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Zwiespältiger Blick auf die Natur

Kommentar Von Erich Wandschneider
30.06.2020

Von Zecken bis Eichenprozessionsspinner: Müssen wir im Wittelsbacher Land Angst vor der Natur haben?

Zeitenbrüche gibt es immer wieder und auch wir können sagen, dass wir Zeugen eines Bewusstseins-Umbruchs sind: Die Natur, seit Jahrzehnten als Hort aller guten Dinge gepriesen, beginnt im Bewusstsein der Menschen teilweise wieder andere Umrisse anzunehmen. Eichenprozessionsspinner, aber auch Zecken sind die Auslöser.

Zweifel und Ängste tauchen auf: Wer hätte gedacht, dass die Natur nicht nur im Amazonas-Urwald, sondern auch an Paar und Lech gefährlich sein kann? Aber: Ist das tatsächlich so? Der Eichenprozessionsspinner und seine giftigen Härchen – das ist nur die neueste Warnung in einer immer längeren Litanei von Schrecken. Wir erfahren von der giftigen Thujahecke und von Zecken, die Gehirnhautentzündung übertragen, von Wespen, deren Stich zu Allergie-Schocks führen können und von Pilzgiften, die einem das Schmausen vergällen.

Müssen wir im Wittelsbacher Land Angst vor der Natur haben?

Wohlgemerkt: Die Natur hat sich nicht geändert, sondern unser Blick unterliegt stetigem Wandel. Wer legt sich heute noch zum Ausruhen in eine blühende Wiese im Wittelsbacher Land? Der Gedanken an die Zecken verbietet das? Dennoch: Man wird sich hüten müssen, aus Sorge um die Gesundheit in die frühere trotzige Natur-Feindschaft zurückzufallen, als jede Brücke, jede Straße, jedes Herbizid als Sieg des Menschen über eine feindliche Umwelt gefeiert wurde.

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Lesen Sie auch den Bericht: Giftige Raupen sind weiter auf dem Vormarsch

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