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Handball-Nachlese

06.10.2011

Drei Rückraumspieler, zwei Tore

Nicht ein einziger Treffer gelang Manuel Vilchez-Moreno (schwarzes Trikot) im Spiel gegen Kirchzell – der TSV verlor mit 20:26.
Bild: Foto: Peter Kleist

Friedberg hat die 20:26-Niederlage gegen Kirchzell seiner schwachen Offensivleistung zu verdanken. Personalsorgen beim Kissinger SC

Friedberg/Kissing Groß war die Enttäuschung beim TSV Friedberg nach der Heimniederlage in der 3. Liga gegen Kirchzell. Beim 20:26 fanden die Handballer nie ins Spiel und vergaben durch eine schwache Offensivleistung alle Siegchancen. Auch in Kissing war man nach dem 21:28 beim Eichenauer SV bedient, während der TSV II sich über den ersten Sieg in der laufenden landesligasaison freute.

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Es war kein vergnüglicher Handballabend für die Zuschauer in der TSV-Halle. Sie sahen ein Friedberger Team, das vor allem im Angriff Schwächen offenbarte. Kirchzell spielte 5:1-System in der Abwehr, mit dem die Herzogstädter in den vergangenen Partien eigentlich gut zurecht gekommen waren. Auch die kurze Deckung gegen Johannes Luderschmid hätte Friedberg kontern können, doch an diesem Tag lief nicht viel zusammen in der Offensive.

Trainer Hartmut Mayerhoffer wollte mit seiner Mannschaft aber nicht zu hart ins Gericht gehen: „Es ist nun einmal so, dass wir in dieser starken 3. Liga nur dann Siegchancen haben, wenn wir alle 100 Prozent unseres Potenzials abrufen. Sind es einmal nur 95 oder wie am Sonntag vielleicht höchstens 90, dann wird es ganz schwer.“ Die Liga sei so ausgeglichen, dass man mit der Leistung vom Sonntag wohl auch gegen jede andere Mannschaft verloren hätte, meinte Mayerhoffer weiter. Der TSV-Coach zollte der guten Kirchzeller Abwehr Respekt. „Die Niederlage ist kein Beinbruch“, so Mayerhoffer.

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Es kommt fast nie vor, dass alle drei gefährlichen Rückraumschützen des TSV Friedberg aus dem Spiel genommen werden. Doch diesmal waren Johannes Luderschmid (ein Tor), Miroslav Ilic (ein Siebenmeter) und Manuel Vilchez- Moreno (torlos) nahezu komplett abgemeldet. Am Samstag in Horkheim wartet die nächste Spitzenmannschaft der 3. Liga auf den TSV. Dann wird sich Friedberg wieder steigern müssen.

Bei der „Zweiten“ des TSV freute man sich über den 30:29-Zittersieg gegen den TSV Allach. „Ich bin erleichtert, dass wir diese wichtigen zwei Punkte eingefahren haben“, so Friedbergs Trainer Patrick Wolf nach dem Spiel. Froh war man beim TSV, dass man mit Andreas Dittiger wieder einen torgefährlichen Mann dazubekommen hatte.

Johannes Sumperl schied früh verletzt aus

Von „dazubekommen“ können die Verantwortlichen des Kissinger SC momentan nur träumen. „Wir sind derzeit ziemlich ersatzgeschwächt“, so KSC-Trainer Dieter Braun. Der muss nach wie vor auf Janos Füsi verzichten und bei der Niederlage in Eichenau fiel frühzeitig auch Johannes Sumperl aus. „Er hat große Probleme mit der Schulter und konnte nicht mehr werfen – damit war unser Offemsivspiel ziemlich eingeschränkt“, erläuterte Braun. Bis zur Pause konnte Kissing dank einer guten Abwehr das Unentschieden halten, nach dem Wechsel stand es schnell 16:10 für Eichenau. „Und die sechs Tore konnten wir halt nicht mehr aufholen“, so Braun nach der 21:28-Niederlage. Unter der Woche fehlten auch noch einige angeschlagene Akteure und wer am Samstag gegen Fürstenfeldbruck II aufläuft, ist noch nicht klar. Dennoch ist Braun sicher: „Das Potenzial für die Landesliga ist in jedem Fall da.“

Spielfrei waren diesmal die Damen der SG Kissing/Friedberg, da deren Partie beim 1. FC Nürnberg verlegt wurde. Trainerin Chistina Pawlick hatte also genügend Zeit, ihre Mädels nach der Heimniederlage gegen Herzogenaurach wieder aufzurichten und auf das kommende Heimspiel vorzubereiten. Am Samstag kommt mit Gröbenzell ein Team, das erst einen Punkt auf dem Konto hat.

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