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Handball 3. Liga

22.03.2015

Gut mitgehalten, wieder verloren

Zu viele solcher tollen Chancen wie die hier durch Peter Haggenmüller (schwarzes Trikot) ließen die Friedberger Handballer in Kornwestheim liegen. Nach der 22:28-Niederlage ist für Friedberg auch die letzte theoretische Chance auf den Klassenerhalt dahin.
Bild: Alexander Keppler

Erst eine nahezu torlose letzte Viertelstunde bringt den TSV Friedberg in Kornwestheim um die Früchte seiner Bemühungen. Der Abstieg ist nun besiegelt

Die Ära das TSV Friedberg in der dritthöchsten deutschen Liga ist seit dem 22:28 (13:14) gegen Kornwestheim Geschichte. Die Friedberger haben mit der neunten Niederlage im zehnten Rückrundenspiel auch die letzte, eh nur mehr theoretische, Chance auf den Klassenerhalt verspielt.

Dabei präsentierte sich das Team nach der bitteren Pleite gegen Fürstenfeldbruck als Einheit und in guter Verfassung, führte 13 Minuten vor Schluss noch mit 21:20 – und verlor dann doch einmal mehr.

Von Anfang an schafften es die Herzogstädter, die taktischen Vorgaben ihres Trainers Mirko Pesic umzusetzen. Das sorgte für eine schnelle 4:2-Führung. Friedberg stand gut in der Abwehr, außerdem hielten die Gäste die Quote der technischen Fehler gering. Sie erspielten sich zudem dank des guten Auges von Spielmacher Maier zahlreiche Möglichkeiten. Das Problem war nur die Verwertung, Friedberg vergab wieder einmal zu viele freie Würfe. So kam Kornwestheim in einer umkämpften Partie langsam zurück.

Die Hausherren, welche die letzten sechs Partien gewinnen konnten, gingen nach dem 7:7 erstmals deutlicher in Führung. Doch das 9:7 und 10:8 hatten nicht lange Bestand, Friedberg schaffte den 10:10-Ausgleich. Bis zur Pause machte der TSV dann zu wenig aus seinen Möglichkeiten, sodass Kornwestheim sich eine knappe 14:13-Führung erarbeiten konnte.

Aus den Kabinen kamen die Gastgeber mit Vorteilen. Friedberg war noch in Unterzahl und lag bald mit 13:17 zurück. In den nächsten Minuten kämpften sich die Gäste heran. Angeführt von Tizian Maier, der angeschlagen in die Partie und dennoch bis ans Limit ging, und dem besten Torschützen Fabian Abstreiter, schafften die Herzogstädter tatsächlich das 19:19 eine Viertelstunde vor dem Ende.

Abstreiter und Fabian Maier- Hasselmann per Siebenmeter brachten Friedberg dann sogar in Führung. Das erste Mal konnte Kornwestheim schnell kontern, doch nach dem 21:20 war Friedberg in Überzahl und hätte den Vorsprung ausbauen können. Doch ausgerechnet in dieser wichtigen Phase verloren die Herzogstädter mehrmals den Ball und kassierten einfache Tore. Das 21:22 zwölf Minuten vor Schluss war ein Nackenschlag zu viel für den TSV. Aufgrund der geringen Optionen auf der Bank schwanden nun die Kräfte, das Niveau im Friedberger Spiel ließ nach. Bis zum Abpfiff gelang dem TSV nur noch ein Treffer – das war zu wenig, um die hervorragenden 45 Minuten zuvor bestätigen zu können.

Kornwestheim holte sich mit 28:22 den nächsten Sieg, der den Abstieg des TSV Friedberg endgültig besiegelt.

Friedberg v. Petersdorff (1.-30.), Matijevic (31.-60.); Schnitzlein (1), Haggenmüller (1), Wagenpfeil, Augner, Schwarz, Schneck (4), Maier-Hasselmann (4/3), Maier (4), Dittiger (3), Abstreiter (5)

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