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Handball

09.10.2011

Eine Führung wollte nicht gelingen

Deutlich mehr Engagment als zuletzt im Heimspiel zeigte Drittligist TSV Friedberg (am Ball Mario Ilic) beim ungeschlagenen Tabellenführer Horkheim, kassierte aber eine denkbar knappe Niederlage.
Bild: Foto (Archiv): Peter Kleist

Drittligist TSV Friedberg unterliegt beim ungeschlagenen Tabellenführer Horkheim denkbar knapp mit 27:28, weil im Angriff zu viele Chancen liegen gelassen werden

Friedberg Ganz knapp hat es für den TSV Friedberg in Horkheim nicht gereicht. In einem heiß umkämpften Drittligaspiel verloren die Handballer mit 27:28 (11:14). Trotz einer engagierten kämpferischen Leistung wurden die Herzogstädter nicht belohnt, sie ließen aber auch wieder zu viele freie Würfe ungenutzt.

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Beim bislang ungeschlagenen und souveränen Tabellenführer war es die erwartet schwere Aufgabe. Horkheim hat eine sehr gut besetzte Mannschaft und ist sehr heimstark. Gleich nach dem Anpfiff zogen die Gastgeber dann auch auf 5:1 davon. Friedberg schüttelte sich kurz, fand dann aber rasch in diese Partie hinein. Der TSV konnte in wenigen Minuten auf 4:5 verkürzen. Aber der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Horkheim blieb in der Folge immer mit ein bis zwei Treffern in Front. Es entwickelte sich ein sehr hartes und umkämpftes Spiel. Die Friedberger zeigten eine viel bessere Leistung als in der Vorwoche gegen Kirchzell.

Bis kurz vor der Pause blieb Friedberg in Schlagdistanz, auch wenn die Gäste es nie schafften, selbst einmal in Führung zu gehen. Wenigstens stimmten die Abwehrarbeit und der Einsatz der Mannschaft. Die Friedberger verschoben geschickt und störten die gefährlichen Angreifer von Horkheim geschickt. Anders als in der Vorwoche konnte der Rückraum des TSV zudem seine Torgefährlichkeit zeigen: Johannes Luderschmid mit acht Toren war dabei am effektivsten. Auch Thomas Wagenpfeil war mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke kaum zu stoppen. So konnten sich die Gastgeber bis zur Pause zwar auf 14:11 absetzen, aber es war für den TSV immer noch alles möglich.

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Trainer Hartmut Mayerhoffer schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Friedberg kam bärenstark aus der Pause und holte den Rückstand innerhalb kurzer Zeit auf. Hatten sie einmal die Chance, in Führung zu gehen, fanden die Würfe nicht den Weg ins Tor. Obwohl spielerisch alles passte und sich Friedberg manch gute Möglichkeit herausgearbeitet hatte, konnten die Gäste in solch wichtigen Momenten den Ball nicht im Gehäuse unterbringen.

So ging es mit einem knappen 23:24-Rückstand in die Schlussphase. Friedberg musste jetzt etwas dem hohen Spieltempo und seiner dünn besetzten Reservebank Tribut zollen. In der Abwehr ließen die Gäste den beiden torgefährlichen Halbspielern von Horkheim zu viel Raum und kassierten so einfache Tore. Beim Stand von 25:27 erschwerte eine Zeitstrafe für den TSV das Unterfangen noch zusätzlich. Friedberg musste die Partie nun in Unterzahl beenden. Trotz dieser ungünstigen Umstände schafften die Herzogstädter noch zweimal den Anschlusstreffer zum 26:27 und 27:28. Aber in Unterzahl hatte die Abwehrformation keine Chance, die offensivstarken Horkheimer zu stoppen und den Ball zu erobern, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. So musste Friedberg sich nach 60 Minuten in die knappe 27:28-Niederlage fügen.

TSV Friedberg Seiler; von Petersdorff; J. Luderschmid (8); Wagenpfeil (5/1); Vilchez-Moreno (4/2); Ilic (2/1); Antony (4); Feuchtmann (1); Link (2); Scheiber (1); Segmüller; Prause.

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