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Handball Bayernliga

22.09.2019

Handballer des TSV Friedberg schauen in Günzburg nur hinterher

Daniel Jäger vom VfL Günzburg lässt seinen Gegenspieler stehen und kommt frei zum Abschluss. Das passierte den Handballern des TSV Friedberg am Samstag zu oft. Deshalb verloren sie klar mit 24:29.
Bild: Ernst Mayer

Schon zur Halbzeit ist die Partie für den TSV Friedberg so gut wie gelaufen. Trainerin Christina Seidel findet klare Worte für das schwache Auftreten ihres Teams.

Eine klare Niederlage gab es für die Handballer des TSV Friedberg am Samstag im schwäbischen Derby in Günzburg. Beim 24:29 (8:16) blieb das Team aus der Bayernliga weit unter seinen Möglichkeiten.

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Handball: VfL Günzburg dominiert Spiel gegen Friedberg

Die Begegnung verlief sehr einseitig. Früh konnte sich der VfL Günzburg in der gut besuchten Rebayhalle absetzen. Friedberg bekam die starke rechte Seite des Gegners nie richtig in den Griff. Auch der Kreisläufer bereitete den Herzogstädtern enorme Probleme. So ging es nach dem 2:4-Rückstand in der 7. Minute noch stärker in eine Richtung. Trainerin Christina Seidel nahm eine frühe Auszeit, doch auch diese Maßnahme konnte den deutlichen Rückstand nicht verhindern. Das 3:10 nach einer Viertelstunde sprach eine deutliche Sprache zugunsten der Günzburger.

Sowohl hinten als auch vorne lief es nicht für den TSV. Die Gäste hatten zwar viele Torchancen, doch die Trefferquote war mager. Zwischen der siebten und der 19. Minute gelang Friedberg nur ein Tor. Der 5:12 Rückstand war nach 21 Minuten beinahe schon eine Vorentscheidung. Manuel Scholz, der vergangene Saison noch beim VfL gespielt hatte, versuchte als Spielmacher viel und war mit sechs Treffern bester Werfer seines Teams. Defensiv taten sich aber trotz der guten Arbeit von Stefan Tischinger zu große Lücken auf. Zur Pause lag Friedberg bereits mit 8:16 hinten.

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Friedberger Handballer kämpfen sich noch einmal heran

Besser wurde es auch im zweiten Durchgang nicht. Rechtsaußen Tobias Müller sah früh eine Rote Karte, nachdem er den Gegner bei dessen Wurfversuch von der Seite getroffen hatte. In 44. Minute lag der TSV mit 14:25 zurück. Erst eine späte defensive Umstellung half der Mannschaft, besser in die Partie zu finden. Die doppelte Manndeckung gegen den Halbrechten und den Mitte, die Friedberg zum Schluss spielte, machte den Günzburgern das Leben schwer. Somit konnten die Gäste vor der Schlussphase noch auf 18:26 verkürzen.

In die letzten Minuten ging der TSV dann mit einem 20:29-Rückstand. Es spricht für die klaren Verhältnisse in diesem Derby, dass sich der VfL nun sogar noch fünf torlose Minuten leisten konnte, ohne dass der Sieg in Gefahr geriet. Friedberg verlor nach 60 ernüchternden Minuten mit 24:29 (8:16). Damit belegen die Handballer vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Rimpar II am nächsten Samstag den drittletzten Rang in der Bayernliga.

TSV-Trainerin Seidel mit Auftritt komplett unzufrieden

Christina Seidel war nach dem Spiel extrem unzufrieden mit dem Auftritt ihres Teams: „Heute hat bei uns gar nichts gepasst. Die Abwehr hatte keinen Zugriff, vorne haben wir sehr viel verworfen. Zwar gegen einen starken Torwart, aber trotzdem muss man da mehr daraus machen.“ Die Trainerin gestand die Chancenlosigkeit ihrer Mannschaft an diesem Tag ein. „Kaum einmal hatten wir die starke rechte Seite des Gegners unter Kontrolle, auch den Kreis bekamen wir nicht in den Griff. Die katastrophale Wurfquote tat ihr übriges. So kann man in der Bayernliga gegen eine sehr starke Günzburger Mannschaft nicht bestehen“, meinte die konsternierte Übungsleiterin Seidel.

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