Der Bau- und Planungsausschuss des Marktes Mering gibt grünes Licht für den Bau einer Kapelle im Außenbereich von Meringerzell. Hier seien zwei Kriterien ausschlaggebend, so Bürgermeister Florian Mayer. Erstens die Frage nach der Erschließung und zweitens die nach einer etwaigen Splittersiedlung.
Ist die Kapelle genehmigungsfähig?
Zudem sollen öffentliche Belange durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt werden. Der Bauherr selbst hatte den Antrag bewusst offen formuliert. Es ging ihm zunächst nicht um Details oder konkrete Baupläne, sondern um eine zentrale Frage: Ist eine Kapelle an diesem Ort überhaupt genehmigungsfähig?
Die Verwaltung kann darauf nur eine vorläufige Antwort geben. Sebastian Seyßler von der Bauabteilung verweist in der Sitzungsvorlage auf laufende Prüfungen. Das Landratsamt, abgestimmt mit den zuständigen Fachbehörden, klärt noch, ob öffentliche Belange berührt sind. Ein endgültiges Ergebnis liegt an diesem Abend nicht vor. Es bleibt ein gewisser Schwebezustand.
Zur Erschließung: Der Weg zur geplanten Kapelle führt über einen Feldweg, der zwar öffentlich gewidmet, aber nicht ausgebaut ist – keine Asphaltdecke, kein Schotterbett, lediglich eine Spur durch die Landschaft. Rechtlich gilt er dennoch als Straße. Im Ausschuss sorgt das für Nachfragen. Reicht ein solcher Weg aus, um ein Bauvorhaben zu erschließen? Oder braucht es mehr? Eine befestigte Zufahrt, vielleicht sogar infrastrukturelle Anpassungen?
Die Verwaltung blieb jedoch bei ihrer Einschätzung: Der zu erwartende Verkehr halte sich in engen Grenzen. Eine Kapelle, so die Argumentation, ziehe keine regelmäßigen Besucherströme an, keinen Lieferverkehr, keine dauerhafte Nutzung im klassischen Sinn. Der vorhandene Feldweg sei daher ausreichend.
Keine weitere Bebauung rund um die Kapelle
Zur Splittersiedlung: Auch eine sogenannte Splittersiedlung sei hier nicht zu erwarten. Dafür fehle es dem Projekt an einem entscheidenden Merkmal – der Wohnnutzung. Eine Kapelle, so die Argumentation, begründe keinen dauerhaften Aufenthalt, keinen infrastrukturellen Nachzug, kein schleichendes Wachstum weiterer Bebauung.
Stefan Heigl von der CSU sprach allen Mitgliedern des Bauausschusses aus dem Herzen, als er sagte: „Gut.“ Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
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