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Landesliga Südwest

23.03.2014

Die Niederlage ist doppelt bitter

Bitterer Abgang: Marcus Mendel schied bei der Friedberger 1:2-Niederlage in Fürstenfeldbruck schon früh mit einer Kopfverletzung aus und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Bild: Selder

Beim 1:2 in Fürstenfeldbruck scheidet Friedbergs „Verlegenheits-Keeper“ Marcus Mendel früh verletzt aus

Nur eine Nacht lag zwischen den beiden schmerzhaften Tiefschlägen, die Fußballabteilungsleiter Bob Mendel einstecken musste. Am Freitagabend unterlag er bei der Jahreshauptversammlung des TSV 1862 in der Kampfabstimmung um einen Posten im Vorstand gegen eine Turnerin. Und am Samstag musste er im Landesligaspiel als Aushilfstorwart in Fürstenfeldbruck schon bald mit einer klaffenden Schnittwunde ins Krankenhaus.

Wieder wurde es nichts. Und wieder einmal waren die Friedberger auf Augenhöhe, aber sie vermochten es nicht, aus der Feldüberlegenheit Kapital zu schlagen. Ein Manko, das die Kindermann-Elf in den letzten Wochen einfach nicht loswird. Und erneut waren widrige Umstände im Spiel. „Oldie“ Marcus (Bob) Mendel musste ins Tor, weil Martin Lilli und Dragan Kozul verletzt und Dragan Ignjatovic gesperrt waren. Aber nach 29 Minuten war Schluss für den tapferen Fußballer-Boss. Nach einem Zusammenprall mit einem Fürstenfeldbrucker musste Mendel mit einer blutenden Wunde am Kopf ärztlich versorgte werden. Und wie schon vor acht Tagen musste sich Feldspieler Nico Lehmann den Pullover überziehen, denn der TSV Friedberg hat jetzt keinen Torhüter mehr.

Einen Punkt hätten sich die Friedberger auf jeden Fall verdient. Denn nach dem frühen Führungstor der Platzherren in der achten Minute rissen sich die Burschen um Kapitän Basti Lang am Riemen und fighteten vorbildlich. Mit der Folge, dass Nino Kindermann in der 44. Minute nach einem Foul am aufgerückten Lehrmann den fälligen Elfmeter zum 1:1 verwandeln konnte. Doch schon im Gegenzug sorgte der dribbelstarke Senegalese Jerome Fayé mit einem Traumtor für das 2:1. Doch Friedberg kam auf. Das Spiel selbst hatte kein Landesliga-Format. Es gab kaum Torraumszenen, aber Kampf war Trumpf auf beiden Seiten. Bezeichnend für die Überlegenheit der Friedberger in der zweiten Halbzeit ist die Tatsache, dass Lehmann nur einen einzigen Ball zu halten hatte. Vor allem als „Addo“ Hajdarevic für Lichtenstern ins Spiel kam, wurde noch einmal Dampf gemacht. Hektisch ging’s auch zu, aber Schiedsrichter Andreas Mörgenthaler leitete hervorragend. Zur Note eins mit Stern – aus Friedberger Sicht – fehlte vielleicht ein zweiter Elfmeter, den viele Friedberger in der Nachspielzeit nach einem Eingreifen des Brucker Schlussmannes Thiel gegen Staudenmayer forderten.

TSV Friedberg Mendel (29. Lehmann); Miok, Fischer, Lehmann (29. Staudenmayer), Huckle, Lang, Lichtenstern (59. Hajdarevic), Bytyqi, Lehrmann (75. Boser), Mijailovic, Kindermann – Tore 1:0 Richter (8.), 1:1 Kindermann (44/Foulelfmeter), 2:1 Fayé (45.) – Schiedsrichter Andreas Mörgenthaler – Zuschauer 150

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