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Fußball-Nachlese

08.10.2019

Der SV Mering will unter die „Top Fünf“

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Intensiv und hochklassig war das Spitzenspiel der Landesliga zwischen dem SV Mering (rot-weiß) und dem Tabellenführer FC Gundelfingen. Am Ende stand ein insgesamt gerechtes 1:1-Unentschieden, den Meringer Treffer erzielte Stefan Wiedemann (im Bild).
Bild: Rudi Fischer

Plus Trainer Ajet Abazi lobt sein Team für das Remis gegen den Spitzenreiter. Beide Bezirksligisten schwächeln. Rinnenthal in der Krise? Kissing etwas zu naiv.

Abwarten wollte er, wie das Spiel gegen den FC Gundelfingen enden würde. Dann erst wollte Ajet Abazi schauen, in welche Richtung es beim SV Mering weitergehen könnte. Nach dem 1:1 in einem absolut sehenswerten Spitzenspiel der Landesliga Südwest steckte auch der Meringer Trainer die Saisonziele neu ab. „Ursprünglich wollten wir einen einstelligen Tabellenplatz und mit dem Abstieg nichts zu tun haben, jetzt wollen wir unter den Top Fünf bleiben – zumindest bis zur Winterpause“, meinte er. Abazi hatte nur lobende Worte für seine Mannschaft.

Einen Wermutstropfen gibt es aber

„Ich muss den Hut ziehen vor den Jungs, die haben sehr gut gespielt und ich bin stolz darauf, was sie an Engagement und Laufbereitschaft gezeigt haben“, erklärte er. Das 1:1 gehe schon in Ordnung, auch wenn mehr drin gewesen sei. „Allerdings hatte Gundelfingen in der Nachspielzeit auch den Sieg auf dem Fuß, nachdem wir aber zuvor zwei Riesenmöglichkeiten durch Burhan Bytyqi liegen gelassen hatten“, analysierte Abazi. Der meinte, er trauere dem möglichen Sieg nicht nach, wichtig sei, dass man nun seit fünf Spielen ungeschlagen ist. Ein Wermutstropfen aber fiel noch in den Meringer Freudenkelch: Defensivspieler Christoph Mittermaier wird wohl für vier Wochen ausfallen. „Er zog sich kurz vor Schluss einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu“, erklärte Abazi.

Hoffen, dass Ruhe einkehrt

Die beiden Friedberger Bezirksligisten schwächeln gerade. Beim TSV Friedberg, der in den letzten sechs Spielen der Bezirksliga Süd fünfmal als Verlierer vom Platz musste, war diesmal mehr die Trennung von Trainer Ali Dabestani Thema, als die 1:3-Niederlage bei Viktoria. „Die Pleite haben wir uns selber zuzuschreiben, wir haben uns ja mit haarsträubenden Fehlern die Gegentore fast selber eingeschenkt“, analysierte Abteilungsleiter Marcus Mendel. Der hofft, dass nun nach der Entscheidung, sich vom bisherigen Erfolgstrainer zu trennen, auch wieder Ruhe im Team einkehrt.

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Völlig unnötige Niederlage

Auch beim FC Stätzling sieht die Bilanz der letzten sechs Spiele in der Bezirksliga Nord nicht rosig aus – nur ein Sieg steht zu Buche, dafür aber noch drei Unentschieden. „Vor wenigen Wochen sah es so aus, als könnten wir oben hinschnuppern, und jetzt geht der Trend in die andere Richtung“, sagte Trainer Andreas Jenik. Hatte man beim 2:5 gegen Mertingen einen schlechten Tag, an dem jeder Fehler bestraft wurde, war das 2:3 gegen den BC Adelzhausen „völlig unnötig“. „Wir hätten zur Pause klar führen müssen, kassieren dann den Ausgleich und pennen beim Freistoß zum 1:2 durch Dominik Müller, der diese Dinger halt reinmacht. Und Denis Eryildirim hat uns mit seiner Roten Karte einen Bärendienst erwiesen“, ärgerte sich Jenik. Ein Grund für die Schwächephase könnten die verletzungsbedingten Ausfälle von Daniel Hadwiger, Samuel Odeleye oder Stefan Reinthaler sein – und auch, dass Urlauber wie Simon Adldinger noch Nachholbedarf hätten.

