Fußball-Nachlese

26.05.2015

Eine Ära ist zu Ende

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Gruppenbild zum Abschied: Harun Nurten, Marcel Pietruska, Bujar Bytyqi, Marco Heckmeier und Bora Kalkan (von links) verlassen den TSV Friedberg. Rechts Abteilungsleiter Marcus Mendel.
Bild: Kleist

Nach über einem Vierteljahrhundert muss der TSV Friedberg wieder den Gang in die Kreisliga antreten. Der Altlandkreis stellt in drei Klassen den Top-Torjäger

Nun ist sie also beendet – die Saison 2014/15, sieht man einmal von den noch verbleibenden Relegationsspielen ab. Und mit ihr endete auch eine Ära, nämlich die des TSV Friedberg auf Bezirksebene. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert, seit der Saison 1989/90 spielten die Friedberger mindestens in der Bezirksliga, acht Spielzeiten lang war man in der damals höchsten schwäbischen Liga, der Bezirksoberliga, vertreten – und einmal gar in der Landesliga. Doch gerade diesen Sprung hat die Abteilung letztlich nicht verkraftet – sowohl sportlich, als auch finanziell. Nach dem Abstieg im Vorjahr geht es nun direkt noch eine Stufe weiter nach unten – und wieder verlassen den Verein mit Marcel Pietruska, Bujar Bytyqi, Harun Nurten und Marco Heckmeier gute Akteure, Bora Kalkan hatte seit der Winterpause in der zweiten Mannschaft gespielt. Der Weg zur Konsolidierung ist also weiterhin steinig, zumal die Abteilung auch innerhalb des Vereins keine große Lobby hat und auch die zweite Mannschaft eine Klasse tiefer – in die A-Klasse – gehen muss. Dennoch gibt es Silberstreifen am Horizont. Die Jugend boomt, mit rund 550 Mitgliedern sind die Fußballer die drittgrößte TSV-Abteilung – und vor allem eine, die noch wächst. In der Rückrunde hatte das Team durchaus guten Fußball gezeigt, auch das 2:3 zum Abschluss gegen Meister Türkspor war so schlecht nicht – und anschließend war die Abschlussfeier auch gut besucht.

Mehr zum Feiern hatten indes andere – beispielsweise der BC Rinnenthal, der nach nur einem Jahr in der Kreisklasse wieder in die Kreisliga aufsteigt. Das Team von Trainer Marco Surauer holte die Meisterschaft verdient. Die Rinnenthaler feierten am Pfingstsonntag – und sollte der BCR II noch den Sprung in die A-Klasse schaffen, wäre ein weiteres Fest fällig.

Über Platz zwei in der Bezirksliga Süd darf sich der Kissinger SC freuen – bis aber richtig gefeiert werden kann, wird noch einige Zeit vergeben. Noch steht die Aufstiegsrelegation zur Landesliga an und die könnte günstigstenfalls bis zum 7. Juni dauern. Trainer Sören Dreßler möchte sich gerne mit dem Sprung in die Landesliga vom KSC verabschieden.

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Gefeiert wurde auch beim FC Stätzling: nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr und dem knapp verpassten Aufstieg in die Landesliga landete die Truppe von Trainer Helmut Riedl heuer auf Platz drei. Angesichts mancher Verletzungssorgen eine mehr als respektable Leistung.

Auf Platz vier beendete der SV Mering die Saison in der Landesliga - auf dem gleichen Platz wie im letzten Jahr, obwohl man neun Punkte mehr eingesammelt hatte. „Absolut zufrieden“ sei er mit der Saison, ließ Trainer Günter Bayer verlauten. Man habe sich im Amateur-Oberhaus etabliert, sei die beste Mannschaft im Kreis – darauf könne man stolz sein. Hinter vorgehaltener Hand hatte man sich beim MSV vielleicht noch mehr erhofft – ab Juli unternimmt man einen neuen Anlauf mit dem Fernziel Bayernliga.

Ganz andere Sorgen haben der SV Wulfertshausen und der SV Ottmaring. Der SVO steigt direkt aus der Kreisliga ab, der SVW muss in die Mühlen der Abstiegsrelegation. Den Wulfertshausern droht nach dem Aufstieg also wieder nach nur einer Saison der bittere Gang eine Etage tiefer.

Grund zur Freude gab es ganz im Süden des Landkreises, beim TSV Merching. Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat es der TSV nun geschafft: Die Elf von Trainer Alex Vötter packte den Sprung in die A-Klasse direkt. Klar, dass am Pfingstwochenende ausgiebig gefeiert wurde.

Bei allen anderen Teams heißt es nun, Saison analysieren, Pause machen und ab August wieder angreifen. Bachern strebt zurück in die Kreisklasse, die Sportfreunde Friedberg und der TSV Dasing haben mit neuen Trainern vor, besser abzuschneiden als diesmal.

Dass im Altlandkreis Friedberg guter Fußball geboten wird, das hat sich in den letzten Monaten gezeigt, dass es hier auch herausragende Torschützen gibt, ebenfalls. In drei Klassen stellen Mannschaften aus diesem Bereich den erfolgreichsten Torschützen. Zwei kommen aus Rinnenthal: Jürgen Pestel vom BCR I traf in der Kreisklasse Aichach stolze 27 Mal ins Schwarze, Tobias Berger (BCR II) hat in der B-Klasse Aichach 24 Tore auf seinem Konto. Auf 26 Tore brachte es in der A-Klasse Aichach Thomas Dambor von den Sport-Freunden Bachern. Und nur ganz knapp verfehlte Agustin Barbano vom SV Mering die Torjägerkrone in der Landesliga Südwest. Seine 20 Tore reichten zu Platz zwei – ein Törchen hinter Torsten Schuhwerk vom SV Egg an der Günz.

Nun gilt für die Fußballer also Urlaub machen, regenerieren, Kräfte sammeln, ehe es nach der kurzen Sommerpause für die ersten schon Mitte Juli wieder heißt: „Auf ein Neues!“

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