompakt mit der Vereinsmannschaft zu spielen. Die Schinderei im Sommer hat sich also gelohnt“, meinte Florian Eglauer. Vater Volker war angetan von der Entwicklung seines Sohnes. „Florian hat eine körperliche Entwicklung genommen, die sehr beeindruckend ist“, meinte er.

Den Spöckner-Cup holte sich letztlich der Topfavorit Jimmy Wien, der sich im Finale gegen den EC Saßbach durchsetzte.

Den Kissinger Eisstockschützen ist der Auftakt in die Saison also gelungen. In zwei Wochen starten die beiden Kissinger in Waldkirchen beim Deutschen Pokal, wo sie ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen möchten. „Es wird sehr schwer werden, da unter den 17 teilnehmenden Mannschaft zehn bayerische Teams aus der Bundesliga an den Start gehen. Aufgrund des neuen Modus’ – Jeder gegen Jeden – wird es auch auch eine Frage der Kondition werden. Dieser Wettbewerb wird wohl acht bis neun Stunden dauern. Dieses Ding wieder zu gewinnen, wird sehr schwer werden, aber es ist machbar,“ meinte Florian Eglauer mit einem verschmitzten Lächeln.

Zuvor gibt es noch ein Freundschaftsturnier in Dingolfing, in dem es gilt, sich den Feinschliff zu besorgen. Dann sind die beiden Kissinger mit ihrem Team wohl gut vorbereitet für die anstehenden Aufgaben.

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