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Hiasl-Ausstellung in Friedberg: Mythos & Wahrheit

Friedberg

Am Samstag startet eine Hiasl-Ausstellung in der Friedberger Archivgalerie

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    Die lebensgroße Figur des bayerischen Hiasl empfing die Besucher in der Erlebniswelt. Nun eröffnet eine einmonatige Ausstellung über ihn in Friedberg.
    Die lebensgroße Figur des bayerischen Hiasl empfing die Besucher in der Erlebniswelt. Nun eröffnet eine einmonatige Ausstellung über ihn in Friedberg. Foto: Gönül Frey (Archivbild)

    Vom 13. Juli bis zum 11. August zeigt der „Historische Förderverein ‚Bayerischer Hiasl‘, Kissing“ erstmals seit der Schließung der „Hiasl-Erlebniswelt“ auf Gut Mergenthau wieder eine Ausstellung zu dem bekannten Räuber- und Wildschützenhauptmann Mathias Klostermayr. Die Schau unter dem Motto „Mit der Waffe in der Hand: Vom Sozialrebell zum Erzfeind der Obrigkeit“ erzählt das tragische Schicksal des in Kissing geborenen Hiesel anhand überlieferter Dokumente.

    Dabei werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der Volkserzählung verglichen. Auch Exponate aus der „Erlebniswelt“ werden zu finden sein. Für Kinder gibt es einen spannenden „Räuberpfad“.

    Matthäus Klostermayr (1736 - 1771) war der Anführer einer „gerechten“ Wildschützen- und Räuberbande im heutigen Bayerisch-Schwaben. Durch die Dezimierung des über die Maßen vom Adel gehegten Wildbestandes schaffte er der leidenden Landbevölkerung Erleichterung und wurde darum - zumal er sich durch seine außergewöhnliche Schießkunst auszeichnete - schon zu Lebzeiten eine Legende, so der Hiasl-Verein. Der Umstand, dass territoriale Zerpflückungen der damaligen Herrschaftsgebiete die Strafverfolgung erschwerte und weder Hiasl noch seine Kumpane dadurch leicht zu fassen waren, trug zusätzlich zur Sagenbildung bei.

    Zudem steht Klostermayr, so sagen seine Fans, für die Versinnbildlichung des bayerischen Freiheitsgeistes und des Sozialrebellen, was zur Folge hat, dass er bis heute überregional nicht in Vergessenheit geraten und in Volkskunst, Kultur und Historie zu finden ist. 1771 wurde er festgenommen und hingerichtet.

    Der Bayerische Hiasl muss in Kunststoff gepackt ausharren, bis ein neuer Ort für eine Ausstellung gefunden wird.
    Der Bayerische Hiasl muss in Kunststoff gepackt ausharren, bis ein neuer Ort für eine Ausstellung gefunden wird. Foto: Philipp Schöders (Archivbild)

    Die „Hiasl-Erlebniswelt“ eröffnete 2005 in Mergenthau, musste jedoch 2017 dort ausziehen. Die Suche nach einem neuen Domizil war bislang erfolglos und die Exponate des Vereins lagerten seitdem in einer Kirche. Nun dürfen sie einen Monat lang wieder ans Licht.

    Hiasl-Ausstellung in Friedberg: Termine und Öffnungszeiten

    Zu sehen ist die Ausstellung in der Archivgalerie Friedberg immer freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Unter der Woche können Führungen für Gruppen bis 15 Personen und Schulklassen gebucht werden (bayerischer-hiasl@gmx.de). Der Eintritt beträgt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder ab 6 Jahren sowie ermäßigt.

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