Fußball-Nachlese

12.09.2016

Derby sorgt für Unmut

Da halfen auch keine Streicheleinheiten: Franko Berglmeir (rechts) vom Kissinger SC musste im Derby gegen den FC Stätzling aufgrund wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Das Ergebnis des Spiels sorgte bei den Trainern für gemischte Gefühle.
Bild: kolbert-press

Stätzlings Trainer Alex Bartl ist mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Kissings Coach Manislavic mit einer Äußerung seines Kollegen. Gute Laune herrscht beim BCR.

Bei Derbys im Fußball kochen die Emotionen oft hoch. Auch die Partie in der Landesliga Südwest zwischen dem Kissinger SC und dem FC Stätzling am Sonntag ließ die Trainer nicht kalt, das war am Montag noch zu spüren. Zudem hat Stätzlings Trainer Alex Bartl in der vergangenen Saison noch Kissing trainiert. In Bezug auf das vergangene Derby klang er am Montag enttäuscht: „Das waren zwei absolut verschenkte Punkte.“ Wie berichtet, hatten sich beide Teams mit einem 2:2-Unentschieden getrennt, wobei dem KSC der Ausgleich noch in der 78. Minute gelang. „Wir hatten die reifere Mannschaft und die besseren Torchancen“, sagte Bartl. Ihn ärgerte vor allem, dass sein Team bei einer Standardsituation wieder Zuordnungsfehler machte. Zudem sagte er: „Wir hätten den Ball einfach mal in den eigenen Reihen halten müssen.“ Mit der Leistung seiner Spieler war der 38-Jährige aber zufrieden. „Die war absolut okay.“ Seiner Meinung nach hätte Stätzling den Sieg verdient gehabt.

Kissings Trainer Vladimir Manislavic sieht das anders. Schon nach der Partie hatte Bartl Kissing als „einen Gegner, den man schlagen muss“ bezeichnet. Diese Aussage findet der 42-Jährige unangemessen. „Wir sind keine Hobbymannschaft“, betont er. Mit dem Punktgewinn ist Manislavic jedenfalls zufrieden, wie er sagte. Sein Team habe die bessere Kondition bewiesen. Schließlich spielte Kissing fast 40 Minuten in Unterzahl. Franko Berglmeir musste in der 53. mit Gelb-Rot vom Platz. „Dann kann man nichts machen, außer die Ruhe zu bewahren und Nadelstiche zu setzen“, sagte Manislavic. Das habe sich am Ende ausgezahlt. Den Trainer ärgert allerdings, dass sein Team unmittelbar nach dem ersten Treffer durch Berglmeir erneut ein schnelles Gegentor kassierte. „Das müssen wir unbedingt abstellen. Sorgen macht sich Manislavic um Quirin Springer. Der musste mit einer Verletzung am Knie ausgewechselt werden.

Für den dritten Landesligisten aus dem südlichen Landkreis verlief das Wochenende ebenfalls nicht zufriedenstellend. Der SV Mering verlor gegen den TSV Aindling mit 0:1. Weil Coach Sascha Mölders mit den Profis des TSV 1860 München unterwegs war, hielt Co-Trainer Andreas Holzmann für ihn an der Seitenlinie die Stellung. „Chancen hatten wir genügend“, analysierte er am Montag. Die seien jedoch nicht verwertet worden. „Wir betreiben seit mehreren Wochen einen enormen Aufwand, der sich aber nicht richtig auszahlt.“ Ob bewusst oder unbewusst habe Aindling es verstanden, über die Spitzen Simon Knauer und Alexander Lammer mit langen Bällen zu operieren. „Das lag uns nicht“, sagte Holzmann. Der Co-Trainer denkt aber, dass Mering in der Partie auch ein wenig das Glück fehlte. Zum Beispiel startete Niklas Arnold kurz vor Schluss noch einen aussichtsreichen Alleingang in Richtung Tor der Aindlinger, der nur knapp vereitelt wurde.

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In der Kreisliga Ost ist der BC Rinnenthal nicht von der Spitze der Tabelle zu verdrängen. Nach drei Siegen in Serie schlug das Team auch den SV Münster klar mit 4:1. „Momentan kann man sich nicht beschweren“, sagte Trainer Vincent Aumiller. Der 30-Jährige freute sich, dass sein Team bereits in der 18. Minute mit 3:0 in Führung lag. „Eine Leistung, an der es nichts auszusetzen gibt.“ Eigentlich hatte er den Gegner schwerer eingeschätzt. „Wir haben denen unser Spiel aufgedrückt, damit sind sie nicht klargekommen.“ In der zweiten Halbzeit habe Rinnenthal dann aber nicht nur einen, sondern drei Gänge zurückgeschaltet, wie der Trainer sagte. Das sei bei den hohen Temperaturen, die am Sonntag herrschten, verständlich gewesen. Münster gelang dann auch noch der Anschlusstreffer. Aumiller freute sich zudem, dass sein Team die vielen Ausfälle gut kompensiert hat. „Ein toller Kader.“

Für eine kuriose Schlussphase im Derby zwischen den Reservemannschaften sorgte der SV Mering gegen den Kissinger SC. Bis zur 85. Minute stand es 3:1 für Kissing. Dann glich der MSV aus und erhöhte sogar auf 4:3. Durch einen Freistoßtreffer von Andreas Faber hieß es dann am Ende 4:4. MSV-Trainer Christopher Fischer sagte: „Bei der Hitze haben wir gezeigt, dass wir mehr drauf haben als in der ersten Halbzeit.“ Da habe sein Team nicht gut ausgesehen. Trotz der beeindruckenden Aufholjagd ist der 35-Jährige enttäuscht über die Punkteteilung. „Wenn man ein 4:3 hergibt, ist das wie eine gefühlte Niederlage.“ Bisher ist Fischer mit dem Verlauf der Saison nicht zufrieden. „Aus fünf Spielen vier Punkte zu holen, das ist zu wenig“, sagte er. Er verlangt von seinem Team, dass es defensiv besser steht. „Wenn wir das hinkriegen, schaue ich positiv in die Zukunft.“ Der FC Stätzling II ließ gegen Gold-Blau Augsburg in der Kreisklasse nichts anbrennen und gewann deutlich mit 6:1.

In der Kreisklasse Aichach gingen die Teams aus dem Altlandkreis alle leer aus. Der SV Wulfertshausen unterlag dem FC Gundelsdorf mit 1:5. Der TSV Friedberg hatte mit 2:3 das Nachsehen in Mühlried. Der SV Ried unterlag zu Hause gegen Stotzard mit 1:3 und Dasing auswärts gegen Gerolsbach mit 0:1.

Besser lief es für die Mannschaften aus dem südlichen Landkreis in der A-Klasse Aichach. Die SF Friedberg setzten gegen Adelzhausens Reserve mit 5:1 ein Zeichen. Sie stehen nun auf dem zweiten Tabellenplatz (zehn Punkte). Für den TSV Merching gegen den BC Aresing und FC Laimering/Rieden gegen den TSV Weilach sprang jeweils nur ein Unentschieden heraus. Der TSV Mühlhausen holte seine ersten drei Punkte in dieser Saison gegen den SV Hörzhausen. Die SF Bachern erzielten gegen den TSV Schiltberg kein Tor – am Ende stand es 0:3.

Der BC Rinnenthal II bleibt in der B-Klasse Aichach auf dem Spitzenplatz. Das Team setzte seine Siegesserie gegen Hollenbach II fort. Im Nachbarschaftsduell der Reservemannschaften schlug der SV Wulfertshausen die SF Friedberg mit 2:1.

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