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Mering setzt Zeichen für Europa mit Jugendbegegnung und Bergerlebnis

Mering

Jugendliche aus Mering bringen mit einer Hüttenaktion frischen Schwung in die Städtepartnerschaft

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    Am Becherspitz sendeten die Jugendlichen mit der Partnerschaftsflagge einen Gruß an die Freunde in Ambérieu.
    Am Becherspitz sendeten die Jugendlichen mit der Partnerschaftsflagge einen Gruß an die Freunde in Ambérieu. Foto: Thomas Hieble

    Nach dem Gipfel kann es gar nicht mehr aufwärtsgehen? Von wegen: Dass der „Gipfel der Freundschaft“ erst der Anfang einer Weiterentwicklung der deutsch-französischen Partnerschaft zwischen Mering und Ambérieu ist, haben die Jugendlichen des Partnerschaftskomitees gezeigt. In der zweiten Osterferienwoche wollten sich deutsche und französische Jugendliche auf dem DAV-Haus Spitzingsee treffen, um gemeinsam Zeit zu verbringen und den „Gipfel der Freundschaft“ zu erklimmen. Aufgrund interner Probleme auf französischer Seite wurde die Hütte dann leider eine rein deutsche Angelegenheit. Statt aber den Austausch abzusagen, planten die Jugendlichen um.

    Jugendliche wollen Partnerschaft zu Ambérieu am Leben halten

    Aus der deutsch-französischen Hüttenwoche wurde eine „Europahütte“. Und es gab wirklich einen Gipfel zu erklimmen: Der Brecherspitz (1683 Meter) am Spitzingsee. Bei Sonnenschein standen 14 Jugendliche aus Mering auf dem Gipfel und hielten die Partnerschaftsflagge hoch, um einen Gruß an die französischen Freunde hinüberzusenden. Schon seit 1973 besteht zwischen Mering und Ambérieu en Bugey nahe Lyon eine Städtepartnerschaft, die durch jugendlichen Eifer bereichert wird. Auch nach 53 Jahren geht es also weiter bergauf. Besonders Motivierte unternahmen in den nächsten Tagen sogar noch zwei weitere, anspruchsvolle Touren im Morgengrauen.

    Elan aus Mering soll auf Frankreich überspringen

    Es standen aber nicht nur bergsteigerische Höchstleistungen auf dem Programm, sondern neben dem gemeinsamen Kochen auf der Selbstversorgerhütte auch Workshops zur EU und der Meringer Städtepartnerschaft. Die Organisatorinnen und Organisatoren Lilith Weizenegger, Tim v. Benckendorff, Marla v. Benckendorff, Maxi Hieble und Jonathan Lidl gaben den neuen Gesichtern einen Einblick in die Partnerschaft und die Freude, die man zusammen erleben kann. Die Tage auf der Hütte waren auch dazu gedacht, neuen Jugendlichen einen niederschwelligen Einstieg in die Partnerschaft zu ermöglichen, die bereits auf langjährige Strukturen zurückgreift.

    Zum Abschluss am Donnerstag wanderte die Gruppe hinab zum Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee, wo neben Kegelbahn und alten Bauernhäusern die Wollschweine besonders um Aufmerksamkeit buhlten. Das junge Leiterteam hatte nicht nur das Programm selbstständig auf die Beine gestellt, sondern auch die Kostenabwicklung und weitere organisatorische Punkte in die Hand genommen. Dank ihrer pädagogischen und bergsteigerischen Ausbildungen sorgten sie für eine hochwertige Betreuung der Teilnehmenden. „Uns bleibt die Hoffnung, dass der neue Elan auf Meringer Seite auch nach Frankreich überspringen wird“, so das Resümee des Teams.

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