Unterschiedlich waren die Befindlichkeiten bei den Landkreisteams in der Kreisliga Ost. Während beim TSV Dasing nach dem 4:0-Erfolg in der Firnhaberau Zufriedenheit herrschte, machte sich beim BC Rinnenthal nach dem 0:4 in Mühlried Ratlosigkeit breit. Für den BCR war es nach dem 1:5 in Untermaxfeld die zweite derbe Pleite binnen vier Tagen. Dasings Trainer Jürgen Schmid lobte sein Team, das ersatzgeschwächt antreten musste und dennoch erstmals ohne Gegentor blieb, fast überschwänglich. „Wir haben diese Aufgabe trotz aller Probleme sehr gut gelöst“, freute sich der Dasinger Trainer.

Rinnenthal ist verunsichert

Anders dagegen die Gemütslage bei BCR-Trainer Lubos Cerny. „Wir können, auch wenn wir einen breiten Kader haben, den Ausfall von fünf, sechs Stammspielern nicht kompensieren“, sagte er. Gegen Mühlried fehlten mit Marco Surauer, Benedikt Engl, Stefan Winterhalter, Julian Büchler, Joachim Markaj und Markus Roppel sechs Mann. „Das Team ist verunsichert und wenn wir dann das erste Gegentor kriegen, das wir meist auch noch mit eigenen Fehlern einleiten, dann bricht unser System wie ein Kartenhaus zusammen“, so Cerny, der auf die baldige Rückkehr der verletzten oder kranken Akteure hofft.

„Für ganz oben reicht’s noch nicht“, musste Marco Henneberg, der Trainer des Kissinger SC nach dem 3:4 in der Kreisliga Augsburg gegen die SpVgg Langerringen feststellen. Ein Punkt wäre möglich gewesen, aber den Kissingern wurde wieder einmal die Schwäche bei Standards zum Verhängnis. „Fünf der sieben Tore fielen nach Standards und die Langerringer waren uns auch physisch etwas überlegen – das hat man gerade bei den Kopfbällen gesehen“, so der Trainer. Nach dreimal „zu Null“ lief es diesmal eben nicht, wie Henneberg meinte. „Uns fehlten diesmal letztlich ein bisschen Glück und etwas Cleverness“, erklärte er.

In den Kreisklassen setzte der TSV Merching in der Augsburger Gruppe seinen Aufwärtstrend mit einem 3:2 gegen Öz Akdeniz fort. Für den Moment durchatmen dürfen die Rieder in der Aichacher Gruppe nach dem 4:1 in Stotzard und auch der SV Wulfertshausen festigte seinen Platz im Mittelfeld mit einem 4:1 bei Affing II. Hart Umkämpft war das Derby zwischen Stätzling II und Ottmaring, das der FCS knapp und etwas glücklich mit 2:1 gewann.

Mit dem gleichen Resultat endete auch das Duell Kühbach gegen Bachern – aber überraschenderweise für die Kühbacher.

Sportfreunde untermauern ihre Ambitionen

In der A-Klasse Ost untermauerten die Sportfreunde Friedberg ihre Ambitionen, ganz oben mitzuspielen. Mit 4:1 setzten sie sich im Derby gegen Wulfertshausen II durch, alle Treffer fielen schon vor der Pause. Der sehenswerteste gelang Josef Ebermayer, der eine Hereingabe mit der Hacke als Bogenlampe im Wulfertshauser Tor versenkte. Nach wie vor auf ein Erfolgserlebnis warten muss der bedauernswerte SC Eurasburg, der auch dem bislang sieglosen SV Ottmaring II mit 2:8 unterlag. Siege feierten zudem der BC Rinnenthal II (4:0 in Laimering) und der SV Mering II (6:1 gegen den TSV Mühlhausen). Ausgefallen ist das Spiel des TSV Dasing II in Obergriesbach, da die Autobahner aus Verletzungsgründen keine Mannschaft stellen konnten.

In der Augsburger Gruppe steuert der Kissinger SC II weiter auf Kurs Wiederaufstieg. Auch im Derby gegen den TSV Friedberg II behielten die Kissinger mit 3:1 die Oberhand. Die Friedberger hielten einmal mehr gut mit und führten zur Pause sogar.

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