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Landesliga Südwest

17.05.2015

Die schwarze Serie bleibt bestehen

Wie schon gegen Gundelfingen hatten die Meringer Amir Mozaffari (links) und Torhüter Adrian Wolf auch in Memmingen in den entscheidenden Momenten das Nachsehen. Nach dem 0:3 im Allgäu ist die Chance des MSV auf Platz zwei nur mehr minimal.
Bild: Walter

Trotz viel Ballbesitz gelingt gegen den Angstgegner Memmingen II nichts Zählbares – stattdessen kassiert die Bayer-Elf in Überzahl zwei Gegentore

Das war’s wohl endgültig mit den Bayernliga-Ambitionen des SV Mering. Der MSV verlor bei seinem „Angstgegner“ Memmingen II mit 0:3 und hat somit nur mehr minimalste Chancen auf den zweiten Platz. Die Meringer konnten im Allgäu die Erwartungen nicht erfüllen – und das, obwohl man in den letzten 25 Minuten sogar in Überzahl spielte.

Die Enttäuschung war den Spielern ins Gesicht geschrieben. Man hatte viel Ballbesitz – aber zumindest in der ersten Halbzeit keine echten Torchancen. Die Memminger hingegen spielten clever, waren aggressiv und immer einen Tick schneller. Und die Allgäuer konnten auch völlig unbelastet aufspielen. Der MSV nicht, und das war den Spielern – wie schon am Mittwoch gegen Gundelfingen – anzumerken. Die Pässe kamen nicht wie gewohnt in die Schnittstelle und die Stürmer taten sich schwer. „Vielleicht sind wir mit der psychologischen Belastung nicht klargekommen. Die Wochen vorher war’s gut und als dann plötzlich der Druck da war, als man gesehen hat, dass Relegation und sogar Meisterschaft möglich wären, nicht mehr. Man muss einfach sagen, dass es nicht gereicht hat“, so ein sehr enttäuschter Meringer Trainer Günter Bayer.

Es war ein kurioses Spiel. Das meiste spielte sich 20 Minuten lang im Mittelfeld ab, wobei sich Mering ein leichtes Übergewicht erarbeitete. Echte Torchancen bis dahin: Fehlanzeige. Dann war es ein Geniestreich von Memmingens Tim Buchmann, der sich den Ball an der Mittellinie eroberte, auf das Meringer Tor zulief und dann einfach mal voll abzog. Sein Schuss aus rund 35 Metern war so scharf und platziert getreten, dass sich Adrian Wolf im Meringer Kasten lang und länger machen konnte, wie er wollte: Er bekam den Ball letztendlich erst im Netz zu fassen. Zum Ende der ersten Halbzeit machte der Gast nochmals richtig Druck – aber ohne zählbaren Ertrag.

Nach der Pause agierten die Meringer dann weit konzentrierter, erarbeiteten sich wieder die eine oder andere Chance – nur ein Tor gelang nicht. Die Memminger wurden nervös und so sah der bereits Gelb-vorbelastete Kapitän Patrick Böck in der 64. Minute glatt Rot nach einem Foul und Beleidigungen gegen Stefan Wiedemann. Die Meringer verstanden es in der Folge aber nicht, ihre Überzahl zu nutzen. Im Gegenteil: In der 71. Minute führten die Allgäuer einen Freistoß schnell aus, Patrick Rabus zog aus 20 Metern ab und der Ball prallte vom Innenpfosten zum 2:0 ins Netz. Auch danach vergaben die Gäste ihre Möglichkeiten – und in der fünften Minute der Nachspielzeit musste der MSV gar noch das 0:3 durch durch Tim Buchmann hinnehmen.

Mering Wolf, Gocevic (82. V. Huber), S. Huber, Lutz (85. Ersoy), Schmitt (68. Zambak), Wiedemann, Obermeyer, Barbano, Stapfer, Mozaffari, Müller – Tore 1:0 Buchmann (24.), 2:0 Rabus (71.), 3:0 Buchmann (90.+5) – Rot Böck (Memmingen/64.) – Schiedsrichter Florian Wernz (Landsberg am Lech)

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