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Handball

27.01.2019

Der Aufsteiger ist kein Prüfstein

Wurde aufgrund der großen Personalnot bei den Friedberger Handballern wieder reaktiviert: Rechtsaußen Thomas Wagenpfeil (Mitte). Trotz aller Personalsorgen gab sich Friedberg in Eichenau keine Blöße und fegte den Aufsteiger glatt mit 32:16 vom Parkett.
Bild: Peter Kleist

Trotz aller Verletzungssorgen setzt sich der TSV Friedberg in Eichenau mit 32:16 mehr als deutlich durch. Ein Akteur wird kurzfristig reaktiviert.

Besser hätte der Start in die Rückrunde für die Friedberger Handballer kaum verlaufen können. Der TSV startete mit einem klaren 32:16 (17:6)-Erfolg beim Eichenauer SV in die zweite Halbzeit der Saison 2018/19. Die Handballer trotzten ihren Verletzungssorgen und entschieden die Begegnung beim Vorletzten der Bayernliga früh.

Eigentlich hatte Thomas Wagenpfeil seine aktive Karriere beim TSV zum Ende der letzten Saison beendet. Doch angesichts der Personalprobleme half der Linkshänder am Samstag zum Rückrundenauftakt doch noch einmal aus. Mit ihm hatte der TSV zumindest nominell zehn Feldspieler zur Verfügung, davon konnten jedoch mit Timo Riesenberger, Paul Thiel und Stefan Tischinger gleich drei nur extrem eingeschränkt spielen. Das alles störte den TSV Friedberg aber nicht. In den ersten 20 Minuten dominierte die starke Abwehr der Gäste die Begegnung vollkommen. Eichenau schaffte es kaum einmal, die Friedberger ernsthaft unter Druck zu setzen, Torhüter Benjamin von Petersdorff war zudem hervorragend aufgelegt. Ein 11:2 nach 20 Minuten für den Gast war ein eindeutiges Zeichen für die Friedberger Defensivstärke und auch schon beinahe die Vorentscheidung.

Das Tempospiel profitierte enorm von der Rückkehr von Linksaußen Alexander Schneider, der Teile der Hinrunde verpasst hatte. Ihm gelangen am Samstag sechs Tore. Diese Marke konnten aber gleich zwei Mitspieler übertreffen: Fabian Abstreiter war mit neun Toren wieder einmal der beste Schütze beim TSV, Andreas Dittiger, der am Samstag den Spielmacher auf der Mitte gab, folgte mit acht Treffern.

Zur Pause war der souverän auftretende TSV Friedberg bereits mit 17:6 vorne. Auch im zweiten Durchgang ließen die Handballer nichts anbrennen. Weiterhin funktionierte die Defensive des TSV ausgezeichnet, Eichenau kam nie wirklich in die Gänge. Über Zwischenstände von 21:10 und 30:14 steuerte der TSV einem klaren Sieg entgegen.

Mit dem 32:16-Erfolg sprangen die Handballer in der Bayernliga vorübergehend auf Rang drei. Damit gaben sie auch das richtige Signal vor dem Duell mit dem bislang ungeschlagenen Tabellenführer aus Bad Neustadt am kommenden Samstag. Sicherlich ist der Spitzenreiter ein anderes Kaliber als der Aufsteiger aus Eichenau, aber verstecken will sich der TSV Friedberg sicher nicht. Nach dem deutlichen Sieg kann Friedberg auf jeden Fall mit ordentlich Selbstvertrauen in die nächste Begegnung gehen.

Friedberg Dorsch; v. Petersdorff; Okyere (3); Thiel (1); Loris (2); Riesenberger; Tischinger (1); Dittiger (8); Wagenpfeil (1); Abstreiter (9/3); Schneider (6); Prechtl (1).

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