Fußball-Nachlese

04.06.2012

Jubel hier, Enttäuschung dort

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Jubelnd: Die Ottmaringer Spieler von Frank Mazur (links) freuten sich über den 3:0-Derbysieg gegen den Stadtrivalen TSV Friedberg II.
Bild: Kolbert

Stätzling II macht im letzten Moment den Klassenerhalt perfekt, der TSV Friedberg II verspielt im letzten Derby in Ottmaring die mögliche Aufstiegsrelegation

In der einen Kabine kreisten nach dem letzten Schlusspfiff der Saison 2011/12 die Maßen, in der anderen war man eher bedröppelt und bedrückt. Während der FC Stätzling II mit einem unerwarteten 3:1-Sieg beim Meister SV Hammerschmiede in letzter Sekunde noch den Klassenerhalt in der Kreisklasse Augsburg-Mitte schaffte, verspielte der TSV Friedberg II mit dem 0:3 im Stadtderby beim SV Ottmaring seine Chancen auf eine mögliche Aufstiegsrelegation zur Kreisliga.

„Wir haben’s Gott sei Dank noch geschafft“, freute sich FCS-Coach Helmut Riedl, der den im Urlaub weilenden André Wolf vertrat. Ein frühes Tor zum 1:0, das 2:0 kurz vor der Pause, das 3:1 per Konter kurz vor Schluss – der Stätzlinger Plan ging auf. Die Verstärkung aus der ersten Mannschaft kam gerade noch rechtzeitig – sechs Spieltage vor Schluss begann die Stätzlinger Serie. Mit Rolle, Stronczik, Bortoluzzi, Weihers, Rösele, Bilik und Reinthaler standen sieben Akteure auf dem Platz, die aus dem Kader der Ersten stammen. Dagegen war beim TSV Friedberg II niemandem zum Feiern zumute – das 0:3 im doch sehr giftig geführten Duell mit dem SV Ottmaring beraubte die Truppe von Markus Specht ihrer letzten Chance auf die Aufstiegsrelegation. Schiedsrichter Peter Ottilinger fand auch nicht die geeigneten Mittel, das Spiel zu beruhigen. „Ottmaring hat verdient gewonnen, bei uns hatten offensichtlich einige etwas Muffe und die ganze Mannschaft kam nicht an ihre Normalform heran“, so TSV-Abteilungsleiter Marcus Mendel. Dem blieb der Trost, dass sein Team „inoffzieller Stadtmeister“ geworden sei – von zehn Derbys ging nur das gegen Ottmaring verloren und gegen Wulfertshausen gab es ein Remis, der Rest wurde gewonnen.

TSV-Coach Markus Specht konnte sich die Schlappe auch nicht erklären. „Das war eine unserer schlechtesten Leistungen – vielleicht waren einige zu nervös. Dennoch, wir haben als Aufsteiger mit Platz drei und 51 Punkten eine überragende Saison abgeliefert – auch wenn wir die Aufstiegsrelegation gerne mitgenommen hätten“, so Specht.

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SVO-Trainer Frank Mazur freute sich in seinem letzten Spiel an der Ottmaringer Bande darüber, dass seine Truppe nach zuletzt mageren Leistungen doch noch einmal „in die Spur“ fand. „Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, umso mehr freut es mich, dass wir uns vor eigenem Publikum mit einem verdienten Erfolg verabschiedet haben“, so der Coach. Für Christian Fischer, den Trainer des SVO II, war es auch ein besonderes Spiel: sein letztes – und ihm gelang der Treffer zum 2:0. Einig waren sich beide Seiten, dass so manches Gefecht zu hitzig war, die Gelb-Rote Karte gegen Friedbergs Chris Haberl kurz vor Schluss war ein unrühmlicher Höhepunkt. „Emotionen gehören dazu, aber nicht so“, meinte Mazur, der sich vom SVO verabschiedete und zum FC Affing II als Trainer wechselt.

Und noch für einen weiteren Trainer war der letzte Spieltag der Saison der letzte – für Siggi Hilz. Nach neun Jahren und 250 Spielen als Coach hört er nun beim SV Wulfertshausen auf – macht aber als Abteilungsleiter gemeinsam mit Roland Maier noch ein bisschen weiter. Seine Mannschaft schenkte ihm beim Einlaufen ein Plakat und im Spiel gegen Göggingen II mit dem 6:4 noch einen Dreier. „Es war schon ein bisschen Wehmut dabei, als die letzten Minuten so runtergelaufen sind, doch nun habe ich einfach mehr Zeit für die Familie und ich freue mich darauf“, meinte Hilz. Natürlich saß man nach dem Spiel noch gemütlich beieinander, das große Abschlussfest folgt am kommenden Samstag im SVW-Sportheim – natürlich mit EM-Schauen.

Auch in der Kreisklasse Aichach endete eine Trainerära – nämlich die von Dasings Alex Dürr und zwar mit einem 2:2 im Spiel gegen Rehling. Und der scheidende Ex-Profi erzielte dabei auch noch einen Treffer. (Mehr in der Dienstagausgabe der Friedberger Allgemeinen).

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