Startseite
Icon Pfeil nach unten
Friedberg
Icon Pfeil nach unten
Mering
Icon Pfeil nach unten

Neue Schallschutzwände an Bahnstrecke Augsburg-München: Folgen für Pendler und Anwohner

Aichach-Friedberg

Bahn erneuert ab 22. Mai 2026 die Schallschutzwände an der Strecke Augsburg-München

  • |
  • |
  • |
  • |
    Die Lärmschutzwände in Kissing werden ausgetauscht. Die Baustelle findet vor allem nachts statt und dauert mehrere Monate.
    Die Lärmschutzwände in Kissing werden ausgetauscht. Die Baustelle findet vor allem nachts statt und dauert mehrere Monate. Foto: Gönül Frey

    Die DB InfraGO tauscht entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecke Augsburg-München die Lärmschutzwände zwischen den Stationen Augsburg Hauptbahnhof und Olching aus. Die Arbeiten beginnen am Freitag, 22. Mai, gleichzeitig in Kissing und Mering. Insgesamt wird sich die Erneuerung der Schallschutzwände auf die Jahre 2026 und 2029 erstrecken, wie die Bahn mitteilt. 

    Für den Zugverkehr kann es zu temporären Einschränkungen wie Langsamfahrstellen mit verlängerten Fahrzeiten im Nah- und Fernverkehr kommen. Da der Zugbetrieb selbst während der nächtlichen Bauarbeiten eingleisig weitergehen kann, ist kein Schienenersatzverkehr nötig. 

    Arbeiten an Bahnstrecke Augsburg-München in der Nacht

    Die Arbeiten finden laut der Mitteilung überwiegend nachts statt. Tagsüber erfolgen nur vorbereitende Tätigkeiten wie Logistik und Vermessung, die weniger lärmintensiv sind. Die Lärmbelastung wird punktuell unterschiedlich ausfallen. Es handelt sich um eine Wanderbaustelle, die abschnittsweise weiterzieht. Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte werde durch Gutachter überwacht. Sollten diese überschritten werden, haben Anwohner Anspruch auf entsprechende Maßnahmen, beispielsweise durch die Bereitstellung von Ersatzunterkünften, so die DB. 

    Die Strecke Augsburg-München wurde 2011 für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Betrieb genommen, einzelne Abschnitte der Lärmschutzwände stammen jedoch teilweise noch aus den späten 1990er-Jahren. Der Bau der Schallschutzwände entlang der Strecke war damals ein Pionierprojekt für solche Wände. Es hat sich gezeigt, dass die damals eingesetzten Materialien langfristig nicht optimal für die Belastungen durch den Hochgeschwindigkeitsverkehr geeignet sind. Daher werden die betroffenen Elemente nun ersetzt, um die dauerhafte Stabilität und Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten.

    Damit die Deutsche Bahn die Lärmschutzwände entlang der Strecke erneuern kann, wurde der Parkplatz am Bahnhof in Kissing gesperrt.
    Damit die Deutsche Bahn die Lärmschutzwände entlang der Strecke erneuern kann, wurde der Parkplatz am Bahnhof in Kissing gesperrt. Foto: Leonie Gaugigl (Archivbild)

    Zum Teil werden die Schallschutzwände punktuell erneuert, indem einzelne Kassetten oder transparente Elemente ausgetauscht werden. An anderen Stellen ersetzt die DB die Lärmschutzwände komplett und über mehrere hundert Meter hinweg. Dies geschieht, je nach Lage, entweder vom Gleis aus oder, insbesondere bei Brücken, von außen. Außerdem werden mancherorts Rettungstüren, Stützwände samt Pfosten sowie Oberleitungsmasten ausgewechselt. Im Vergleich zu den alten Holz-Beton-Elementen haben die neuen Alu-Elemente eine längere Lebensdauer.  

    Für das Gesamtprojekt wird ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag investiert. Die Kosten werden finanziert aus Mitteln des Bundes sowie der Deutschen Bahn. Ersten Mitteilungen zufolge wollte die Bahn bereits im April in Kissing mit den Arbeiten beginnen.

    Ärger am Bahnhof Kissing wegen gesperrten Parkplatzes

    In Kissing hatte die Maßnahme bereits im Vorfeld für Ärger gesorgt. Denn dort wurde der Parkplatz am Bahnhof bereits seit 12. Mai teilweise gesperrt, voraussichtlich bis Mitte Juli. Grund ist, dass die Baufirma einen Teil des Bahnhofsparkplatzes zur Materiallagerung und -aufbereitung nutzt. Viele Pendler und Pendlerinnen wurden von der Sperrung jedoch überrascht.

    Baumaßnahme zwischen Augsburg und München: Hier informiert die Bahn

    Ende November 2025 informierte das Projektteam Bürgermeister sowie Vertreter der Landratsämter persönlich über die Hintergründe der Maßnahme. Während der Baumaßnahme wird das Projektteam nicht nur mit den Rathäusern und Landratsämtern im Austausch bleiben. Die Deutsche Bahn informiert die Anwohner gesondert über das Bauprojekt und stellt betroffenen Haushalten bei Bedarf Ersatzwohnraum zur Verfügung, verspricht eine Sprecherin der Bahn. Für weitere Informationen rund um das Vorhaben steht das Projektteam per E-Mail unter bahnprojekte-bayern-schwaben@deutschebahn.com zur Verfügung. (AZ)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren