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Tennis

15.01.2019

Ein Friedberger trumpft in Paris auf

Samuel Braun vom TC Friedberg vor der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Bei einem internationalen Turnier spielte das Nachwuchstalent groß auf.
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Samuel Braun vom TC Friedberg vor der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Bei einem internationalen Turnier spielte das Nachwuchstalent groß auf.
Bild: Jürgen Braun

Der elf Jahre alte Samuel Braun vom TC Friedberg feiert bei einem internationalen Jugend-Turnier mit seinem Partner Lieven Mietusch den Sieg im Doppel.

Traditionell sehr stark besetzt startet alljährlich die internationale Turnierserie der U12 in Paris. Spieler aus 17 Ländern zog es dieses Jahr in die französische Hauptstadt, um bei „30ème Open des 10-12 du TCBB“ die ersten Turniersieger der Saison auszuspielen. Darunter auch den elf Jahre alten Samuel Braun vom TC Friedberg, der in der Seine-Metropole letztlich eine mehr als bemerkenswerte Leistung ablieferte.

Die Klasse dieses Kategorie-1-Turnieres zeigt sich schon in den Listen der ehemaligen Sieger, unter denen mit Jelena Ostapenko beispielsweise die French Open Siegerin von 2017 gelistet ist. Auch Gael Monfils, Kristina Mladenivic und Richard Gasquet, allesamt Top-Ten-Spieler, waren hier schon erfolgreich.

Braun trifft in der Qualifikation schon auf talentierte Spieler

Samuel Braun wollte sich über die Qualifikation einen Platz im Turnier sichern. Schon in der „Quali“ zeigte sich die Klasse der Spieler. In der ersten Runde musste Braun gegen Adrian Rolland Estrada sein ganzes Können aufbringen. Dank seines konsequenten Angriffsspiels zog er mit 6:4 und 6:2 in die nächste Runde ein. Dort wartete mit Mathis Salvestre ein in Frankreich kein Unbekannter, der im ersten Satz schnell auf 4:0 davonzog. Doch von da an kam Braun besser ins Spiel, holte auf und gestaltete den Satz noch ausgeglichen. Dennoch verlor er ihn mit 6:7. Danach besann sich der Friedberger jedoch wieder auf seine Stärken und konnte die nächsten beiden Sätze mit 6:1 und 6:1 deutlich für sich entscheiden.

Am zweiten Tag startete das Hauptfeld und in Runde eins wartete mit Louis Chevallier der dritte Auswahlspieler der französischen Equipe. Der Schützling von Jiri Zavadil dominierte das Spiel aber von Beginn an und entschied die Partie mit 6:0 und 6:4 klar für sich.

So traf er in der nächsten Runde auf Yannis Batsabaken, ein französisches Talent, das bereits einige Ausrüster- und Sponsorenverträge hat. Auch hier dominierte der TCF-Nachwuchscrack von Beginn an klar und zog mit 6:2 und 6:1 in die Runde der letzten 16, also in das Achtelfinale, ein.

Dort traf Braun mit Romain Andres nun bereits auf den fünften Franzose, der über mit einem Sieg über die nominelle Nummer eins der französischen Auswahl in diese Runde eingezogen war. Der Linkshänder, der Samuel um mehr als einen Kopf überragte, begann erwartungsgemäß stark und entschied nach vielen engen Ballwechseln den ersten Satz mit 7:5 für sich. Samuel Braun besann sich wieder und konzentrierte sich auf seinen Matchplan. Er gewann den zweiten Satz mit 6:1 und führte im dritten schon mit 4:1. Doch der junge Franzose gab nicht auf und erzwang beim 6:6 den Tie-Break. Auch hier ging Samuel mit 5:2 in Führung, die er aber nicht in einen Sieg ummünzen konnte. Somit verlor er mit 6:7 und musste sich Romain Andres sehr unglücklich geschlagen geben. Der zollte dem Friedberger aber wegen dessen Kämpferherz großen Respekt.

Im Finale kam es zu einem Duell Deutschland gegen Italien

Parallel zum Einzelwettbewerb wurde der Doppelwettbewerb ausgetragen, an dem Samuel mit seinem bayerischen Tenniskollegen Lieven Mietusch teilnahm. Die erste Begegnung gegen eine rein französische Paarung konnten die beiden Bayern in drei Sätzen und hart umkämpft für sich entscheiden. In der nächsten Runde wartete mit dem späteren Sieger des Einzelwettbewerbs und seinem französischen Partner bereits der erklärte Turnierfavorit. Hier setzten sich die beiden Deutschen nach großem Kampf in drei engen Sätzen durch und trafen im Halbfinale auf ein rumänisches Duo. Hier traten sie von Beginn an sehr konzentriert auf und entschieden die Partie klar mit 6:2 und 6:4 für sich.

Im Finale kam es dann zu einem Duell Deutschland gegen Italien. Die sehr gut eingespielten Jungs der italienischen Auswahl – Federico Gina und Yannick Thierry Ngantcha LLiso – gewannen den ersten Satz schnell mit 6:1 und es sah lange nach einem klaren Sieg für die Italiener aus.

Nach einem absolut hochklassigen Netzduell schafften es Lieven und Samuel, den zweiten Satz mit 6:4 für sich zu entscheiden. Im dritten Satz, dem Match-Tiebreak, waren die beiden von Beginn an konzentriert und konnten sich nach dem 10:6 am Ende verdient als Turniersieger feiern lassen.

Für Samuel Braun war diese Woche eine tolle Erfahrung, er schloss viele Freundschaften mit Spielern aus den anderen Nationen. In der spielfreien Zeit wurde natürlich Paris mit all seinen Sehenswürdigkeiten erkundet und fleißig Latein- und Englischvokabeln im Hotelzimmer gebüffelt. (FA, mit Jürgen Braun)

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