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Fußball-Nachlese

28.10.2019

Friedberg: Ersatztorwart wird diesmal dringend gesucht

Diese Szene führte letztlich zur hektischen Suche des TSV Friedberg nach einem Ersatztorwart: Markus Zmmermann wird von Daniel Obermeier (Nummer 2) in der Luft heftig attackiert, bedachte diesen dann mit unfreundlichen Worten und sah die Rote Karte.
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Diese Szene führte letztlich zur hektischen Suche des TSV Friedberg nach einem Ersatztorwart: Markus Zmmermann wird von Daniel Obermeier (Nummer 2) in der Luft heftig attackiert, bedachte diesen dann mit unfreundlichen Worten und sah die Rote Karte.
Bild: Otmar Selder

Plus Der TSV Friedberg kommt trotz Unterzahl zu einem wichtigen Sieg beim Mitaufsteiger Haunstetten. Stätzling belohnt sich nicht. Dafür herrscht Freude in Ried.

Ersatztorhüter haben’s normal nicht leicht, oder einen gemütlichen Job – je nach Sichtweise. Man ist die Nummer zwei, sitzt zu 99 Prozent auf der Bank und kann dem Treiben auf dem grünen Rasen meist in Ruhe zuschauen. Wird man aber gebraucht, weil sich die Nummer eins verletzt – oder wie im Fall des TSV Friedberg – vom Platz gestellt wird, dann muss man blitzschnell von Null auf Hundert sein. Dumm nur, wenn dann kein Ersatzkeeper zur Hand ist.

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Zimmermann sieht Rot, Abteilungsleiter hilft aus

Dieses Szenario erlebte der TSV Friedberg in der Bezirksliga Süd im Duell beim Mitaufsteiger TSV Haunstetten. Friedbergs Keeper Markus Zimmermann war in der Luft rüde angegangen, schickte dem Übeltäter Daniel Obermeier ein paar unfreundliche Worte – und sah dafür Rot. Und dann begann die Suche, denn die eingeteilte Nummer zwei Josip Sagolj war nicht erschienen. Für die wenigen Minuten vor der Pause übernahm Michael Pfeifer, in seiner Jugend auch schon mal Torwart, den Part, dann sprang Abteilungsleiter Marcus Mendel, der unter den Zuschauern weilte, ein. „Wann brauchst du schon mal einen Ersatztorwart? Aber wenn du einen brauchst, ist keiner da – und ich war froh, dass der Bob eingesprungen ist“, meinte TSV-Trainer Markus Specht. Der bescheinigte seinem Team in Durchgang eins eine gute spielerische Leistung, in Unterzahl nach der Pause dann eine sehr gute kämpferische. „Das war schon manchmal brenzlig, aber wir haben letztlich nicht unverdient gewonnen“, so der neue Coach nach dem 4:1-Sieg, den er als „bitter nötig“ bezeichnete. „Die Richtung bei uns stimmt, der Trend zeigt nach oben“, erklärte Specht.

Stätzling trifft einfach nicht

Beim FC Stätzling in der Bezirksliga Nord bescheinigte Trainer Andreas Jenik den Seinen auch ein gutes Spiel, doch vergaßen sie Stätzlinger gegen Rain II das Wichtigste: nämlich das Tore schießen. „Wer keine Tore schießt, kann schlecht ein Spiel gewinnen“, stellte Jenik nach der 0:1-Niederlage fest. „Ich kann den Jungs kaum einen Vorwurf machen, außer eben den, dass sie nicht getroffen haben – Chancen hatten wir ja genug“, meinte der FCS-Trainer. Rain sei zweimal gefährlich vors Stätzlinger Tor gekommen und „einmal hat’s eben gescheppert“, so Jenik. Nun heißt es, den Kopf nicht hängen lassen, schließlich habe die Leistung gestimmt, nur eben der Ertrag nicht. Am Wochenende steht nun das brisante Derby in Affing an.

