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Fußball-Nachlese

28.04.2015

Die Bayernliga rückt näher

Für den Meringer Fanclub ist die Richtung klar – es soll in Richtung Bayernliga gehen. Mit dem 1:1 beim TSV Nördlingen sind die Meringer diesem hehren Ziel wieder ein Stückchen näher gekommen.
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Für den Meringer Fanclub ist die Richtung klar – es soll in Richtung Bayernliga gehen. Mit dem 1:1 beim TSV Nördlingen sind die Meringer diesem hehren Ziel wieder ein Stückchen näher gekommen.
Bild: Mack

Mering hält sich mit dem Remis im Ries alle Möglichkeiten offen. Beim KSC macht sich Substanzverlust bemerkbar. Stätzling kommt nicht näher ran

Die Voraussetzungen, dass der SV Mering ein Wort in Sachen Aufstieg in die Bayernliga mitreden wird, sind besser denn je. Nach dem 1:1 im Topspiel der Landesliga Südwest beim TSV Nördlingen hat der MSV 56 Punkte – ebenso wie Kottern und Nördlingen. Vier Zähler sind es noch zu Spitzenreiter Illertissen II, doch die Meringer und Kotterner haben je zwei Spiele weniger als Nördlingen und je eines weniger als Illertissen absolviert. „Das ist doch schön, so bleibt es wenigstens spannend bis zum Schluss. Und ich habe ja schon auf der Pressekonferenz gesagt, dass uns der Punkt womöglich mehr hilft, als den Nördlingern“, erklärte ein zufriedener Trainer Günter Bayer. Der wollte eines der besten Landesliga-Spiele in seiner Meringer Zeit gesehen haben. „Das waren zwei Mannschaften, die Fußball spielen wollten und das hat sich ausgezahlt. Da war alles drin und die Partie hätte auch 2:2 oder 3:3 ausgehen können“, so Bayer.

Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase jeweils einen Matchball auf dem Schlappen. Für Mering ließ Manuel Müller die Möglichkeit in der 85. Minute liegen, für Nördlingen waren es Nico Oefele und Robin Helmschrott, die in der Nachspielzeit zweimal am glänzend reagierenden MSV-Keeper Adrian Wolf scheiterten. Der Meringer Fanclub, der mit rund 15 Mann hoch ins Ries mitgefahren war, hielt im Gerd-Müller-Stadion schon das Plakat „Mission Aufstieg“ hoch – den nächsten Schritt in diese Richtung kann der MSV am Mittwoch ab 19 Uhr in Aindling machen. Im dritten Anlauf soll es nun endlich klappen mit dem Derby.

In der Bezirksliga Süd war es absolut nicht das Wochenende der drei Teams aus dem Altlandkreis. Der Kissinger SC ist die Tabellenführung los, der FC Stätzling konnte den KSC-Stolperer nicht ausnutzen und der TSV Friedberg belohnte sich einmal mehr nicht für eine engagierte Leistung. „Es war ein bescheidener Sonntag“, resümierte Kissings Trainer Sören Dreßler nach dem 0:1 gegen Erkheim. Wie schon in der Vorrunde hatte der KSC gegen die Allgäuer den Kürzeren gezogen. „Wir sind nicht ins Spiel gekommen, leisteten uns zu viele Fehler im Passspiel und haben den nötigen Biss in den Zweikämpfen vermissen lassen“, so Dreßler. Der bemerkt auch ein bisschen Substanzverlust „durch die beiden letzten schweren Spiele im Allgäu.“ Und nun fallen mit Peter Müller und Oliver Mühlberger (verletzt) und Angelo Cena (gesperrt) drei wichtige Spieler aus. „Das macht die nächsten Aufgaben nicht leichter, aber unsere oberste Priorität liegt nun darauf, den zweiten Platz zu sichern“, erklärte der Kissinger Coach. Das Erreichen der Aufstiegsrelegation gelte es nun unbedingt anzustreben.

