Auch nach vier Tagen läuft bei der Polizeiinspektion die Suche nach Marianne Morenweiser-Heidler auf Hochtouren. Wie Karl Schreiner, Leiter der Polizeiinspektion Friedberg informiert, wird die 76-jährige Frau aus Friedberg seit Freitag, 5. Juni, vermisst. Zuletzt wurde sie an ihrer Wohnadresse in der Ekherstraße in Friedberg gesehen. Die Vermisste könnte zeitlich und räumlich nicht orientiert sein. „Am Dienstag ist bei uns eine Reiterstaffel der Polizei da, die ebenfalls nach Frau Morenweiser-Heidler suchen wird“, sagt Schreiner.
Großangelegte Suchaktion rund um Friedberg nach der vermissten Frau
In den vergangenen Tagen kreiste mehrfach der Polizeihubschrauber über das Gebiet von Friedberg. Zudem waren Beamte zu Fuß, mit dem Fahrrad und mehrere Polizeistreifen unterwegs. „Wir tun unser Möglichstes, um die Vermisste zu finden“, sagt Schreiner. Auch Personensuchhunde waren im Einsatz. „Einmal hat ein Hund angeschlagen, aber leider konnten wir niemanden finden“, erklärt der PI-Leiter. Die Vermisste ist etwa 1,60 Meter groß, hat eine kräftige Statur und graues Haar. Sie trug vermutlich eine lange Hose, ein Langarmshirt und eine ärmellose Weste.
„Bislang ergaben auch Zeugenhinweise keine weiteren Erfolge“, so Schreiner. Bei einer Vermisstensuche gehe man systematisch vor. „Wir durchsuchen zuerst das nähere Wohnumfeld, die bekannten Orte, wo die Person sich gerne aufgehalten hat.“ Das können, so Schreiner, beliebte Treffpunkte oder auch der Friedhof sein. Zudem wurden Feldwege, Waldgebiete, das Gebiet um den Afrasee, den Friedberger See und der Bahndamm abgesucht. „Da es sich um ein recht großes und unübersichtliches Areal handelt, gestaltet sich die Suche nach Frau Morenweiser-Heidler sehr aufwendig“, so Schreiner. Am Dienstag setzt er noch die Hoffnung auf die berittene Polizei, die mit vier Pferden vor Ort ist. „Wir sind sehr froh, dass wir auf die Beamten und ihre Pferde zurückgreifen können.“ Er und sein Team geben die Hoffnung nicht auf, die Frau wohlbehalten zu finden. Die Polizei stehe in engem Kontakt mit den Angehörigen der Vermissten.
Das rät Karl Schreiner von der Polizei in Friedberg
Karl Schreiner rät Angehörigen von dementen oder chronisch kranken, älteren Menschen, einen Notfallpass auf dem Mobiltelefon zu installieren. „Falls die älteren Menschen ein Handy mit sich führen, ist das eine große Hilfe für die Rettungskräfte.“ Dieser Notfallpass ist ohne Face-ID oder PIN für die Retter einsehbar. Hier kann man neben einem Notfallkontakt auch Angaben zur Wohnadresse oder benötigten Medikamenten machen.
Zeugen, die Hinweise zum Verbleib der Vermissten haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Friedberg unter der Telefonnummer 0821/323-1710 oder beim Polizeinotruf unter der 110 zu melden.
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