Newsticker

Kultusministerium: Mehr als 8800 Schüler sind in Bayern wegen Corona in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Lokalsport
  4. Kann Dasing die Relegation überhaupt spielen?

02.06.2009

Kann Dasing die Relegation überhaupt spielen?

Bei den meisten Teams aus unserem Verbreitungsgebiet ging es am Pfingstwochenende um nichts mehr - entsprechend mau fiel auch die Bilanz aus. Glänzen konnten aber die Wulfertshauser (Meister der Kreisklasse Augsburg 2) und die Kissinger (Meister der Kreisliga Augsburg), obwohl sie es nicht mehr nötig hatten. Bitter war das Los des FC Stätzling (Kreisliga Ost), dem ein überzeugendes 4:0 in Thierhaupten nicht mehr half, weil die Konkurrenten auch gewannen. Während sich die SF Bachern (2:1 über den SV Ottmaring) und der SV Ried (7:0 bei der TSG Hochzoll) für die Relegation warmschossen, stand einzig noch der TSV Dasing richtig im Feuer. Eine Niederlage durfte man sich nicht leisten, auf der anderen Seite wäre sogar noch die Meisterschaft drin gewesen, wenn der TSV Burgheim in Herbertshofen gepatzt hätte. So aber droht jetzt den Dasingern eine wahre Ochsentour: Die Relegation kann sich bis zum 17. Juni hinziehen durch die vielen Entscheidungsspiele, die in der Bezirksliga Nord und darunter noch nötig sind.

"Ich bin seit Montagabend richtig geladen", sagt Dasings Spielertrainer Alex Dürr. Da kam das Mail von Bezirksspielleiter Johann Wagner. Schon der Spielort des ersten Relegationsspiels am 7. Juni verursacht Bauchweh bei Dasing: Zusmarshausen liegt nur fünf Kilometer weg von Ziemetshausen. "Damit könnte ich aber noch leben", so Dürr weiter. "Aber wir sind Amateure, wir können nur im Juni unseren Urlaub planen." Vom 12. bis 14. Juni ist die halbe Mannschaft des TSV Dasing auf Abschlussfahrt, ab 15. der Trainer und der Rest im Jahresurlaub. "Dass es sich so lang hinstrecken würde, damit hat keiner gerechnet", grollt Dürr. Da müsse man sich doch etwas überlegen, eventuell die Liga aufstocken.

Das wiederum würde dem BC Rinnenthal auch nicht mehr helfen, am Pfingstsamstag hieß es Abschied nehmen von der Bezirksliga Nord. Interessant waren dabei die Zahlen, die Abteilungsleiter Thomas Lindemeyer ausgegraben hatte im Zusammenhang mit Thomas Bradl. Der Abwehrrecke kam in der Saison 1994/95 vom FC Laimering/Rieden zum BCR - und schaffte gleich die Meisterschaft in der Kreisliga. "Seither ist er bei uns. Und jetzt, wo wir absteigen, hört er auf", so Lindemeyer. 369 Punktspiele waren es seither für den BCR, knapp über 500 Spiele insgesamt für Bradl. Jetzt winkt die AH - "aber vielleicht kannst Du ja in der Ersten auch mal aushelfen", hoffte der Abteilungsleiter.

Bezirksliga spielen heißt es ab sofort für den Kissinger SC, es warten die Derbys gegen den TSV Friedberg und den SV Mering. "Das war noch einmal eine meisterliche Vorstellung", lobte KSC-Meistertrainer Andreas Spöttl seine Truppe beim klaren 7:4-Auswärtssieg in Anhausen. Eine Stunde ließ der KSC noch mal sein ganzes Können aufblitzen, "ehe wir es gemütlich ausklingen ließen", so Spöttl. Er war etwas enttäuscht über das Auftreten der Platzherren, "die hatten doch noch die Möglichkeit, sich zu retten." Davon spürte Spöttl aber nichts, denn Anhausen agierte hilflos gegen die bärenstarken Kissinger.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Schon zum Seitenwechsel hatte der Bezirksliga-Aufsteiger alles klar unter Kontrolle, "und dann hat die Mannschaft halt Spaßfußball geboten", so Spöttl. Verdient hat sich der KSC das allemal, "denn wir haben eine hervorragende Rückserie gespielt." Und wieder war mal Torjäger André Pusch mit seinen strammen Freistößen im Fokus. Vier Treffer steuerte der Spieler des Monats bei, den letzten gar aus 35 Metern schön unter die Latte. Peter Frauenknecht legte das 2:0 in der 12. Minute nach. Manuel Giumaraes war für den dritten Treffer verantwortlich (25.). Noch vor dem Wechsel erhöhten die Kissinger durch Alex Vötter (40.), der Rest war wieder Pusch-Angelegenheit.

Voraussichtlich zum letzten Mal im Trikot des KSC war der 35-jährige Herbert Spöttl, der mit dem Aufstieg seine aktive Zeit beenden möchte. Trainer Andy Spöttl: "Vielleicht können wir ihn noch überreden, dass er eine Saison dranhängt. Aus Deuringen werden die König-Brüder zum KSC wechseln, "und dann kommen sieben talentierte Nachwuchsspieler in unseren Kader", sieht Spöttl den KSC für die neue Herausforderung in der Bezirksliga bestens gerüstet.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren