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Tennis

11.09.2020

Früherer Friedberger Supervisor Sören Friemel disqualifiziert Djokovic

Sören Friemel war bei den ITF-Turnieren in Friedberg als Supervisor aktiv. Aktuell macht er als Oberschiedsrichter bei den US-Open Schlagzeilen.
Bild: Peter Kleist

Plus Ähnliches erlebte Sören Friemel einst beim ITF-Turnier des TC Friedberg. TCF-Präsident Stefan Pasdera erinnert sich an den Oberschiedsrichter der US Open.

Es war der große Aufreger im Tenniszirkus. Die Nummer eins der Welt Novak Djokovic schied bei den US-Open aus. Der Serbe schlug wütend einen Ball weg und traf dabei eine Linienrichterin. Diese blieb verletzt am Boden liegen. Die Folge: Der haushohe Favorit wurde disqualifiziert. Die Entscheidung musste Oberschiedsrichter Sören Friemel treffen. Der Deutsche ist auch bei den Tennisspielern in Friedberg kein Unbekannter.

Viele Jahre war Friemel als Supervisor bei den ITF-Future-Turnieren des TC Friedberg im Einsatz. Auch dort musste der 49-Jährige schon eingreifen. 2014 disqualifizierte er den damals 16-jährigen Stefanos Tsitsipas, weil dieser zu spät zu seinem Match erschienen war. TCF-Präsident Stephan Pasdera erinnert sich: „Sören ist in solchen Dingen sehr ruhig und sachlich. Das zeichnet ihn aus.“ Selbst gegenüber Novak Djokovic blieb Friemel gelassen und erklärte dem Star, dass das Turnier für Djokovic nun zu Ende sei. Genossen dürfte der Oberschiedsrichter den Hype um die Disqualifikation nicht haben, sagt Stefan Pasdera: „Ganz sicher nicht. Ein Schiedsrichter bleibt doch viel lieber im Hintergrund und hofft, dass die sportlichen Leistungen im Vordergrund stehen. Auch Sören Friemel mag das Rampenlicht diesbezüglich nicht.“

So reagiert Sören Friemel nach Djokovic-Disqualifikation

Dennoch gehören die Schlagzeilen weniger den Leistungen der letzten deutschen Hoffnung, Alexander Zverev, als vielmehr Friemel und der Disqualifikation Djokovics. Hinzu kommt, dass mit Roger Federer und Rafael Nadal die beiden anderen Stars der Szene erst gar nicht am Start waren und während der Corona-Pandemie auch keine Zuschauer erlaubt sind. Gut geschlafen habe der Oberschiedsrichter dennoch. „Das ist sein Job. Er hat absolut richtig entschieden und ist genau der Richtige für diese Aufgabe. Davon lässt er sich nicht beeinflussen“, so Pasdera, der seinem ehemaligen Weggefährten aber in Zukunft ruhigere Turniere wünscht. „Die Diskussion wäre am Ende größer gewesen, hätte er Djokovic nicht disqualifiziert. So kehrt hoffentlich bald Ruhe ein.“

Früherer Friedberger Supervisor Sören Friemel disqualifiziert Djokovic

Auch Friemel selbst hat sich mittlerweile zu seiner Entscheidung geäußert: „Einen Spieler bei einem Grand Slam zu disqualifizieren, ist eine sehr wichtige, sehr schwere Entscheidung. Daher ist es egal, auf welchem Platz es passiert und ob es die Nummer eins ist“, so Friemel gegenüber Sport1. „Du musst die richtige Entscheidung treffen. Jeder auf dem Platz war sich dessen bewusst, was auf dem Spiel steht.“

Absicht spielte für den Chef-Schiedsrichter eine untergeordnete Rolle: „Hätte er es mit Absicht gemacht, hätten wir auch nicht diese lange Diskussion gehabt – so aber wollten wir alles berücksichtigen“, so Friemel.

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