Handball 3. Liga

07.10.2012

Beste Saisonleistung

Neuzugang Jan-Marko Behr (Mitte) und seine Kollegen vom TSV Friedberg zeigten beim 26:21 gegen Heilbronn-Horkheim die bislang beste Saisonleistung.
Bild: Kleist

TSV Friedberg bezwingt in einem hochklassigen Spiel die TSB Heilbronn-Horkheim verdient mit 26:21 Toren – und das, obwohl Manuel Vilchez-Moreno früh verletzt ausschied

Dank seiner bisher besten Saisonleistung hat der TSV Friedberg das Topteam aus Horkheim bezwungen. Beim 26:21 (11:10) glänzten die Handballer in heimischer Halle mit einer großartigen Abwehr- und Torhüterleistung.

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Dabei waren die Aussichten vor dem Schlager gegen den letztjährigen Zweiten nicht gerade gut. Die Niederlage in Kirchzell vor Wochenfrist, die schwere Verletzung von Kreisläufer Panagiotis Erifopoulos – Friedberg stand unter Druck.

Und dann fasste sich Manuel Vilchez-Moreno gleich nach dem ersten Anpfiff ans Bein, er humpelte, es ging für ihn nicht weiter. Der spanische Rückraumspieler zog sich bei seinem ersten Sprint des Abends einen Muskelfaserriss zu. Dr. Johannes Bauer, der Friedberger Mannschaftsarzt und Abteilungsleiter, rechnet damit, dass der Spanier mindestens zwei Wochen ausfallen wird.

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Ein Team wird daran gemessen, wie es reagiert und auftritt, wenn es mal nicht so gut läuft. Und Friedberg ließ sich von den ganzen Rückschlägen nicht beeindrucken, war von Anfang an wach und präsent. Horkheim versuchte den TSV mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung zu überraschen, aber die Herzogstädter nutzen die sich bietenden Lücken gut aus und führten nach neun Minuten mit 4:1. Das Experiment der Gäste war gescheitert, rasch kehrten sie zu ihrer normalen 6:0-Formation zurück. Drei Minuten später hatte Horkheim den 4:4 Ausgleich geschafft.

In der gesamten ersten Halbzeit sahen die Zuschauer in der gut besuchten TSV-Halle eine temporeiche und sehr intensive Partie. Bis zur Pause blieb die Partie offen, kein Team konnte sich absetzen. Friedberg führte nach 30 Minuten mit 11:10.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Friedberg schnell auf 14:11 ab, doch Horkheim konterte. Erst nach dem 17:15 in der 40. Minute konnten die Herzogstädter wieder einen Angriff abwehren. Keiner ahnte, dass jetzt die vorentscheidende Phase des Spiels beginnen sollte. Denn in den nächsten Minuten fand kein Horkheimer Wurf den Weg ins Tor, Friedberg dagegen konterte erfolgreich und baute die Führung auf 20:15 aus. Was die TSV-Abwehr nicht blockte, das wehrte der „Riese“ Willi Seiler im Tor ab.

Horkheim kam nun nie mehr als auf drei Tore heran. Zu stark war die Friedberger Defensive, zu schnell war Keeper Willi Seiler. Die Herzogstädter konnten jedoch auch vorne überzeugen: Die beiden Neuzugänge Jan-Marco Behr und Fabian Maier-Hasselmann zeigten ihre Klasse und der wieder genesene Max Segmüller war mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke für die Horkheimer Defensive ein ständiges Problem.

Über ein 22:19 und ein 23:20 ging es in die Schlussminuten. Horkheim kämpfte bis zum Ende und versuchte alles, sogar eine extrem offene 4:1-Deckung in Unterzahl. Aber an diesem Tag brachte Friedberg den Sieg locker nach Hause.

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