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Fußball-Nachlese

23.04.2019

Kreisliga Ost: Schneckenrennen im Titelkampf

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2 Bilder
Fast schon ein bisschen resigniert wirkt hier Friedbergs Torjäger Marcel Pietruska. Wieder war Langenmosens Torhüter Maximilian Oswald vor ihm zur Stelle. Der TSV kommt in diesem Frühjahr einfach nicht auf Touren.
Bild: Otmar Selder

In der Kreisliga schwächeln derzeit alle Spitzenteams. Für Kissing wird es immer schwieriger. Bachern ist gerüstet für das Top-Spiel.

Es erweckt fast den Eindruck, als wolle aus der Kreisliga Ost kein Team in die Bezirksliga aufsteigen. Der souveräne Tabellenführer TSV Friedberg holte in der Rückrunde bislang nur fünf Pünktchen aus ebenso vielen Spielen – und ist dennoch weiter klar vorne. Weil eben auch die Konkurrenz nicht ins Laufen kommt. Griesbeckerzell brachte es ebenso auf sechs Zähler im Frühjahr wie der BC Rinnenthal, Alsmoos-Petersdorf ergatterte im Jahr 2019 erst deren vier. Es ist also ein wahres Schneckenrennen im Kampf um Meisterschaft und Relegationsplatz. Friedbergs Trainer Ali Dabestani war nach dem 0:1 gegen Langenmosen auch ziemlich angesäuert. „Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit nichts von all dem umgesetzt, was wir besprochen und uns vorgenommen hatten“, schimpfte er. Und er ging mit dem Team hart ins Gericht. „Ich weiß nicht, ob es beim einen oder anderen an der Qualität oder der Einstellung liegt. Vielleicht wurde mancher auch zu früh gelobt“, ärgerte er sich. Die Tatsache, dass auch die Konkurrenz schwächelt, ist für den TSV-Coach uninteressant. „Normalerweise bist du nach so einer Rückrunde weg vom Fenster – und so haben wir in der Bezirksliga auch nichts verloren“, schimpfte Dabestani.

Ein Spezialist für späte Tore

Beim BC Rinnenthal entwickelt sich Alex Demel zum Spezialisten für späte Tore. Schon im Derby gegen Friedberg rettete er dem BCR das Remis, nun traf er in der 84. Minute zum 1:1 gegen Gerolsbach. „Er weiß halt, wo das Tor steht“, meinte BCR-Co-Trainer Marco Surauer, der ansonsten aber mit dem Gezeigten gar nicht einverstanden war. „Das war enttäuschend, wir haben zu keinem Zeitpunkt das gebracht, was uns in der letzten Woche in der Firnhaberau noch ausgezeichnet hat – und das, obwohl wir fast eine komplette Halbzeit in Überzahl agiert haben“, erklärte er. Es mangelte am Zweikampfverhalten, der Aggressivität und auch spielerisch lief wenig. „Momentan brauchen wir nicht nach oben zu schauen“, so Surauer.

Stätzling punktet verdient

Eher nach unten blicken in der Bezirksliga Süd die beiden Landkreisvertreter FC Stätzling und Kissinger SC – die einen mit etwas weniger, die anderen mit deutlich mehr Sorgen. Stätzling ließ am Karsamstag mit einem 1:1 gegen Spitzenreiter VfB Durach aufhorchen, sehr zur Freude von Interimstrainer Helmut Leihe. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt, zumal wir den nicht eingerechnet hatten. Aber die Truppe hat wieder ihre Charakterfestigkeit bewiesen“, so der Coach. Der ist fest davon überzeugt, dass sein Team die Qualität für die Bezirksliga mitbringt, Sorgen machen ihm die vielen verletzungs- und berufsbedingten Ausfälle. So wird Tobias Wehren, gegen Durach einer der Stärksten, berufsbedingt am Samstag in Neugablonz fehlen. „Dennoch muss da für uns was rausspringen“, sagte Leihe.

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Für Kissing wird die Luft dünn

Immer dünner wird die Luft für den Kissinger SC, der nach dem unerwartet deutlichen 1:4 gegen den VfL Kaufering weiter Vorletzter ist. KSC-Trainer David Bulik wirkte nach der Pleite etwas ratlos. „Wir konnten nichts von dem auf den Platz bringen, was wir im Training zeigen und was wir uns vorgenommen haben. Kaufering hat mit Einsatz und Aggressivität das geboten, was wir eigentlich hätten zeigen müssen“, so Bulik. Sicher sei es nicht optimal, wenn man immer wieder mit anderer Aufstellung agieren müsse, meinte der Trainer, der diesmal auf Pascal Mader verzichten musste. „Aber vielleicht ist es auch ein Qualitätsproblem, jedenfalls dürfen wir uns nicht mehr viele Ausrutscher leisten“, ließ der Trainer verlauten.

In der Kreisklasse Aichach durfte der TSV Dasing zuschauen, wie die Verfolger patzten – das Spiel der Autobahner in Ried findet erst am 8. Mai statt. Der SV Wulfertshausen verschaffte sich mit einem 1:0 gegen Gundelsdorf etwas Luft im Abstiegskampf.

Packender Abstiegskampf

In der Augsburger Gruppe genossen die Merchinger ein freies Osterwochenende, da Trenk nicht angetreten war. Richtig heiß dürfte das Saisonfinale im Abstiegskampf werden, zumal der Kissinger SC II und der SV Ottmaring gleich vier Punkte ergatterten. Im Derby gab es ein 0:0, der KSC siegte dann bei Schwaben II mit 3:1 und der SVO setzte sich mit dem gleichen Resultat beim FC Stätzling II durch. Kissing II und Ottmaring stehen nun bei 21 Punkten, Stätzling II und der Türk JKV bei 22, davor steht das Trio Öz Akdeniz, Trenk und Mesopotamien mit jeweils 25 Punkten.

Noch nicht entschieden ist übrigens der Spielabbruch aus der Partie zwischen Ottmaring und Mesopotamien vom 31. März. „Da ist für nächste Woche noch eine mündliche Verhandlung angesetzt“, erklärte Gerhard Klein vom Kreis-Sportgericht Augsburg.

Bachern lässt sich nicht bremsen

In der A-Klasse Ost ziehen die Sport-Freunde Bachern weiter ihr Ding durch. Auch ein 0:1-Rückstand gegen Mühlhausen brachte die Truppe von Spielertrainer Michael Guggumos nicht aus dem Tritt. Bachern siegte mit 6:1 und kann am kommenden Wochenende mit einem Sieg beim Verfolger TSG Hochzoll die Meisterschaft so gut wie klarmachen.

Ein Schützenfest feierten die Sportfreunde Friedberg mit dem 7:0 im Derby beim SC Eurasburg, der höchste Tagessieg aber gelang in der A-Klasse Aichach dem FC Laimering/Rieden. Die Truppe um Spielertrainer Thomas Nöbel schoss den bedauernswerten BC Aresing II mit 11:0 gleich zweistellig ab.

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