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Wintersport

29.01.2021

Corona-Einschränkungen: So geht es den heimischen Skiclubs

Von solchen Abflügen (hier Benedikt Huber bei den Aichacher Stadtmeisterschaften) können die heimischen Skifahrer derzeit nur träumen.
Foto: Reinhold Rummel

Plus Fast nichts geht mehr bei den Ski- und Snowboarderfahrern aufgrund der Einschränkungen im Zuge der Pandemie. Wie die heimischen Vereine damit umgehen.

Schnee ohne Ende gibt es in diesem Winter. Eigentlich beste Bedingungen für Skifahrer und Snowboarder. Doch ausgerechnet in diesem für Wintersportler so traumhaften Winter sitzen die heimischen Skifahrer aufgrund der Corona-Pandemie meist zu Hause. Wie die Skiclubs mit der Situation umgehen.

Peter Seidenbusch, Abteilungsleiter beim TSV Friedberg, nimmt die Situation mit Humor: „Es ist wohl Ironie des Schicksals. Ausgerechnet seit Anfang Januar, zu der Zeit, als unser Skikurs hätte starten sollen, sind die Bedingungen so gut wie lange nicht mehr. Das ist schon sehr bitter.“ Der Polizist gibt zu, dass der viele Schnee auch auf die Stimmung drückt: „Natürlich würden wir jetzt alle gerne Skifahren, aber es ist einfach zu gefährlich“, so Seidenbusch, der normal auf bis zu 20 Skitage pro Winter kommt. Die Planungen für Skikurse wurden beim TSV Friedberg schon früh wieder verworfen: „Das war absehbar. Wir haben den Kurs dann gar nicht erst angeboten.“ Zwar hätte eine Möglichkeit bestanden, doch Seidenbusch sagt: „Dauerhaft mit Maske und ohne Essen und Trinken im halbgefüllten Bus - das hätte auch keinen Spaß gemacht. Dann lieber gar nicht.“ Auch Mehrtagesfahrten im Februar und März sind aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr geplant.

TSV Friedberg: Skiabteilung zog Online-Kurs in Erwägung

Überlegt hatte man in der Skiabteilung des TSV Friedberg auch einen Online-Kurs: „Auch hier hätte sich der Aufwand nicht gelohnt. Viele unserer Mitglieder halten sich notgedrungen anderweitig fit.“ Seidenbusch etwa geht Joggen mit seiner Ehefrau und im Wald spazieren. Nächsten Winter will der Friedberger dann aber wieder möglichst oft auf den Skiern stehen: „Hoffentlich haben wir dann ähnliche Bedingungen wie jetzt.“

Das hofft auch Johannes Kraus, Vorsitzender des Skiclubs Mering. Auch die Meringer bieten in diesem Winter keine Skikurse an: „Uns war relativ früh klar, dass es aufgrund der Pandemie nichts werden wird. Um allen den Mehraufwand zu ersparen, haben wir die Kurse gar nicht zur Anmeldung freigegeben. Theoretisch könnte man nach Österreich fahren, aber für ein paar Schwünge lohnt sich das nicht.“

Skiclub Mering hat seine Tagesfahrten um ein Jahr verschoben

Auch der Skiclub Mering bietet in diesem Winter keine Tagesfahrten an: „Die letzte Anfang März haben wir jetzt auch abgesagt. Das macht einfach keinen Sinn“, so Kraus, der aber bereits für den kommenden Winter geplant hat: „Wir haben bei den Hotels und Busunternehmen einfach alles um ein Jahr geschoben. So steht dann hoffentlich nächsten Winter nichts mehr im Wege.“ Zumindest ganz auf Sport verzichten müssen die Mitglieder des Meringer Skiclubs nicht, einmal pro Woche wird Sky-Gymnastik online angeboten. Kraus: „Das wird gut angenommen. Die Trainer geben sich viel Mühe und korrigieren auch. Es ist nicht viel, aber ein bisschen was.“

Auch der Skibasar fand notgedrungen online auf der Internetseite des Vereins statt. Viele Austritte gibt es beim Meringer Verein trotz der fehlenden Abfahrten laut Kraus nicht: „Die Zahlen sind normal, allerdings fehlen uns Neuanmeldungen. Häufig treten Kinder mit Beginn des Skikurses bei uns ein. Das fehlt in diesem Jahr.“ Der Vorsitzende konnte immerhin bereits im Oktober einige Abfahrten auf einem Gletscher machen, doch von seinen 60 bis 70 Skitagen, auf die er als Skilehrer und Lehrer-Ausbilder pro Winter kommt, ist er weit entfernt: „Ich mache ab und an Skitouren, aber das ist natürlich nicht dasselbe.“

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