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16.06.2009

Zwei große Photovoltaikanlagen kommen nach Egling

Egling Egling will in Zukunft 1,5 Prozent seines Gemeindegebiets, das sind 30 Hektar, für Freiflächenphotovoltaikanlagen zur Verfügung stellen. Das ist ein Ergebnis einer Sondersitzung des Gemeinderats ausschließlich zu diesem Thema, bei dem die Plätze für die Zuschauer und -hörer kaum ausreichten. Dem Gemeinderat lagen bereits mehrere Anträge Eglinger Bürger zur Errichtung von Freiflächenphotovoltaikanlagen sowie Bauvoranfragen in dieser Angelegenheit vor.

Gemeinde soll eine klare Linie verfolgen

Zunächst erteilte Bürgermeister Leonhard Wörl an Gemeinderat Martin Wölzmüller (Wählergemeinschaft Heinrichshofen - WH) das Wort. Dieser forderte unter anderem, dass die Gemeinde in der Sache vor allem eine klare Linie bei der Ausweisung des Sondergebiets verfolgen müsse. Die Gemeinde solle nicht unbeschränkt Flächen für solche Anlagen ausweisen, forderte Martin Wölzmüller weiter, es sei nämlich nicht einzusehen, dass man zum Beispiel in Egling die doppelte Strommenge produziere, als hier selbst verbraucht werde.

Emotional geführte Debatte

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Bürgermeister Wörl schlug danach vor, rund 1,5 Prozent der Fläche und somit ca. 30 Hektar als Sondergebiet festzulegen. Nach eingehender und teilweise emotional geführter Debatte im Gremium wurde das so mit 11:2 Stimmen beschlossen. Mit drei Gegenstimmen entschied sich der Gemeinderat anschließend dafür, zwei Sondergebiete mit jeweils ca. 15 Hektar Fläche auszuweisen. In jedem Fall sollen die Anlagen im Paartal, aber auch die Nähe der Hauptverkehrsachsen sowie im "Dünzelbachgebiet" erlaubt werden. Außerdem dürften nur Eigeninvestoren aus dem Gemeindegebiet solche Anlagen errichten und betreiben.

Damit konnte der Gemeinderat in der Folge dem gemeinsamen Antrag dreier Eglinger Bürger und mehrerer heimischen Investoren auf Errichtung einer Photovoltaikanlage auf deren Grundstücken in Egling-Wolfsgrube mit 8:3 Stimmen entsprechen. Somit sei dieses Gebiet mit einer benötigten Fläche von 14 Hektar größenmäßig bereits weitgehend "ausgereizt", erklärte Wörl abschließend.

Jetzt werde auch sofort das zweite Sondergebiet benötigt, erklärte der Bürgermeister. Dem vorliegenden Antrag zweier Eglinger Bürger, im Bereich "Schmiechener Acker" eine Freiflächenphotovoltaikanlage mit einer Bedarfsfläche von 10,5 Hektar errichten zu wollen, entsprach der Gemeinderat schließlich mit 11:2 Stimmen.

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