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Ried beendet eine Serie des Gegners

Auch Stätzlings zweite Mannschaft musste sich an diesem Spieltag geschlagen geben. Die Siegesserie des FCS II in der Kreisklasse Aichach endete mit einem 1:2 beim SV Ried. Die Rieder scheinen gerade gegen Teams aus dem vorderen Drittel zu großer Form aufzulaufen. „Wir haben in Halbzeit eins wenig zugelassen, gut nach vorne gespielt und meines Erachtens nicht unverdient 2:0 geführt“, so Rieds Trainer Michael Meisetschläger. Nach dem Seitenwechsel kam zwar ein kleiner Einbruch, doch konnten die technisch besseren Stätzlinger daraus kaum Kapital schlagen. „Wir hatten das Ganze weitgehend im Griff“, so der Rieder Coach, der trotz des derzeitigen achten Tabellenplatzes weit davon entfernt ist, von einem gesicherten Rang zu sprechen. Während Bachern nach dem 4:1 gegen Affing II weiter Kontakt zur Spitze hält, lief es für Ottmaring und Wulfertshausen diesmal beileibe nicht nach Wunsch. Ottmaring kam gegen den Drittletzten Rehling nur zu einem 2:2 und Wulfertshausen erlebte bei der 0:7-Heimpleite gegen Gundelsdorf ein Debakel. SVW-Trainer Bastian Schaller suchte nach dieser Klatsche nahezu kommentarlos das Weite.

Kreisligisten bleiben ungeschlagen

Ungeschlagen überstanden die Kreisligisten aus dem Altlandkreis den vergangenen Spieltag. In der Kreisliga Augsburg siegte der Kissinger SC in Täfertingen mit 2:1 und nahm damit Revanche für die 0:3-Pleite im Kreispokalfinale am 1. Mai an gleicher Stelle. Sechs der von Trainer Marco Henneberg geforderten sieben Punkte aus drei Spielen wären damit eingefahren. In der Kreisliga Ost setzte der BC Rinnenthal mit dem 4:1 gegen Thierhaupten seinen Aufwärtstrend fort und holte aus den letzten drei Spielen sieben Punkte. Bemerkenswert schlägt sich der Aufsteiger TSV Dasing, der Woche für Woche wichtige Spieler ersetzen muss. Diesmal erkämpfte sich die Truppe von Trainer Jürgen Schmid ein 1:1 in Mühlried und zeigte wieder Moral. Schließlich war das 1:0 für Mühlried erst in der 85. Minute gefallen, doch Routinier Christoph Schulz glich in der 89. Minute aus und sicherte so den durchaus verdienten Punktgewinn.

Sportfreunde stehen nun ganz oben

Er war sich sicher, dass die Serie seines Teams halten würde: Wolfgang Marzini, der Trainer der Sportfreunde Friedberg. Und er sollte Recht behalten, denn die Friedberger setzten sich im Schlagerspiel der A-Klasse Ost bei der DJK Gebenhofen mit 4:2 durch, die bislang ungeschlagen war und die letzten acht Partien gewonnen hatte. Damit übernahmen die „Ostler“ auch die Tabellenführung, die man nun auch nicht mehr so schnell abgeben möchte. Und am Sonntag steht den Friedbergern schon das nächste Gipfeltreffen ins Haus – dann geht es auf eigenem Platz gegen den Tabellenzweiten Obergriesbach.

Freude bei den Sportfreunden Friedberg: Nach dem 4:2 im Spitzenspiel in Gebenhofen sind die „Ostler“ Tabellenführer.
Bild: Otmar Selder

Eine lange Anlaufzeit brauchte der BC Rinnenthal II beim 4:0 gegen Eurasburg, erst ein Eigentor brach fünf Minuten nach der Pause den Bann. Und auch der SV Mering II feierte einen Derbysieg: Mit 6:1 beim SV Ottmaring II.

Und es gibt noch von einem Trainereinstand zu berichten. Beim TSV Merching stand erstmals Peter Müller als verantwortlicher Coach an der Seitenlinie. Sein Einstand darf als durchwachsen und halbwegs geglückt bezeichnet werden. Merching kam in der Kreisklasse Augsburg-Mitte beim Tabellenvorletzten TSG Hochzoll nur zu einem 2:2-Unentschieden – ist aber dennoch nun die letzten sechs Spiele ungeschlagen.

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