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21.05.2010

Griff nach dem letzten Strohhalm

Den Ball fest im Visier hat Friedbergs Jeton Gocevic (Mitte). Der TSV 1862 muss am heutigen Pfingstsamstag sein Heimspiel gegen den SV Egg an der Günz gewinnen, will man den Klassenerhalt auf direktem Wege schaffen. Foto: Peter Kleist
Bild: Peter Kleist

Friedberg Für Bayerntrainer Louis van Gaal wären es Spiele, die der Niederländer gerne mit "Tod oder Gladiolen" ankündigt. Nun, ganz so martialisch geht es zwar nicht zu, doch das "sportliche Überleben" steht zumindest beim Kissinger SC auf dem Spiel - und auch der TSV Friedberg braucht noch Punkte, um sicher in der Liga zu bleiben. Der KSC (28 Punkte) muss heute in Memmingen (30) gewinnen und auf einen Patzer des FC Heimertingen (34) hoffen, will man die Minimalchancen auf die Abstiegsrelegation wahren. Der TSV Friedberg (37) täte gut daran, gegen Egg (42) zu gewinnen, will man nicht bis zuletzt darum zittern müssen, vielleicht doch noch in die Abstiegsrelegation zu müssen. Der SV Mering (53) sollte im Kampf um Platz zwei gegen Schlusslicht Kempten II (9) keine Sorgen haben - selbst wenn die Allgäuer wieder ihren starken A-Jugendnachwuchs schicken sollten.

BSC Memmingen - Kissinger SC Gerade, wenn man fast nichts mehr auf das Team gibt, sorgt es für Überraschungen. So geschehen am vergangenen Wochenende beim 5:2-Sieg in Germaringen, der dem Team von Trainer Andreas Spöttl noch die Minimalchance auf das Verbleiben in der Liga beschert hatte. "Vielleicht kam der Sieg ja zu spät, aber wir werden in Memmingen kämpfen bis zum Umfallen", versprach der Trainer. "Ich würde es den Jungs so gönnen, wenn sie in der Liga bleiben könnten", meinte Spöttl, der sein Traineramt ja am Saisonende abgeben wird. In Germaringen sprangen die "Jungen in die Bresche und schlossen vor allem im Sturm die Lücke, die der verletzte Torjäger André Pusch gerissen hatte.

Doch ausgerechnet diesmal droht Franco Berglmeir, der dreifache Torschütze der letzten Woche, aus beruflichen Gründen auszufallen. "Ich hoffe, dass sein Arbeitgeber ein Auge zudrückt und dass er mitfahren kann", meinte Spöttl, der in jedem Fall auf Bröll und Castro wird verzichten müssen. Auch hinter Ludwig Peyker steht noch ein Fragezeichen, dafür kommen Timo Matz und Sascha Strähle zurück und auch der A-Jugendliche Gottwald stößt zum Kader. "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Auch wenn ich nicht daran glaube, dass Heimertingen patzt, es wäre fatal, wenn die ausrutschen und wir auch verlieren würden", so Spöttl (Samstag, 15.30 Uhr).

TSV Friedberg - SV Egg Das hätten sich die Verantwortlichen beim TSV Friedberg zu Saisonbeginn auch nicht träumen lassen, dass sie bis zuletzt gegen den Abstieg spielen würden. Vieles ist schief gelaufen in dieser Spielzeit, doch der "schlimmste Fall" - die Abstiegsrelegation - soll mit aller Macht vermieden werden. Was das Team kann, zeigte es gegen Mering - die andere, die "Schattenseite", wurde beim 0:2 in Fellheim wieder sichtbar. "Da haben einige nach dem 0:1 einfach die Köpfe hängen lassen - und deshalb war ich auch angefressen", meinte Trainer Reinhard Kindermann. Nach wie vor angeschlagen ist beim TSV Tobias Schulz und auch Marco Schunter plagt sich mit Knieproblemen. Ansonsten aber sind alle Mann an Bord, auch Michael Antony. "Ich habe der Mannschaft eingetrichtert, dass sie Vollgas geben muss, wir brauchen die drei Punkte, egal wie", forderte Kindermann. Für den TSV spricht, dass man heuer zu Hause bislang recht ordentlich gespielt hat, doch auf die Statistik allein wollen sich die TSV-Verantwortlichen sicher nicht verlassen. (Samstag, 15.30 Uhr).

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SV Mering - FC Kempten II "Das, was die machen, ist Wettbewerbsverzerrung", schimpfte Merings Trainer Alex Bartl schon in der Woche vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten aus Kempten. "Mal kassieren sie 18 Stück, dann treten sie gar nicht an und mal kommen sie mit der starken A-Jugend", wetterte Bartl. Am vergangenen Spieltag brachte Kempten keine Mannschaft zusammen und sagte das Spiel in Lechhausen kurzfristig ab, diesmal scheinen die Allgäuer wieder ein Team stellen zu können - mithilfe ihrer Landesliga-A-Jugend. "Es ist völlig unerheblich, mit was für einem Team die kommen, für uns zählt nur ein Sieg", meinte Bartl. Der MSV-Coach fordert von seinem Team in den beiden letzten Spielen vollen Einsatz und "dann werden wir schauen, wo wir stehen". Leider habe man es ja nicht mehr selbst in der Hand, Zweiter zu werden, doch eine weitere Blöße wollen sich die Meringer nicht mehr geben - auch wenn der Kader mit 13 Mann inklusive Bartl doch eher dünn ist. "Gentgen und Kampcyzk spielen in der Zweiten", erklärte Bartl (Samstag, 15.30 Uhr).

Die weiteren Spiele Heimertingen - Germaringen, Ottobeuren - Lengenwang, Sonthofen II - Babenhausen, Neusäß - Fellheim, Neugablonz - Lechhausen (alle Samstag, 15.30 Uhr).

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