Auf eben diesen zweiten Platz hatte auch noch der FC Stätzling zumindest ein bisschen geschielt, aber nach dem 1:2 in Haunstetten dürfte sich dieses Thema erledigt haben. „Jetzt lässt Kissing einmal Federn und wir können’s nicht ausnutzen“, ärgerte sich FCS-Trainer Helmut Riedl. Es sei eine verdiente Niederlage gewesen, führte der Ex-Profi weiter aus. „Wir haben es außer bei unserem Tor nicht geschafft, einmal in 90 Minuten einen Ball aufs Tor zu bringen“, ärgerte sich Riedl. Und dabei musste bei Haunstetten nach der Fingerverletzung von Stammkeeper Johannes Knittel noch der Ersatztorwart zwischen die Pfosten – und das war pikanterweise Marc Riedl, der Sohn des Stätzlinger Trainers. Ausschlaggebend für die Niederlage aber war der „größere Wille, den die Haunstetter an den Tag gelegt hatten“, wie es der Stätzlinger Trainer formulierte. Bei nunmehr sieben Punkten Rückstand auf Rang zwei bei noch vier Spielen hat Riedl das Thema Aufstieg ad acta gelegt. „Die Relegation wird ohne uns stattfinden“, meinte er.

Am Willen lag es sicher nicht, dass der TSV Friedberg in Königsbrunn mit 2:4 verlor – sondern einmal mehr an der mangelhaften Chancenverwertung. Friedberg war ein „lange Zeit gleichwertiger Gegner“, hieß es schon im Liveticker – eine Formulierung, die dem TSV-Coach Willi Gutia nicht weit genug ging. „Was heißt gleichwertig? Wir waren über weite Strecken wirklich besser, machen zweimal einen Rückstand wett – und bringen dann nach dem 2:2 zwei, drei hundertprozentige Chancen nicht unter und kassieren dann das 2:3. Das war der Knackpunkt“, so der Trainer. Gutia wollte seinem jungen Team aber keinen Vorwurf machen, auch wenn er nach den 90 Minuten „enttäuscht war, ohne Ende“, wie er es formulierte. „Die Jungs sind wirklich auf einem guten Weg, aber im entscheidenden Moment fehlt dann aber die nötige Cleverness“, führte Gutia weiter aus.

In der Kreisliga Augsburg hatte diesmal der SV Ottmaring das Glück des Tüchtigen. Drei Minuten vor Schluss gelang Matthias Gail der 1:0-Siegtreffer gegen den FSV Wehringen, der die Partie zuvor hätte schon entscheiden können, ja vielleicht sogar müssen. Mit dem ersten Dreier seit dem 2. November hält das Team von Trainer Werner Heiß die Hoffnung auf den Liga-Erhalt aufrecht. Um den muss sich nun auch der SV Wulfertshausen wieder etwas mehr Sorgen machen. In Lamerdingen hatte die Mannschaft um Bastian Schaller den ersten Matchball – und den vergab ein indisponierter SVW mit 0:4 ziemlich kläglich.

Auch Marco Surauer, der Trainer des BC Rinnenthal, musste mit einer Niederlage fertig werden – mit dem 2:5 im Topspiel der Kreisklasse Aichach in Inchenhofen. „Nein, wir wollen das Titelrennen nicht spannender machen – und da auch die anderen wie Gerolsbach mitsandeln, ist ja nicht viel passiert“, erklärte der Rinnenthaler Trainer. Sein Team war über weite Strecken spielbestimmend, aber „unsere Chancenverwertung kann man nur mit Note 6 bewerten“, so Surauer. Während der BCR nur zwei seiner mindestens zehn hochkarätigen Dinger nutzte, war Inchenhofen vor dem Rinnenthaler Tor eiskalt.

Eine bittere Niederlage kassierten eine Klasse darunter – in der A-Klasse Aichach – auch die Sport-Freunde Bachern. Nach dem 1:2 gegen den Spitzenreiter Kühbach kann man die Aufstiegsplätze nicht mehr aus eigener Kraft erreichen, sondern ist auf Patzer der Konkurrenz angewiesen.

Keine Patzer leisteten sich Merching und Rinnenthal II in der B-Klasse. Beide gewannen – und Merching ist auf Meisterkurs, der BCR geht in die Aufstiegsrelegation.

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