17.06.2010

Happy-End in strömendem Regen

Happy-End in strömendem Regen
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Jubel beim TSV Friedberg mit Torschütze Nino Kindermann, Trauer bei Burgaus Torhüter Florian Bende. Foto: Peter Kleist
Bild: Peter Kleist

Dinkelscherben Der Vorhang ist gefallen, der vierte Akt im Saisonverlängerungs-Marathon für die Friedberger Fußballer ist vorbei - und zwar mit einem Happy-End für die Mannschaft von Trainer Reinhard Kindermann. Mit 4:1 besiegten die Friedberger am Donnerstagabend in strömendem Regen den TSV Burgau und sicherten sich damit im allerletzten Moment den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Der TSV überraschte seine Fans wieder mit einem unglaublich engagierten und konzentrierten Auftritt und gefiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Ein Mann aber ragte aus dem Team heraus, nämlich der dreifache Torschütze Nino Kindermann.

"Die Erleichterung ist natürlich riesig, jetzt ist der Druck endlich weg", freute sich Trainer Reinhard Kindermann. "Es war ein verdienter Sieg, der eigentlich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war", so der Coach weiter. Das durfte man ja nicht unbedingt erwarten, zumal man selbst mit Cahit Karakurt, Jeton Gocevicv und Damir Mackovic drei Stammkräfte ersetzen musste, während der zweite der Kreisliga West in Bestbesetzung antreten konnte.

Doch der TSV ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass man das Geschenk aus Thannhasuen - die dortige TSG hatte durch den Rückzug ihrer zweiten Mannschaft dieses Relegationsspiel erst ermöglicht - unbedingt annehmen wollte. Und die Friedberger ließen die gefährlichen Stürmer Yildz, Egger und Akcinci überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Victor Hofecker, Tobi Schulz, Stefan Fischer, Emi Miok und ein sehr stark auftrumpfender Michael Holzberger erstickten alle Versuche der Westschwaben im Keim. Im Mittelfeld hatten Michael Makowski und Michael Antony klar das Sagen im Vergleich mit Tobias Schieferle und Angelo Finelli. Tja und vorne sorgten immer wieder Andreas Kühnl, ein erfrischend frech aufspielender Marcel Pietruska und Nino Kindermann für Betrieb. Letzterer war es dann, der nach 28 Minuten den Torreigen und die fünf spielentscheidenden Minuten eröffnete. Kindermann nutzte einen kapitalen Bock von Muhammed Onay und traf zum 1:0 für den TSV. Nur drei Minuten später überwand er Torhüter Florian Benke nach einem klasse Zuspiel von Makowski zum 2:0 und als Andreas Kühnl nach einer Makowski-Ecke in der 33. Minute per Kopf das 3:0 nachlegte, war die Partie so gut wie durch. Und beinahe hätte Pietruska nach 35 Minuten noch Treffer Nummer vier nachgelegt. Torhüter Marcus Mendel musste nur einmal eingreifen, bei einem Freistoß von Yildiz (42.).

Nach dem Seitenwechsel warteten die Burgauer Fans unter den 600 Zuschauern vergeblich auf ein Aufbäumen - im Gegenteil. Friedberg gab weiter den Ton an, war in allen Belangen besser und hatte weiter Chancen. Makowski zielte in der 49. Minuten noch knapp vorbei, doch mit Kindermanns 4:0 nach Vorarbeit des eingewechselten Marco Schunter in Minute 55 war endgültig alles klar.

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Friedberg versäumte es, das Resultat gegen einen resignierenden Gegner weiter auszubauen: Kühnl, der eingewechselte Christian Haberl, Antony und Emi Miok bei einem Pfostenschuss hatten das 5:0 auf dem Fuß, stattdessen machte Daniel Nolde in der 82. Minute mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel den Ehrentreffer für Burgau.

Sektdusche am Ende

Am verdienten Sieg der Friedberger gab es jedoch nichts zu rütteln, auch nach dem 1:4 ließ man noch einige Chancen liegen, doch das kümmerte bei der Sektdusche dann niemanden mehr.

Schiedsrichter Steffen Grimmeißen (SpVgg Löpsingen) leitete ausgezeichnet.

TSV Friedberg: Mendel, Miok, Fischer, Holzberger, Hofecker, Makowski, Pietruska (ab 46. Schunter), Antony, Kühnl (ab 73. Haberl), Schulz, Kindermann (ab 86. Brunnenmeier). - Tore: 1:0 Kindermann (28.), 2:0 Kindermann (31.), 3:0 Kühnl (33.), 4:0 Kindermann (55.), 4:1 Nolde (82.). - Zuschauer: 600 in Dinkelscherben.

Bei uns im Internet

Bilder vom entscheidenden Relegationsspiel des TSV Friedberg finden Sie im Internet unter

www.friedberger-allgemeine.de

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