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Mering
14.01.2022

Auch 2022 gibt es Nistkästen für Meisen in Mering

Die Nistkästen stellt das Dominikus-Ringeisen-Werk her.
Foto: Heike Scherer

Brutkästen schützen die Meisen vor dem Eichenprozessionsspinner. Ziel der Aktion ist unter anderem ein reduzierter Einsatz von Insektiziden.

Eine erfolgreiche Aktion wird auch in diesem Jahr weitergeführt: Die Meringer Umweltbeauftragte Petra von Thienen startete im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Meringer Bauhof und der Ortsgruppe Mering des Bund Naturschutz eine Nistkastenaktion für heimische Meisen, unter anderem mit dem Ziel, dem Befall durch den Eichenprozessionsspinner vorzubeugen und somit den Einsatz von Insektiziden zu reduzieren. Diese werden nämlich häufig eingesetzt, um den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Das muss nicht sein, wenn die Meisen als natürliche Fressfeinde helfen können, die Raupen bereits in einem frühen Stadium zu dezimieren.

Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten können sich an der Aktion beteiligen. Hier bietet sich eine gute Gelegenheit, etwas über die hübschen Vögel und ihre Lebensweise zu lernen. Die hochwertig gearbeiteten Nistkästen stammen aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung des Dominikus-Ringeisen-Werks in Pfaffenhausen. Die Mitarbeiter dort haben große Freude daran, die Nistkästen zu bauen, und haben bereits vorgearbeitet, um den Bedarf decken zu können.

Nistkästen schützen Meisen vor dem Eichenprozessionsspinner

An circa 20 Standorten haben ehrenamtliche Helfer im vergangenen Jahr die Nistkästen in der Nähe der vom Befall durch den Eichenprozessionsspinner gefährdeten Eichen aufgehängt. Das Screening und Säubern dieser Nistkästen im Dezember zeigte Nisterfolge von 80 Prozent. "Die Meisen haben unsere Nisthilfen gerne angenommen", berichtet Petra von Thienen. Und auch die Aktion, bei der Bürgerinnen und Bürger die Nistkästen für ihren eigenen Garten gegen eine Spende erwerben konnten, kam gut an. So konnten noch einmal fast 50 Nistkästen an den Vogel gebracht werden. Einige berichteten von den Meisen, die im Frühjahr eingezogen waren, und schickten Bilder.

Wer einen Nistkasten erwerben möchte, erreicht Petra von Thienen unter Telefon 08233/31286 oder per E-Mail an umweltbeauftragte@markt-mering.de. (AZ)

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