LandesligaSüdwest

07.04.2014

Der Kampfgeist wird belohnt

Nino Kindermann (rot) auf dem Weg zum 1:0 für den TSV Friedberg, der letztlich mit 3:2 beim TSV Gersthofen gewann.
Bild: Otmar Selder

Der TSV Friedberg beendet mit einem 3:2-Erfolg in Gersthofen seine lange Durststrecke. Beim Siegtreffer ist dem TSV auch ein bisschen das Glück hold

Mit einem 3:2-Sieg beendete der TSV 1862 Friedberg im Flutlichtspiel in der Gersthofer Abenstein-Arena seine Niederlagenserie. Überglücklich feierte die Kindermann-Elf ihre drei Punkte, die sie sich durch einen unbändigen Kampfgeist, aber auch mit einer erfrischenden Spielweise verdient haben. Manuel Hornung düpierte in der 87. Minute Gersthofens Schlussmann Stefan Brunner im Nachsetzen und mit direkt aufreizender Langsamkeit rollte das Leder zum 3:2-Siegtreffer ins Netz. Sicherlich etwas glücklich, aber die Friedberger wurden damit belohnt für ihr Durchhalten. Durch die Verletzungsmisere kamen erstmals zwei A-Jugendspieler ins Aufgebot. Bora Kalkan und Florian Haug, die nach der Pause eingewechselt wurden, machten ihre Sache ausgezeichnet. Aber jetzt steht mit Nico Lehmann ein weiterer Akteur auf der Verletztenliste, nachdem ihn Dario Kucjenic in der 43. Minute brutal von hinten von den Beinen geholt hatte – hier wäre „Rot“ angebracht gewesen.

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Die Partie war sehenswert. Gersthofen spielte einen gepflegten Fußball mit Einsatz und Härte. Vor allem der ausgefuchste Daniel Zweckbronner sowie Kapitän Markus Nix drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Aber die Friedberger hielten dagegen und hatten zunächst sogar die besseren Möglichkeiten. Nino Kindermann nutzte eine davon in der siebten Minute, als ihn Pietruska freispielte.

Glück hatte TSV Keeper Ignjatovic bei einem Lattenkracher von Kratzer, doch dann war es wieder ein Eckball, der in der 33. Minute durch Manno zum 1:1 führte. Als nach dem Wechsel Schiedsrichter Florian Kornblum einen von Zweckbronner herausgeholten Elfmeter gab, war TSV-Coach Reini Kindermann kaum noch zu halten: „Fischer hat klar den Ball gespielt.“ Im Nachschuss verwertete Manuel Feil zum 2:1 und die Partie schien den Bach runterzugehen. Aber ein Kopfballtor von Fischer nach präzisem Freistoß von Hornung brachte Friedberg zurück. Der starke Huckle, Fischer, Miok, Kalkan und Bytyqi warfen sich den Gersthofer Angriffen entgegen. Ein offener Schlagabtausch folgte, denn beide Teams wollten den Sieg. Und den holte Friedberg, wobei Gersthofens Cosar den Schlusspfiff nicht mehr „erlebte“ – er sah nach einem Tritt gegen Kalkan Gelb-Rot.

TSV Friedberg Ignjatovic; Miok, Fischer, Bytyqi, Huckle, Lehmann (46. Kalkan), Pietruska, Lichtenstern, Hajdarevic (62. Hornung), Kindermann, Mijailovic (53. Haug) – Tore 0:1 Kindermann (7.), 1:1 Manno (33.), 2:1 Feil (Foulelfmeter/51.), 2:2 Fischer (75.), 2:3 Hornung (87.) – Gelb-Rot Cosar, Gersthofen (90.+2/Foul) – Schiedsrichter Kornblum (München) – Zuschauer 130.

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