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Leichtathletik

05.06.2020

Kissinger entwickelt Marathon am Lech

Bernhard Manhard, Karl-Heinz Berger und Andreas (von links) präsentieren stolz ihre Medaillen für den erfolgreichen Marathon am Lech nach dem Finish am Weitmannsee in Kissing.

In Corona-Zeiten werden viele virtuelle Läufe gestartet. Die Teilnehmer sind alleine unterwegs. In Aichach-Friedberg bestreiten Läufer den Marathon am Lech.

Die Lechauen sind schon seit Jahren ein beliebtes Trainingsgebiet von Marathonsammler Bernhard Manhard aus Kissing. Seitdem träumt er auch von einem Marathon am Lech. Viele Gebiete sind jedoch Trinkwasserschutz- bzw. Naturschutzgebiet, sodass es ihm immer klar war, dass eine derartige Veranstaltung nicht genehmigt würde, und so blieb es für ihn bis jetzt beim Traum eines Marathons am Lech.

Da jedoch aufgrund der Corona-Pandemie nahezu alle offiziellen Marathons für dieses Jahr abgesagt wurden und es auch nicht gesichert ist, ob überhaupt noch Laufveranstaltungen stattfinden können, werden viele Marathons als sogenannte „virtuelle Marathons“ ausgetragen. Das heißt, jeder läuft für sich, egal wo und wann. Die Ergebnisse der GPS-Laufuhren werden an den Veranstalter übertragen, und so kommen doch noch Veranstaltungen zustande. Damit keimte bei Manhard wieder die alte Idee des Marathons am Lech auf. Über mehrere Wochen lief und radelte er die Strecke am Lech zwischen Prittriching und dem Osram-Steg in Lechhausen ab, um eine Strecke zu finden, die etwa den 42,195 Kilometern eines Marathons entspricht. Der Marathon am Lech wurde schließlich auf der Homepage des Teams TOMJ offiziell als „free and solo“ ausgeschrieben. Sprich jeder läuft, wann er will, und das allein.

Gestartet wurde am Weitmannsee in Kissing in Richtung Lechstaustufe 23, weiter über Unterbergen bis zur Lechstaustufe 21 in Prittriching. Dort wechselte man auf die andere Lechseite, und es ging zurück über den Hochablass bis zum Osram-Steg in Lechhausen. Hier wechselte man wieder die Lechseite, und es ging zurück zum Weitmannsee. Die Strecke ließ ein paar Alternativen offen, sodass die Streckenlänge zwischen 42,5 und 45 Kilometer variiert. Da es aber keine Zeitnahme gab, sondern rein um die Teilnahme und Bewältigung der Strecke ging, war es den Teilnehmern überlassen, für welche Variante sie sich entschieden.

Mittlerweile sind neben Judith Strack und Andreas Bettingen aus München auch die drei Marathonsammler des Altlandkreises Bernhard Manhard, Karl-Heinz Berger aus Friedberg und Andreas Greppmeir aus Mering den Marathon am Lech gelaufen. Es haben sich schon weitere Sportler gemeldet, die Interesse an diesem besonderen Marathon haben. Verlockend für die Marathonsammler außerhalb der Region sind, neben der Laufstrecke durch die Lechauen, sicherlich auch die selbst gestalteten Medaillen aus Lechkieseln, die Manhard von Hand fertigt und somit jeweils ein Unikat darstellen.

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