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  3. Friedberg: Digitaltag am Gymnasium: So geht man mit Cybermobbing um

Friedberg
09.02.2024

Digitaltag am Gymnasium: So geht man mit Cybermobbing um

Digitalcoach Daniel Wolff hält einen Vortrag zum Thema Cybermobbing vor fünf siebten Klassen des Gymnasium Friedberg.
Foto: Matthias Egger

Hass, Nacktfotos, Fake-Profile: Ein Digitalcoach klärt Schüler am Friedberger Gymnasium über Cybermobbing auf und gibt Tipps – denn Verantwortung tragen meist die Eltern.

Beleidigungen und Ausgrenzung bis zum Suizid: Dass Cybermobbing vor allem ein Problem bei Kindern und Jugendlichen ist, ist bekannt. Trotzdem bleiben viele Fälle unentdeckt, weil es Betroffenen schwerfällt, sich jemandem anzuvertrauen. Das Gymnasium Friedberg hat zu dem Thema am Donnerstag einen Digitaltag veranstaltet. Vormittags bekamen die Schülerinnen und Schüler der fünften, siebten und neunten Klassen einen interaktiven Vortrag, am Abend konnten sich Eltern bei einer Infoveranstaltung informieren. Dabei fiel auf, dass den meisten die Gesetzeslage nicht bewusst war.

Die Aufmerksamkeit der rund 110 Schüler der siebten Klassen hatte der Digitaltrainer spätestens dann, als er ein Video zeigte, in dem eine Mutter vom Suizid ihres Sohnes spricht. Die Geschichte des 13-jährigen Joel Horn aus dem Jahr 2012 wird als erster deutscher Todesfall wegen Cybermobbing gehandelt. Den Schülerinnen und Schülern der siebten Klassen verschlug die Ernsthaftigkeit des Themas die Sprache. Doch das Beispiel ist nur eines von vielen. Im Verlauf des Vortrags machte Wolff deutlich, wie verbreitet Mobbing durch Social Media ist. Und dass der Schaden bei Betroffenen oft unbemerkt bleibt.

Digitaltrainer klärt Schüler über die Gesetzeslage von Cybermobbing auf

Eigentlich jede Schulklasse habe eine interne WhatsApp-Gruppe, erklärte Wolff. Manchmal würden allein dadurch schon einzelne Schüler ausgegrenzt. "An einer Schule hieß die Gruppe dann 'Klasse 6a ohne die dicke Lilly'", beschrieb der Digitalcoach ein Beispiel. Auch auf Plattformen wie Instagram und TikTok finde Mobbing statt. Falsche Profile seien ein Thema und ebenso Accounts, bei denen heimlich aufgenommene Fotos und Videos von Lehrern gesammelt werden. Dass das gegen das Gesetz ist, kam für einige Schüler überraschend. Auch, dass Online-Beleidigungen eine Straftat sind, wussten die Schüler nicht. Wolff erzählte dann von einem Vorfall an einer anderen Schule, bei dem Jugendliche über die Toilettenwand einen 13-jährigen Mitschüler in der Kabine filmten. Die Friedberger Schülerinnen und Schüler tuschelten. Als in dem Zusammenhang das Wort Kinderpornografie fiel, waren alle sofort ruhig. 

Für mobbende Schüler sei ein Motiv Spaß. "Für Opfer von Cybermobbing ist die Situation jedoch alles andere als spaßig", verdeutlicht der Digitaltrainer. Er zeige die Fälle nicht nur, um Betroffene zu ermutigen, darüber zu reden, sondern auch, um die Täterperspektive zu präsentieren. Möglichen Mobbern solle klar werden, dass ihre Taten andere verletzten. "Mobber wollen sich über andere stellen und Macht ausüben", erklärte Wolff. Dabei sei gerade das ein Zeichen von Schwäche. Mitschülerinnen und Mitschüler, die mitbekommen, wenn jemand online erniedrigt werde, sollen dann aktiv werden und sich gegen Mobbing stellen. Das Mobbing im Internet sei deshalb besonders schlimm, weil die Hemmschwelle, jemanden zu erniedrigen, im Internet um ein Vielfaches geringer sei.

Digitaltrainer Wolff gibt Eltern Tipps gegen Cybermobbing

Damit bei Mobbing im Internet Betroffene schnell Hilfe bekommen, sei auch das Verständnis der Eltern entscheidend. Für Erziehungsberechtigte hat Daniel Wolff mehrere Tipps.

  • Gerade mit jüngeren Kindern im Grundschulalter sollten Eltern vereinbaren, dass sie in WhatsApp hineinschauen dürften. Sie sollten dem Kind dabei erklären, dass es dabei nicht um Kontrolle, sondern um dessen Schutz ginge. Das sollte nur im Beisein des Kindes passieren.
  • Eltern sollten verdeutlichen, dass ihr Kind bei Problemen immer zu ihnen kommen kann und dass sie ihnen deswegen das Smartphone nicht wegnehmen. Das schafft Vertrauen.
  • Laut dem Digitalcoach ist es ratsam, dass sich Eltern vorbereiten und informieren, welche Apps und Internetseiten für das Kind interessant, damit kein "blinder Fleck" entsteht.
  • Gleichzeitig ist es wichtig, dass Eltern im Ernstfall ihrem Kind mit bedingungsloser Unterstützung begegnen und keine Kritik äußern.
  • Ein Punkt, der Wolff besonders am Herzen liegt: Das meiste Cybermobbing findet nachts statt. Es gebe einen Grund, warum WhatsApp offiziell erst ab 16 Jahren sei. Deshalb sollten junge Menschen ihr Smartphone nicht mit ins Bett nehmen. "Allerdings klappt das erst dann wirklich gut, wenn sich auch die Eltern an die Regel halten", sagte der Digitalcoach.

Den Digitaltag mit Daniel Wolff richtete Schulleiterin Ute Multrus zum sechsten Mal am Gymnasium Friedberg aus. Die Schulung liege ihr am Herzen, deshalb setze sie jährlich alles daran, dass der Tag möglichst kostenlos für die Schüler erfolgen kann. Außerdem sei sie froh, dass an ihrer Schule bisher keine schlimmeren Fälle von Cybermobbing bekannt seien. "Aber ich weiß auch, dass es diese Probleme überall gibt", sagte die Rektorin. 

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