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Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber

08.02.2015

Auf verlorenem Posten

Keine Chance, die Niederlage beim Spitzenreiter Leutershausen zu verhindern, hatten die Friedberger Torhüter – hier Patrick Bieber, der in den ersten 30 Minuten zwischen den Pfosten stand. Der ersatzgeschwächte TSV war bei der 28:42-Packung völlig chancenlos.
Bild: Kleist

Das Rumpfteam des TSV Friedberg ist beim Spitzenreiter Leutershausen völlig chancenlos. Schon nach sechs Minuten liegt das Team mit 0:7 aussichtslos hinten

Damit, dass die Friedberger Handballer beim Spitzenreiter SG Leutershausen verlieren würden, damit war zu rechnen. Damit, dass es eine 28:42 (14:24)-Packung geben würde, vielleicht nicht. Der ersatzgeschwächten Friedberger Mannschaft missriet dabei schon der Start ins Spiel vollkommen.

Drei Auszeiten hat ein Handballtrainer während der 60 Minuten eines Spiels zur Verfügung. In diesen kann er seine Mannschaft zu sich rufen und ihr 60 Sekunden lang taktische Anweisungen geben. So ist es ein schlechtes Zeichen, wenn ein Coach diese taktische Maßnahme bereits nach wenigen Minuten in Anspruch nimmt. Doch Friedbergs Mirko Pesic hatte am Samstag in Leutershausen keine Wahl, als er nach sechs Minuten die grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichts legte. Zu diesem Zeitpunkt lag der TSV nämlich bereits mit 0:7 hinten.

Vor der Partie hatte sich Michael Schnitzlein abgemeldet, er war nach seiner Erkrankung noch nicht fit geworden. Da auch die zweite Mannschaft ein schweres Auswärtsspiel hatte, konnte nur Linksaußen Simon Schwarz mit zum Spitzenreiter reisen. Somit hatten die Herzogstädter immerhin zwei Feldspieler zum Wechseln auf der Bank. Dass es unter diesen Voraussetzungen gegen Leutershausen, mit Nußloch sicherlich die stärkste Mannschaft in dieser Saison, sehr schwer werden würde, war zu erwarten. Dennoch ist ein 0:7 nach sechs Minuten kein Ruhmesblatt.

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„Am Anfang haben wir alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann“, sagte ein enttäuschter Pesic. „Wir haben mit einer Rumpfmannschaft gespielt, ja – und das bei einem sehr starken Gegner. Trotzdem müssen wir uns besser präsentieren, dieser Start ist uns komplett missraten. Meine junge Mannschaft hat erst nach der Pause einigermaßen ins Spiel gefunden, da war die Entscheidung aber schon gefallen“, so der Trainer.

In den ersten 30 Minuten war Leutershausen die klar tonangebende Mannschaft. Als Tizian Maier, der ebenfalls angeschlagen in die Partie ging, mangels Alternativen aber durchspielen musste, das 1:7 erzielen konnte, hatte sich immerhin die Auszeit des Trainers schon einmal etwas ausgezahlt.

Überhaupt zeigte der Friedberger Rückraum nach dem schlechten Start eine gute Vorstellung. Bester Torschütze war mit elf Treffern Fabian Abstreiter, dem zuletzt gegen Nußloch noch etwas die Fortune gefehlt hatte.

Nur defensiv merkte man das Fehlen der erfahrenen Spieler deutlich. Leutershausen hatte leichtes Spiel, der wurfgewaltige Rückraum kam zu vielen einfachen Toren. Auch die Ballverluste der Gäste bestrafte der Spitzenreiter fast immer konsequent. So ging es für Friedberg über ein 2:10 und ein 10:20 mit einem deutlichen 14:24-Rückstand in die Kabinen.

Für den zweiten Durchgang brachte Pesic Benjamin von Petersdorff für Patrick Bieber ins Tor. Dieser Wechsel machte sich bezahlt, der Keeper konnte einen Siebenmeter und mehrere freie Bälle entschärfen. Das brachte Friedberg bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 23:31 heran. Erst in der Schlussphase machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar.

Jetzt hatte Leutershausen wieder klarere Vorteile, da die Herzogstädter im Angriff nicht diszipliniert genug auftraten. Zu schnelle Abschlüsse brachten Ballverluste mit sich, Friedberg wurde ausgekontert. Nach dem 25:35 zehn Minuten vor dem Ende gelangen dem TSV nur noch drei eigene Treffer.

Durch die vielen Tore nach Tempogegenstößen konnte sich die SG Leutershausen bis zur Schlusssirene auf 42:28 absetzen. Nach dieser Niederlage bleiben beide Teams auf ihren Positionen im Klassement: der TSV ganz unten, Leutershausen ganz oben.

Friedberg Bieber, Matijevic, v. Petersdorff; Haggenmüller (1), Wagenpfeil (3), Augner (1), Schwarz, Schneck (5), Maier-Hasselmann (2), Maier (5), Lodemann, Abstreiter (11).

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