Überglücklich waren die Spieler und Verantwortlichen des TSV Friedberg, dagegen herrschte bei den Kissingern eher Katerstimmung. Die Freude beim TSV war groß: Nach dem 31:20 gegen den TuSpo Obernburg beträgt der Abstand der Herzogstädter auf die Abstiegsplätze nun satte 14 Punkte.
Eigentlich wären es nur 13 Zähler gewesen, doch der TSV Friedberg hat am grünen Tisch einen weiteren hinzugewonnen: Das Remis bei der H2Ku Herrenberg wurde von der spielleitenden Stelle nachträglich in einen Sieg der Friedberger umgewandelt – Herrenberg hatten einen gesperrten Spieler eingesetzt.
Trainer Hartmut Mayerhoffer lobte ausdrücklich seine beiden jungen Rückraumspieler Andreas Dittiger und Jonas Link: „Obernburg hatte Manuel Vilchez-Moreno gleich zu Beginn in kurze Deckung genommen. Da mussten Jonas und Andi in die Bresche springen und den Platz nutzen, den sie dadurch bekamen. Beide haben ihre Aufgabe hervorragend gelöst.“ Ein Extralob habe sich außerdem Kreisläufer Flo Antony verdient. „Im Mittelblock zeigt er schon die gesamte Saison hervorragende Leistungen, diesmal war er auch im Angriff stark. Seine sieben Tore haben uns sehr geholfen“, freute sich der TSV-Trainer.
Auch bei der Friedberger Zweiten war die Freude nach dem 31:22 gegen Indersdorf groß. Mit dem ersten Sieg seit vier Spielen rückte man auf Rang elf der Landesliga vor. Trainer Patrick Wolf war die Erleichterung anzumerken: „Diese zwei Punkte waren überlebenswichtig für uns." Für die Damen der SG Kissing/Friedberg war die Reise nach Gröbenzell hingegen weniger erfolgreich. Beim 30:36 gegen den Vierten der Bayernliga verloren die Handballerinnen das Spiel in der ersten Halbzeit, zeigten aber nach dem Seitenwechsel tolle Moral. Aber Trainerin Christina Pawlick erfreute die Leistung ihres Teams nach der Pause: „Meine Mannschaft hat nach dem Seitenwechsel die richtige Reaktion gezeigt. Anstatt sich aufzugeben und die Partie irgendwie zu Ende zu spielen, haben sie den Kampf angenommen."
Von einer durchgängig guten Leistung konnte auch bei den Kissinger Herren nicht die Rede sein. Die Truppe von Trainer Dieter Braun verlor in Fürstenfeldbruck mit 29:34 – und zudem schieden auch Johannes Sumperl und Martin Huber angeschlagen aus. Das dürfte die Sorgenfalten bei Trainer Braun vertiefen, da die Kissinger personell eh schon nicht aus dem Vollen schöpfen können.